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Österreichische Wertschöpfung durch Handelsverflechtungen mit Japan

Eine TiVA-Datenbank-Auswertung

Die Exporte von Österreich nach Japan stiegen in absoluten Werten (Waren- und Dienstleistungsströme) zwischen 1995 und 2011 an, deren Anteil an den gesamten österreichischen Exporten sank im Betrachtungszeitraum jedoch. Die durch Exporte ausgelöste österreichische Wertschöpfung betrug 2011 etwas mehr als 1,4 Mrd. US-Dollar.

Berücksichtigt man auch indirekte Handelsverflechtungen mit Japan (d.h. österreichische Exporte in andere Länder, welche wiederum für die Produktion von Exportgütern nach Japan verwendet werden), erhöht sich die dadurch generierte österreichische Wertschöpfung im Jahr 2011 auf nicht ganz 2,3 Mrd. US-Dollar.

  • Der Anteil der indirekten Wertschöpfung an der Gesamtwertschöpfung durch internationale Verflechtungen mit Japan betrug 2011 39%.
  • Durch den Miteinbezug der indirekten Handelsverflechtungen gewinnt der japanische Markt – verglichen mit der isolierten Betrachtung von direkten Exporten – für Österreich deutlich an Bedeutung.

Auf sektoraler Ebene kann gefolgert werden, dass

  • insbesondere Sektoren, die in der gängigen Darstellung des Außenhandels anhand von Waren- und Dienstleistungsströmen sowie anhand von Wertschöpfungsexporten nach Wertschöpfungsträger nicht so stark mit Japan verflochten sind (Unternehmensnahe Dienstleistungen, Transport und Telekommunikation, Finanz), zum Teil wesentlich stärker von Exporten profitieren (Wertschöpfungsexporte nach Wertschöpfungsursprung).
  • dies auch gilt, wenn induzierte Wertschöpfungseffekte durch indirekte Handelsverflechtungen Österreichs mit Japan miteinbezogen werden. Darüber hinaus verliert der Großteil der „klassischen“ Exportsektoren nach Japan (Handel, Holz und Papier, Chemie, Maschinen) in dieser Sichtweise weiter an relativer sektoraler Bedeutung.
  • die Konzentration der Exporte nach Japan in der Wertschöpfungsexportbetrachtung und unter Einbezug der indirekten Effekte zum Teil wesentlich geringer ausgeprägt ist als in der traditionellen Betrachtung der Exportverflechtungen anhand des direkten Waren- und Dienstleistungsausfuhrwertes.





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