th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Dienstverhinderung bei Hochwasser: Das müssen Sie wissen

Müssen Betriebe ihren Mitarbeitern bei Hochwassersituationen Entgeltfortzahlungen leisten? Die Antwort auf diese und andere Fragen finden Sie hier.

Hochwasser
© WKNOE Aumueller

Nach den heftigen Schneefällen und Starkregen in Teilen Österreichs sind die Einsatzkräfte von Rettung und Feuerwehr im Dauereinsatz für die österreichische Bevölkerung. Zum Teil sind ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten, Arbeitnehmer können nicht zu ihren Arbeitsorten gelangen. Die arbeitsrechtlichen Regelungen sind dabei wie folgt:

Ist ein Arbeitnehmer durch eine Naturkatastrophe z.B. Hochwasser oder Murenabgänge am rechtzeitigen Arbeitsantritt gehindert, so ist zunächst zu prüfen, ob dieses Ereignis die Allgemeinheit trifft und daher in die neutrale Sphäre fällt. Dann hat der Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

 Dies ist der Fall, wenn

  • eine große Zahl von Arbeitnehmern
  • von einem umfassenden (also nicht lokal begrenzten) Ereignis

 betroffen ist.

Bei einer solchen "elementaren" Umweltkatastrophe entfällt grundsätzlich die Entgeltfortzahlungspflicht des Arbeitgebers. Kollektivverträge können abweichende Regelungen enthalten.

Beispiel:

Betrifft ein Elementarereignis alle oder die überwiegenden Teile eines Bundeslandes, so sind die dadurch bedingten Dienstverhinderungen in der Regel der neutralen Sphäre zugehörig. Der Arbeitnehmer erhält für die durch das Elementarereignis ausgefallene Arbeitszeit kein Entgelt.

Ist nicht die Allgemeinheit, sondern nur eine beschränkte Anzahl von Arbeitnehmern durch ein Ereignis höherer Gewalt betroffen, fällt dieses Ereignis in die Sphäre des Arbeitnehmers. In einem solchen Fall ist für die Entgeltfortzahlungspflicht des Arbeitgebers maßgeblich, ob wichtige persönliche Gründe ein Fernbleiben des Arbeitnehmers vom Arbeitsplatz rechtfertigen. Das kann u.a. auch bei unvorhersehbaren Murenabgängen oder starkem Schneefall der Fall sein. 

Die ausführlichen Informationen des Kompetenzzentrums Arbeitsrecht und Sozialrecht finden Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Innungsmeister Peter Engelbrechtsmüller

Kulturerbe Rauchfangkehren

UNESCO zeichnet Handwerk der Rauchfangkehrer als immaterielles Kulturerbe aus  mehr

Austrian Blockchain Award

Neuer Preis: Austrian Blockchain Award für herausragende Projekte aus Österreich

Einreichungen ab sofort auf www.blockchainaward.at möglich - Austrian Blockchain Center und Wirtschaftskammer Österreich holen Technologie-Pioniere vor den Vorhang mehr