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Das neue Arbeitszeitgesetz bringt Vorteile für Unternehmen, Mitarbeiter und Standort

Panikmache unbegründet - Rechtssicherheit für bestehende Praxis

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© WKÖ

„Das neue Arbeitszeitgesetz bringt mehr Spielräume für Unternehmen und Mitarbeiter und stärkt damit den Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort Österreich. Sehr rasch wird man sehen, dass die Panikmache rund um flexiblere Arbeitszeiten unbegründet war“, kommentiert Martin Gleitsmann, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, Aktionismus und Ängste-Schüren durch Arbeitnehmervertreter. 

Rechtssicherheit anstelle von Graubereichen

Denn in den meisten Fällen wird sich die betriebliche Praxis nicht ändern, so Gleitsmann, sie wird aber in einem rechtssicheren Raum und nicht mehr im Graubereich stattfinden. Denn schon bisher hat man die Hochzeitsgäste nicht nach 10 Stunden Tagesarbeitszeit nachhause geschickt und die dringende Reparatur nicht nach 10 Stunden abgebrochen. Die bisherigen Anfragen in der Wirtschaftskammer zeigen, dass Unternehmen erleichtert sind, nun rechtssicher Auftragsspitzen abdecken zu können – sie beabsichtigen nicht, grundsätzlich länger zu beschäftigen.

Im Übrigen stärkt das Gesetz die Rechtsstellung der Arbeitnehmer: Sie haben das Recht, ohne Angabe von Gründen Überstunden über 10 Stunden pro Tag bzw. 50 Stunden pro Woche abzulehnen. Sie dürfen aus dem Grund nicht benachteiligt und nicht gekündigt werden. Die selben Rechte haben sie, wenn bei vorübergehendem besonderem Arbeitsbedarf ein Einsatz am Wochenende oder Feiertag vereinbart wird. Auf diese Möglichkeiten an Wochenenden und Feiertagen hatten sich schon die Sozialpartner 2017 im Grunde geeinigt.

Überstundenzuschlag ist gesetzlich garantiert

Zudem können die Arbeitnehmer stets wählen, ob solche Überstunden in Geld oder durch Zeitausgleich vergütet werden. Dadurch werden größere Freizeitblöcke entstehen. Schließlich ändert sich an der Vergütung nichts. In Österreich ist – im Gegensatz zu Deutschland und anderen Ländern – der Überstundenzuschlag von 50% gesetzlich garantiert.

Das Bild der Straßenwalze passt – so Gleitsmann – in keiner Weise zum Arbeitszeitgesetz, aber sehr wohl zu einem anderen Thema: „Im Herbst 2017 ist die Wirtschaft bei Sozialpartner-Kernthemen, nämlich in der Entgeltfortzahlung im Krankenstand und bei Regeln zur Beendigung von Dienstverhältnissen tatsächlich „überfahren“ worden. Sie wurde so wie andere parlamentarische Parteien nicht einmal angehört und es hat auf Wunsch von SPÖ und Gewerkschaft auch keine Begutachtung gegeben. Hingegen sind dem Arbeitszeitgesetz intensive Verhandlungen der Sozialpartner vorausgegangen, bei denen die Einigung nicht an der Wirtschaftskammer scheiterte, sondern an parteipolitischen Überlegungen in Arbeitnehmerkreisen.“ (PWK576/RH)

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