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Handelsdaten Österreich – Japan und die Rolle der KMU

Eine statistische Auswertung

Österreich ist als kleine offene Volkswirtschaft stark vom internationalen Handel abhängig

  • Ein starker Exportsektor unterstützt das heimische Wirtschaftswachstum und schafft bzw. sichert dadurch Arbeitsplätze.

KMU profitieren durch mehrere Kanäle von internationalen Wirtschaftsverflechtungen

  • Direkte Kanäle sind der Güter- und Dienstleistungshandel mit dem Ausland sowie aktive und passive Direktinvestitionen.
  • Indirekt profitieren KMU auch als Zulieferbetriebe für im internationalen Handel tätige österreichische Großunternehmen.

Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen mit Japan

  • Österreich weist eine negative Warenhandelsbilanz mit Japan auf. 1,4 Mrd. Euro oder 1 % der gesamten österreichischen Warenausfuhren flossen 2017 nach Japan. Dies entspricht 3,2 % des gesamten Drittstaatenwarenexportvolumens.
  • Die Dienstleistungshandelsbilanz Österreichs mit Japan ist positiv. Im Jahr 2017 hatten 232 Mio. Euro oder 0,4 % der gesamtösterreichischen Dienstleistungsexporte Japan als Ziel. Dies entspricht 1,7 % des gesamten Drittstaatendienstleistungsexportvolumens.
  • Die Direktinvestitionsbilanz Österreichs mit Japan ist negativ. Direktinvestitionen von japanischen Unternehmen sicherten 2015 jedoch über 5.000 österreichische Arbeitsplätze. Der Bestand heimischer aktiver Direktinvestitionen in Japan betrug 2017 134 Mio. Euro.

Die Rolle der KMU im österreichischen Handel

  • KMU spielen eine wichtige Rolle im österreichischen Außenhandelssektor: Zwischen 158.000 und 199.000 KMU waren 2015 im internationalen Handel tätig, dies entspricht zwischen 48 % und 60 % aller österreichischen KMU.
  • 2015 exportierten über 41.000 KMU (98 % aller exportierenden Unternehmen) Waren im Wert von etwa 62 Mrd. Euro (48 % des gesamten Warenexportwertes). 158.000 KMU (99 % aller importierenden Unternehmen) trugen 2015 80 Mrd. Euro zum monetären Wareneinfuhrwert Österreichs (61 % des gesamten österreichischen Importwertes) bei.
  • Der Anteil der KMU am Dienstleistungshandel bewegt sich bei den Exporten in einer ähnlichen Größenordnung wie beim Warenhandel: 15 Mrd. Euro (oder 52 %) entfielen im Jahr 2014 auf KMU. Im gleichen Jahr tätigten KMU 13,4 Mrd. Euro (oder 53 %) der Dienstleistungsimporte aus Japan. Aufgrund der eingeschränkten Datenbasis im Zusammenhang mit Unternehmensgrößenklassen sind die genannten monetären Werte Unterschätzungen des tatsächlichen Dienstleistungshandelsvolumens.

Die Rolle der KMU im Handel mit Japan

  • 1.102 KMU lieferten 2015 Waren nach Japan, dies entspricht 81 % aller nach Japan warenexportierenden österreichischen Unternehmen. Der Warenwert belief sich auf rund 460 Mio. Euro (rund 35 % des nach Japan gelieferten Warenwertes). 2015 tätigten 3.066 KMU Einfuhren aus Japan, dies entspricht in etwa 86 % aller aus Japan importierenden österreichischen Unternehmen. Der KMU-Importwert belief sich auf zirka 1,2 Mrd. Euro (rund 66 % des gesamten von Japan bezogenen Warenwertes).
  • Aufgrund von Datenrestriktionen ist es aktuell nicht möglich, die Anzahl der KMU bzw. das Volumen von Dienstleistungsexporten und –importen durch KMU nach bzw. aus Japan darzustellen. Auf das gesamtösterreichische Dienstleistungsaggregat bezogen scheinen KMU jedoch einen ähnlichen Stellenwert zu haben wie im Warenhandel.


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