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Drohnen aus den Tiroler Bergen

Der Drohnen-Bauer twins aus Ampass liefert unbemannte Fluggeräte und dazu passende Services für eine vielfältige Kundschaft – von Erdbauunternehmen und Bergrettung bis hin zu Architektur- oder Tierschutzprojekten. 

Drohnen mit Bergpanorama
© twins

Im Rahmen ihrer Initiative „Neues Ermöglichen“ hat es sich die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zum Ziel gesetzt, Innovationen in Betrieben zu erleichtern und anzustoßen. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sollen jene Rahmenbedingungen erhalten, die sie brauchen, um ihre innovativen Ideen ausprobieren zu können. Den Startschuss für „Neues Ermöglichen“ bildet eine Partnerschaft der Wirtschaftskammer mit dem BMK Innovationslabor AIRlabs Austria. Im Zentrum dieser Partnerschaft steht das Testen von kommerziellen Drohnenanwendungen in verschiedensten Wirtschaftsbereichen.

Die Initiative „Neues Ermöglichen“ geht auf die WKO-Innovationsstrategie zurück, welche die WKÖ im vergangenen Jahr vorgelegt hat, um aufzuzeigen, was Österreich braucht, um zu den internationalen Innovation Leaders aufzuschließen.

Das BMK Innovationslabor AIRlabs Austria (AIRlabs steht für Aeronautical Innovation and Research Laboratories Austria) wird im FTI-Luftfahrtprogramm „TAKE OFF“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gefördert und von der Österreichischen Forschungsfördergesellschaft (FFG) abgewickelt.  

Seit 2009 befasst sich das Mechatronik-Unternehmen twins mit der Entwicklung und Produktion von Multirotor-Vermessungsdrohnen und deren Zubehör. Ein Großteil der mechanischen Bauteile wird dabei in eigenen Produktionsstätten in Ampass bei Innsbruck entwickelt und gefertigt. Die Kundschaft ist unterschiedlich – Feuerwehren und Bergrettung fragen die Tiroler Drohnen ebenso nach wie Bauunternehmen und Ziviltechnikerbüros. Der Mehrwert liegt auf der Hand: „Drohnen sind in der Lage, Daten aus der Luft schnell, elegant, präzise und in einem Genauigkeitsbereich bereitzustellen, welchen die terrestrische Vermessung nicht zu liefern vermag“, sagt twins-Geschäftsführerin Katharina Samwald.

Auch in der Architektur werden Drohnen eingesetzt, z. B. um Fassaden zu visualisieren.
© twins Auch in der Architektur werden Drohnen eingesetzt, z. B. um Fassaden zu visualisieren.

Drohnen können über Gefahrengebiet fliegen und Auskunft über die potentielle Gefahr geben, ohne dass ein Mensch den Boden betreten muss. „Sie können, ausgestattet mit Wärmebildsensoren, einen wertvollen Beitrag bei der Vermisstensuche liefern. In unzugänglichem Gebiet sind Drohnen das perfekte zweite Paar Augen von oben“, sagt die studierte Physikerin. Außerdem seien Drohnen für Monitoring-Zwecke in Bereichen wie Jagd- und Tierschutz oder Baustellendokumentation wertvolle und schnelle Helfer.

Familien-Unternehmen

Dass das Unternehmen nicht nur unbemannte Luftfahrzeuge anbietet, sondern auch die dazu passenden Anwendungs-Dienstleistungen wie Datenerfassung im Bereich Vermessung und Photogrammmetrie ergibt sich aus der Firmengeschichte: Gegründet wurde die Firma von Gerhard Neuner, Inhaber eines Vermessungsbüros und Christian Neuner, Betreiber eines Elektromaschinenbau-Unternehmens. Die Bündelung der Expertisen war der entscheidende Schritt nach vorn für das Zwillingsbrüderpaar – und lieferte nebenbei gleich den Firmennamen: twins.

Christian und Gerhard Neuner, Gründer von twins.
© twins Christian und Gerhard Neuner, Gründer von twins.

“Die Nachfrage nach Drohnen - speziell in der Vermessung - erlebte zuerst einen Peak um 2014 herum und brach dann wieder etwas ein“, erzählt Samwald. Die Nivellierung des Luftfahrtgesetzes war dabei der Meilenstein. Am Anfang habe es einige Herausforderungen mit sich gebracht. „Aber oft stellen sich Hürden im Nachhinein als wertvolle Beiträge heraus. Mittlerweile sehen wir, dass das Gesetz für eine stabile Regelung am Markt sorgt“, sagt Samwald. Jetzt seien „nur mehr ernstzunehmende Drohnen-Hersteller“ am Markt verblieben.

Maximum an Expertise     

Die Pläne für die nächsten Jahre? „twins wird ein KMU bleiben, denn nur so sind wir in der Lage flexibel auf den Markt und die Kundenwünsche zu reagieren und einzugehen. Allerdings wünschen wir uns natürlich ein Wachstum innerhalb unserer Möglichkeiten, unter anderem um international weiter expandieren zu können“, sagt Samwald. Auch eine noch stärkere Spezialisierung strebe man an: „Längerfristig können wir uns vorstellen in weitere Teilgebiete der Robotik einzusteigen, denn Drohnen erfüllen ihren Einsatzzweck in der Luft sehr gut, aber es gibt auch noch weitere Herausforderungen in der Vermessung, in der es unbemannte Helfer benötigen würde - in Höhlensystemen oder Gewässern zum Beispiel.“

Mithilfe von Drohnen kann die Masse von Schüttgut ermittelt werden.
© twins Mithilfe von Drohnen kann die Masse von Schüttgut ermittelt werden.

Die intensive Forschung und Entwicklung sei „im schnelllebigen Drohnenbusiness das Um und Auf“. AIRlabs sei eine sehr gute Plattform, um sich innerhalb der Branche mit Kunden, Partnern, Lieferanten und Interessenten auszutauschen. „Wir gehen davon aus, dass AIRlabs ein wertvolles Konsortium sein wird, um hochspezifische Forschung in den jeweils dafür vorgesehenen Labors durchführen zu können und somit das Maximum an Expertise auszuschöpfen, das wir innerhalb unseres Landes haben.“

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