th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Digitalisierung braucht Rohstoffe 

EUMICON Rohstoffenquete 2017 Wien: Digitalisierung treibt Nachfrage nach Hightech-Rohstoffen und Innovationen

v.l. Wilfried Eichsleder, Franz Friesenbichler, Roman Stifner
© wko v.l. Wilfried Eichsleder, Franz Friesenbichler, Roman Stifner

"Smart Mining and Production." Der digitale Weg in die Zukunft der Rohstoffwirtschaft steht ab heute, Mittwoch, im Mittelpunkt der diesjährigen EUMICON Konferenz. Diese wird von der Europäischen Rohstoffinitiative EUMICON gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie mit Unterstützung der Montanuniversität Leoben, dem Wirtschaftsressort des Landes Steiermark und zahleichen Partnern aus der Mineral-Rohstoffindustrie veranstaltet wird. Die hochkarätigen Vorträge durch internationale Experten beschäftigen sich heute und morgen (15. und 16. März 2017) im Marmorsaal des BMWFW in Wien mit teils bahnbrechenden Innovationen der Branche.

„Rohstoffe sind die Basis jeder erfolgreichen Wirtschaft. Ohne die entsprechenden Rohstoffe gibt es keine Energiewende, keine schnellen Breitbandnetze, keine Elektromobilität und keine Industrie 4.0“, so Franz Friesenbichler. Der Präsident von EUMICON und Obmann des Fachverbandes Bergbau-Stahl in der Wirtschaftskammer Österreich sieht die Mineral-Rohstoffindustrie hier in einer Schlüsselrolle. Die Themen der Enquete reichen von der Prozessanalyse und Prozessoptimierung als Voraussetzung für die Digitalisierung bis zu Technologien der Automation und der Robotik. Dabei steht die Betrachtung der Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette vom Bergbau bis zum fertigen Industrieprodukt im Vordergrund. „Durch die Digitalisierung ändern sich auch die Anforderungen an die Arbeitnehmer, die angepasste Ausbildungskonzepte und Qualifizierungsmaßnahmen erfordern“, stellt Friesenbichler die Bedeutung der Fachkräfteausbildung in den Mittelpunkt. Die Investition in die Ausbildung sichert ein gutes Arbeitskräfteangebot sowie hochwertige und spannende Arbeitsplätze gleichermaßen. Der steigende Bedarf an Rohstoffen und an qualifizierten Mitarbeitern sichert die Zukunft der Branche.

Verlässliche Rahmenbedingungen statt Belastungen

„Die Digitalisierung der Industrie braucht verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen. Von zentraler Bedeutung ist es, Überregulierung zu vermeiden und die Kosten des Standorts nicht weiter zu erhöhen“, stellt Roman Stiftner, Generalsekretär von EUMICON und Geschäftsführer der Fachverbände Bergbau-Stahl und Nichteisenmetallindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich klar. Er sieht die Branche durch Innovationen, leichte gesamtwirtschaftliche Erholung und durch die Stabilisierung der Rohstoffpreise gut aufgestellt. „Das Wachstum von 1.8% im Jahr 2016 darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass unter anderem die Stahlimporte in die EU seit 2012 kontinuierlich gestiegen sind und die europäische Rohstoffindustrie keine weiteren Belastungen verträgt“, sensibilisiert Stiftner für die aktuell anstehenden handels- und umweltpolitischen Entscheidungen. Insbesondere bei den Energiekosten und -abgaben steht Europa bereits weltweit an der Spitze.

Chancen des digitalen Wandels für Rohstoffeffizienz und Klimaschutz nützen

Wilfried Eichlseder, Rektor der Montanuniversität Leoben erläutert den Wandel, den die Mineralrohstoffbrache selbst erfährt: „Digitalisierung im Bergbau und Rohstoffwesen hebt durch riesige Datensammlungen viele Potentiale für die Optimierung betrieblicher Abläufe, der Rohstoffeffizienz und erhöht die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Anlagen und Bergbaubetrieben.“ Durch smarte Prozesse können Energie und Rohstoffe eingespart werden und tragen so zum Klimaschutz bei. Ein besonderes Highlight der Enquete ist in diesem Zusammenhang der Vortrag des Automationsexperten Eric Reiners, der für den Bergbau-Ausrüster Caterpillar den „Robotic Mining Contest“ mit der NASA koordiniert und neueste Technologien für intelligente und autonom arbeitende Abbaugeräte auch im Einsatz auf unserem Heimatplaneten entwickelt.

EUMICON fordert Investitionsschutz und fairen Handel 

„Wir müssen Unternehmen zu Investitionen in Innovation und Produktion ermutigen“, spricht Friesenbichler das verloren gegangene Vertrauen in die Planungssicherheit in Europa an. „Was wir brauchen sind also klar formulierte, langfristige Vorgaben, die kalkulierbare Grundlagen schaffen, auf die wir uns als Industrie auch langfristig verlassen können“, appelliert der EUMICON-Präsident an die politischen Verantwortungsträger. Insbesondere für neu zu errichtende Industrieanlagen, die für eine Nutzungsperiode von 20 bis 30 Jahren geplant werden, muss durch verlässliches Rahmenrecht und kalkulierbare Rahmenbedingungen für mindestens 10 bis 15 Jahre Planungssicherheit geschaffen werden, fordert Friesenbichler.

Die Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen wird in den kommenden Jahren drastisch steigen. Daher muss der Versorgungssicherheit durch fairen Handel unter international gleichen Rahmenbedingungen politisch höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Modernisierung handelspolitischer Schutzinstrumente ist dafür ein wesentlicher Meilenstein zur Sicherung der Versorgung mit mineralischen Rohstoffen. „Ohne mineralische Rohstoffe bleiben Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Wirtschaft nur Schlagwörter“, so Stiftner abschließend. 

Über EUMICON

Die European Mineral Resources Confederation EUMICON versteht sich als Plattform der internationalen Rohstoffbranche im Schnittpunkt zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Der Verband wurde als Wissens-und Informationsplattform der Mineralrohstoffwirtschaft ins Leben gerufen. Im Fokus stehen dabei die Gewinnung, Aufbereitung und das Recycling mineralischer Rohstoffe. Neben fundierter Meinungs- und Bewusstseinsbildung - beispielsweise durch Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen - werden konkrete Lösungsansätze erarbeitet und der Austausch von Wissen forciert. (PWK212/us)

von

Das könnte Sie auch interessieren

  • Handel
Newsportal WKÖ-Krejcik: „Österreichische Mehrwertsteuer muss zuverlässig und überprüfbar auch hier gezahlt werden“

WKÖ-Krejcik: „Österreichische Mehrwertsteuer muss zuverlässig und überprüfbar auch hier gezahlt werden“

Elektrohandels-Branchensprecher: „Bei der Mehrwertsteuer kann es für ausländische Firmen und Konzerne keine Ausnahmen geben“ – „Handel fordert Chancengleichheit“ mehr

  • Industrie
Newsportal Konjunkturerhebung FV Steine-Keramik 2016: Abhängigkeit von Großprojekten spaltet Baustoffbranche in Österreich 

Konjunkturerhebung FV Steine-Keramik 2016: Abhängigkeit von Großprojekten spaltet Baustoffbranche in Österreich 

Wohnbauboom in Städten, Investitionsflaute am Land - FV für praxisnähere Arbeitszeiten und mehr Realitätssinn bei Umweltbestimmungen mehr

  • Industrie
Newsportal Internationaler Holztag: Holzbranche als wesentlicher Wirtschaftszweig 

Internationaler Holztag: Holzbranche als wesentlicher Wirtschaftszweig 

Leichtes Plus auf Schnittholzmärkten im ersten Halbjahr 2017 – auch Sägeindustrie und Holzhandel mit positiven Erwartungen mehr