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Crowdworking: WKÖ gibt Entwarnung 

Gleitsmann: Soziale Absicherung ist in Österreich ohnehin bereits gegeben

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Entwarnung gibt die WKÖ in Bezug auf die heute von AK und ÖGB vorgelegten Forderungen zu Crowdworking. Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der WKÖ, stellt klar: „Als Sozialpartner teilen wir selbstverständlich den Standpunkt, dass die Beschäftigung von Crowdworking ausschließlich in legalem Rahmen erfolgen muss. Doch dringenden Handlungsbedarf sehen wir in Österreich nicht. Zum einen, weil es sich um eine offensichtlich kleine Beschäftigtengruppe handelt, die, zum anderen, in Österreich über eine umfassende soziale Absicherung verfügt.“

Sehr spezifische, kleine Gruppe 

Crowdworking ist kein Massenphänomen, sondern eine sehr spezifische Erwerbsform für vereinzelte (meist junge) Menschen in ihren ersten Berufsjahren. Häufig wird als Nebenbeschäftigung neben einem regulären Dienstverhältnis oder parallel zu einer (akademischen) Ausbildung für Crowds bzw. Plattformen gearbeitet.

Während die Zahl der Crowdworker für Deutschland auf rund eine Million geschätzt wird, gibt es für Österreich keine Schätzungen. Laut einer AK-Umfrage in einer spezifischen Personengruppe von rund 2.000 Personen gaben 18 Prozent an, Crowdworker (gewesen) zu sein. Anhaltspunkte für einen massiven Bedeutungszuwachs gibt es nicht. Nur für 2 Prozent der befragten Crowdworker stellt dies die einzige Einkommensquelle dar. Für 11 Prozent macht es mehr als die Hälfte des Einkommens aus. 

Viele Bereiche für Fremdvergabe gar nicht geeignet

„Auch ein sprunghafter Anstieg des Crowdworking ist nicht wahrscheinlich“, betont Gleitsmann und verweist auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln: Demnach nutzen selbst Unternehmen in der Informationswirtschaft, von denen anzunehmen ist, dass sie hier eine Vorreiterrolle einnehmen, Crowdworking kaum: Nur 4,2 Prozent nutzen derartige Plattformen oder denken daran, sie künftig zu nutzen. 80 Prozent der befragten Unternehmen in der Informationswirtschaft geben an, dass sich die Arbeitsinhalte für eine Fremdvergabe schlicht nicht eignen. Nicht die technischen Möglichkeiten entscheiden, sondern andere Gründe.

Soziale Absicherung ist bereits gegeben

„Im Gegensatz zu anderen Ländern, auch Deutschland, sind Crowdworker in Österreich jedenfalls sozial abgesichert, und zwar sowohl als Selbständige, als auch als Unselbständige“, stellt Gleitsmann klar. Selbständige sind voll in der Sozialversicherung erfasst (was etwa in Deutschland nicht der Fall ist). 90% haben Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sie die Selbständigkeit aufgeben. 

Auch jene, die keinen Gewerbeschein benötigen, um eine selbständige Tätigkeit über Werkverträge auszuführen, sind als neue Selbständige in die Sozialversicherung bei der SVA einbezogen. „Neue Regelungen für Crowdworker - egal, ob selbständig oder unselbständig tätig - wie weitere soziale Absicherungsvorgaben oder eine Ausweitung des Arbeitnehmerbegriffes - sind also gar nicht notwendig“, betont der WKÖ-Experte. „Wir haben in Österreich sehr gute Rahmenbedingungen der sozialen Absicherung. Jede weitere zusätzliche Regelung birgt die Gefahr der Verbürokratisierung, die es zu vermeiden gilt“, so Gleitsmann. (PWK683/PM)

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