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E-Day im Zeichen der Digitalisierung: „Gesetzesrealität und Arbeitswelt klaffen auseinander“ 

Vorträge behandeln Auswirkungen der digitalen Transformation auf den Arbeitsmarkt und die Herausforderungen für die einzelnen Unternehmen

E-Day 2017
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„Digitalisierung erleben“ kann man morgen, Mittwoch, beim E-Day von Wirtschaftskammer Österreich und Wirtschaftskammer Wien im Austria Center Vienna. Der digitale Wandel hat längst sämtliche Lebensbereiche erfasst, natürlich und vor allem auch die Arbeitswelt. Welche Auswirkungen Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt hat, behandelt Kai Whittaker in seiner Keynote. Der 32-Jährige, der in Bristol (UK) Volks- und Betriebswirtschaft studiert hat, ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags und sitzt dort sowohl im Ausschuss für Arbeit und Soziales wie auch im Ausschuss Digitale Agenda. Er sieht großen Handlungsbedarf seitens der Politik: "Die Gesetzesrealität und die Arbeitswelt klaffen zusehends auseinander. Wir dürfen neue Geschäftsmodelle nicht vorschnell verbieten, sondern sollten Mut zu Erprobungsphasen haben.“ Letztendlich gehe es doch darum, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden und die Wirtschaft weiter stabil bleibt, so Whittaker.
Vor allem für die Arbeitnehmer sieht Whittaker die Digitalisierung der Arbeitswelt als Chance. Whittaker hierzu: „Die zusätzliche Flexibilität wird den Menschen mehr Freiheiten geben, um ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird durch flexiblere Arbeitszeitmodelle gestärkt.“

Dass durch Digitalisierung – wie vor allem Arbeitnehmervertreter befürchten – Millionen von Arbeitsplätzen verloren gehen, glaubt Whittaker nicht. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Arbeit noch nie ausgegangen ist. In einer digitalen Arbeitswelt würden neue Berufsfelder und Jobs entstehen. Aufgabe der Politik sei es, die Menschen darauf vorzubereiten. Weiterbildung und lebenslanges Lernen seien der Schlüssel dazu, sagt der CDU-Abgeordnete. Aus seiner Sicht muss der Staat Vorreiter und „Treiber der Digitalisierung“ sein. Allerdings sieht er gerade in den Bereichen Verwaltung und Bildung noch großen Aufholbedarf. 

Isabella Mader: „Das größte Risiko ist Nicht-Handeln“

Die zweite Keynote hält Isabella Mader, Vorstand des Wiener Excellence Institutes zum Thema „Mein Unternehmen 4.0 – Warum eigentlich?“. Zwar haben viele Unternehmen die Bedeutung von Digitalisierung erkannt und wissen auch, dass ihr Geschäftsmodell unter Umständen in fünf bis zehn Jahren nicht mehr funktionieren wird. Dennoch scheuen viele vor Investitionen in diesem Bereich zurück, weil ihnen mangels Kenntnis der Materie das finanzielle Risiko zu groß ist. Dazu kommen Ängste vor neuen Bedrohungen, die die Digitalisierung mit sich bringt – Stichwort: Hackerangriffe und Cybercrime.

Dabei ist das größte Risiko, dem Unternehmen ausgesetzt sind, das Nicht-Handeln, wie Mader darlegen wird. Die Sorge, bisherige Geschäftsmodelle komplett aufgeben zu müssen, ist laut der IT-Strategieexpertin unbegründet. Vielmehr geht es darum, das Geschäftsmodell zu erweitern, online zusätzliche Kunden zu gewinnen, zusätzliche Umsätze zu erzielen und neue Märkte aufzubauen. Dabei wird Kooperation mit anderen Unternehmen, zum Beispiel im Bereich der Logistik, zunehmend an Bedeutung gewinnen. 

Österreichs größte E-Business-Veranstaltung

Der E-Day von WKÖ und WKW am 12. April 2017 ist Österreichs größte E-Business-Veranstaltung. Sie findet heuer erstmals im Austria Center Vienna statt. Ab 9 Uhr dreht sich in 70 Vorträgen und Workshops alles ums Thema „Digitalisierung erleben“. Die Teilnahme ist kostenlos. Das komplette Programm ist unter www.eday.at abrufbar. Unter streaming.eday.at kann man das Programm online live mitverfolgen. (PWK313/WZ)

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