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Die Filmwirtschaft bedauert Entscheidung des EU-Parlaments zum Urheberrechtspaket 

Stärker auf kulturelle und ökonomische Konsequenzen für den europäischen Binnenmarkt hinweisen

Die Filmwirtschaft bedauert Entscheidung des EU-Parlaments zum Urheberrechtspaket
© wkö

„Durch massives Lobbying großer Internetkonzerne und inszenierte Panikmache haben sich leider viele EU-Parlamentarier zum Handlanger der Onlinegiganten gemacht“, so kommentiert Werner Müller, Geschäftsführer des Fachverbandes der Film- und Musikwirtschaft das gestrige Ergebnis des Europäischen Parlaments, mit welchem erstmals ein Mandat des rechtspolitischen Ausschusses (JURI) hinsichtlich der vielzitierten Value gap-Bestimmung im Urheberrechtspaket abgelehnt wurde. Nicht einmal der emotionale Aufruf aller Künstler- und Filmschaffendenverbände Europas und zahlreiche Einzelstatements betroffener KünstlerInnen (z.B. Paul McCartney) haben dazu geführt, dass dem berechtigten Wunsch der Kulturwirtschaft nach einer gerechten und fairen Bezahlung ihrer Leistung auf Online Sharing Plattformen wie Youtube Gehör geschenkt wurde. 

Damit ist der Weg für weitere Verhandlungen zwar grundsätzlich offen, jedoch wird es zunehmend schwierig, die Bedeutung des Kreativsektors für die Onlinewirtschaft noch deutlicher zu machen. „Große Online-Plattformen leben und profitieren von unseren Inhalten - von Film und Musik - in unerhörten Maße und sind im Interesse ihrer eigenen Profite nicht bereit, für ein faires Internet zu sorgen.“, so Danny Krausz, Obmann des Fachverbandes der Film- und Musikwirtschaft.

Diese Diskussion sei weiterzuführen. Es gehe nicht an, dass große User uploaded content-Plattformen wie Youtube für die Vervielfältigung und Zugänglichmachung unserer Werke jede urheberrechtliche Verantwortung von sich weisen. Onlineplattformen dominieren den Markt für kreative Werke und nutzen jegliches rechtliches Schlupfloch aus um die Urheber der Werke entweder gar nicht oder deutlich unter Wert zu vergüten. Dieser Wertetransfer bedroht langfristig die Existenz der Kulturwirtschaft in der EU. „Wir müssen noch stärker auf die kulturellen und ökonomischen Konsequenzen und für den europäischen Binnenmarkt hinweisen,“ so Müller abschließend. (PWK508/us)

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