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EU-Sozialpartnergipfel: Europa braucht eine klare Handelspolitik, Klarstellungen zum Brexit und Investitionen in Ausbildung

Rabmer-Koller fordert EU-Spitzen auf, Wachstum nicht aufs Spiel zu setzen. Leitl: Gesamteuropäisches Problem Fachkräftemangel benötigt gesamteuropäische Lösungen

Bundeskanzler Kurz, UEAPME-Präsidentin Rabmer-Koller, Sozialministerin Hartinger-Klein und EU-Kommissionspräsident Juncker beim EU-Sozialpartnergipfel
© WKÖ Bundeskanzler Kurz, UEAPME-Präsidentin Rabmer-Koller, Sozialministerin Hartinger-Klein und EU-Kommissionspräsident Juncker beim EU-Sozialpartnergipfel

EU-Ratspräsident Tusk, EU-Kommissionspräsident Juncker und Bundeskanzler Kurz als Vertreter der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft suchten beim Europäischen Sozialpartnergipfel in Brüssel am Dienstag mit den Spitzen der Europäischen Sozialpartner die besten Wege zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas. Die Wirtschaftskammer Österreich war wie bisher mit Ulrike Rabmer-Koller, WKÖ-Vizepräsidentin und Präsidentin des Europäischen KMU-Verbandes UEAPME, in ihrer Funktion als europäischer Sozialpartner, und Christoph Leitl als Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer Eurochambres besonders stark vertreten.

Wachstums- und beschäftigungsfördernde Perspektiven für KMU

Beim Sozialpartnergipfel machte UEAPME-Präsidentin Ulrike Rabmer-Koller deutlich, dass die Wettbewerbsfähigkeit in einem globalen Kontext angegangen werden müsse. „Die Wirtschaftslage in Europa ist derzeit gut. Handelskonflikte, Protektionismus, Brexit und Fachkräftemangel wirken sich aber direkt auf die Entwicklungen unserer KMU aus. Kleinere und mittlere Unternehmen brauchen entschlossene Maßnahmen wie Klarheit beim Brexit, Unterstützung beim Zugang zu Märkten und Investitionen in Ausbildung. Die Staats- und Regierungschefs und die EU-Kommission müssen diese Stellschrauben jetzt in die richtige Richtung drehen, bevor die Gewitterwolken zu Gewitter werden. Europa und seine KMU brauchen wachstums- und beschäftigungsfördernde Perspektiven.“

Ausbildung an die Anforderungen des Arbeitsmarktes anpassen

„Qualifizierungsengpässe sind ein zunehmendes Problem in allen Mitgliedstaaten. Es müssen mehr Investitionen in die Ausbildung aller Altersstufen mit einem Fokus auf Grundfertigkeiten fließen. Die Ausbildungspolitik muss stärker an die Anforderungen des Arbeitsmarktes und insbesondere die Digitalisierung angepasst werden. Dies muss von der Europäischen Union mit einem starken Engagement der Sozialpartner gefördert werden“, forderte Rabmer-Koller. Um Europas Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu fördern, müsse der nächste Mehrjährige Finanzrahmen der Europäischen Union Investitionen in die notwendige Infrastruktur, in Innovation und Digitalisierung sowie in die Entwicklung der gesuchten Fähigkeiten unterstützen.

Leitl fordert Qualifikationsgipfel und EU-weiten Aktionsplan

Eurochambres-Präsident Leitl betonte, dass die gesamteuropäischen Probleme Fachkräftemangel und Kompetenzkrise gesamteuropäische Lösungen benötigten. Er fordert einen Qualifikationsgipfel mit Wirtschaftsvertretern, um einen EU-weiten Aktionsplan zu starten: „Die Wettbewerbsfähigkeit Europas beruht weitgehend auf Humankapital. Sie ist nachhaltig gefährdet, wenn unsere Unternehmen keine Mitarbeiter mit den Fähigkeiten finden, die sie brauchen. Wir wandern wie Schlafwandler in eine große wirtschaftliche und soziale Krise, indem wir die zunehmenden Qualifikationsungleichgewichte in weiten Teilen Europas nicht angehen.“ 

Neben mehr arbeitsplatzbasierten Lernsystemen und einer Steigerung der Mobilität von Auszubildenden fordert Leitl einen Integrationsbonus für Betriebe: „Unsere Unternehmen sind der Hauptmotor für Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der EU. Daher brauchen sie mehr Unterstützung bei dem komplexen und ressourcenintensiven Integrationsprozess von Migranten. Ich bin davon überzeugt, dass die Vorteile eines solchen Systems, nicht nur im Hinblick auf die Integration, sondern auch bei der Bewältigung des wachsenden Fachkräftemangels, die Kosten deutlich übersteigen würden.“ (PWK698/FA)

EUROCHAMBRES-Generalsekretär Arnaldo Abruzzini und EUROCHAMBRES-Präsident Christoph Leitl beim EU-Sozialpartnergipfel
© WKÖ EUROCHAMBRES-Generalsekretär Arnaldo Abruzzini und EUROCHAMBRES-Präsident Christoph Leitl beim EU-Sozialpartnergipfel
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