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E-Day 2020: "Brauchen Gestalter des Wandels"

Größtes Digitalisierungsevent der WKO erstmals virtuell – Keynotes von Wirtschaftsphilosoph Anders Indset und Zukunftsforscher Tristan Horx

Eday 2020
© wkö

"Es geht weiter – muss weitergehen. Was jetzt gefragt ist, sind Gestalter des Wandels, leaders of change", postulierte Wirtschaftsphilosoph und Vordenker Anders Indset in seiner Keynote zum E-Day 2020. Noch nie habe es in Österreich so wirtschaftlich fitte Unternehmerinnen und Unternehmer gegeben. Überhaupt sei man hierzulande deutlich weiter als anderswo mit Akteuren, die Probleme zum Wohle der Menschen lösen, so Indset. Der E-Day 2020 der Wirtschaftskammern Österreichs, der heute, Dienstag, erstmals rein virtuell stattfindet, ist bereits die 22. Ausgabe der größten Digitalisierungs-Veranstaltung der WKO und wird gemeinsam von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Wirtschaftskammer Wien (WKW) veranstaltet. Die Keynote von Anders Indset und an die 30 Fachvorträge werden auf https://www.eday.at gestreamt. 

Keynotespeaker und Wirtschaftsphilosoph Anders Indset Anders Indset
© Florian Wieser Keynotespeaker und Wirtschaftsphilosoph Anders Indset

Was es aus Sicht Indsets aber braucht, ist ein neues Verstehen, ein besseres Verständnis, denn: "Wissen heißt nicht verstehen." Und: "Daten suchen und speichern können Maschinen besser." Menschen sollten auf Zusammenarbeit setzen, auf den höchstmöglichen Input fokussieren. So bekomme man ein qualitativ hochwertiges Ergebnis. Er plädierte auch dafür: "Traut euch, Gefühle zu zeigen. Mensch zu sein. Fragen zu stellen. Und Bullshit im Business zu lösen." So müsse etwa in Bezug auf (zu) viele und (zu lange) Meetings die Devise "Bye bye Bla-bla-Land!" lauten. Und: "Egal, wie die Probleme sind: Es gibt immer eine Lösung."

Der E-Day läuft noch den ganzen heutigen Tag, das Programm ist genauso interessant wie vielfältig:  Die Teilnahme an der "Livesendung mit dem Digitalisierungs-Update", die aus dem "Studio 44" in Wien gesendet wird, ist ebenfalls via www.eday.at/ möglich. Eine Anmeldung wird empfohlen, sie bringt zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten und die Gelegenheit, an Online-Abstimmungen rund um die Keynotes und Fachvorträge teilzunehmen. 

Mariana Kühnel, Generalsekretärin der WKÖ, und Walter Ruck, Präsident der WKW, hoben in ihren Eröffnungsworten Unterstützung, Hilfestellung und Begleitung der Wirtschaftskammer für heimische Unternehmen hervor, wie eben etwa den E-Day oder die Verlängerung von KMU.Digital, der Digitalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) in Kooperation mit der WKÖ. Aktuell können im Rahmen von KMU.Digital 2.1 wieder Förderungen zur Digitalisierung von Klein- und Mittelbetrieben beantragt werden. 

Zukunfts- und Trendforscher Tristan Horx
© Florian Wieser Zukunfts- und Trendforscher Tristan Horx

Zukunfts- und Trendforscher Tristan Horx konstatierte, dass Digitalisierung als solches schon immer für Auseinandersetzungen zwischen den Generationen gesorgt habe ("Die Jungen hängen die ganze Zeit nur mehr am Handy …"). Stetiges globales Wachstum sei am Ende. Er plädierte für mehr Generationensolidarität (Indset bezeichnete dasselbe als "Enkelfähigkeit") und Nachhaltigkeit. Letztere werde "in absehbarer Zeit integral im Markt enthalten sein." Die 40-Stunden-Arbeitswoche komme aus dem Industriezeitalter, da sieht Horx in absehbarer Zeit eine Änderung. Im Zusammenhang mit Homeoffice und Teleworking plädiert er dafür, Tätigkeiten, die man zu Hause besser macht, von dort aus zu erledigen. Das Büro werde zunehmend zum Ort des sozialen Austausches. 

Aktuell werde im Trial and Error-Verfahren versucht, Beziehungen zu digitalisieren. Laut Horx kann Digitalisierung analoge Beziehungen verstärken, indem sie mehr Zeit dafür gibt. Und gefragt, was Unternehmen als Arbeitgeber für eine neue Generation an Arbeitskräften, die gerade heranwächst, attraktiv mache, konstatierte Horx: "Jüngere wollen Sinn, Vertrauen und Lebensqualität, sind dafür weniger am Finanziellen interessiert." Das Motto, das in diesem Stichwort sehr viel besser passe als die viel zitierte Work-Life-Balance, lautet "Work-Life-Blending". Gemeint ist damit, den Rhythmus seines Arbeitens auf Basis von Absprachen und innerhalb gewisser Spielräume selbständig zu wählen. 

Die Videoaufzeichnungen und Präsentationsfolien der einzelnen Vorträge werden ab Donnerstag (17.9.2020) auf www.eday.at/ bereitgestellt.

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