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Die EU-Zahlen bestätigen: Arbeitszeit durch Flexibilisierung nicht verlängert 

Tatsächlich geleistete Arbeit in Österreich mit 39,5 Stunden nahe dem EU-Schnitt –auch Eurostat-Daten zur Teilzeit laut WKÖ-Experten Gleißner erfreulich

Arbeitszeit
© WKÖ

Die tatsächlich geleistete Arbeit von Vollzeitbeschäftigten lag 2018 bei 39,5 Stunden, 2017 bei 39,4 Stunden. Das ist deutlich weniger als noch vor einigen Jahren: 2013 betrug die tatsächlich geleistete Arbeitszeit 40 Stunden, im Jahr 2008 sogar 41 Stunden. „Das zeigt, dass die Novelle des Arbeitszeitgesetzes die Arbeitszeit in der Praxis nicht verlängert hat. Sie hat, wie es das Ziel der Novelle war, die Arbeitszeit nur flexibler gemacht“, kommentiert Rolf Gleißner, stellvertretender Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuellen Eurostat-Daten.

Österreich liegt damit nahe dem EU-Schnitt von 39,3 Stunden. Die tatsächlich geleistete Arbeit gibt die Jahresarbeitszeit wieder, weil sie auch Ansprüche auf Urlaub, Feiertage und Entgeltfortzahlung berücksichtigt. Österreich liegt bei Freistellungsansprüchen deutlich über dem EU-Schnitt. Der von der Arbeiterkammer gern zitierte Wert für die normalerweise geleistete Arbeit berücksichtigt diese Freistellungsansprüche nicht und ist daher höher. 

Teilzeit meistens freiwillig

„Erfreulich ist auch, dass in Österreich laut den Daten von Eurostat nur 10,5 Prozent der Teilzeitarbeit unfreiwillig erfolgt. Das ist ein Rekordtief, in der EU liegt der Anteil der unfreiwillig geleisteten Teilzeit bei 24,8 Prozent“, so Gleißner. „Vor diesem Hintergrund besteht kein Grund für überzogene Forderungen und Eingriffe“, betont daher der Experte. (PWK246/DFS)

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