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Corona-Krise verändert Konsumverhalten

Repräsentative Umfrage: Konsumenten planen Einkäufe nur zum Teil nachzuholen - Ebenfalls abgefragt: Wofür die Menschen nach der Corona-Krise ihr Geld ausgeben wollen

Geld
© WKÖ

Da nur bestimmte Geschäfte geöffnet sein dürfen, gibt die Mehrheit der Menschen in Österreich (57 Prozent) aktuell weniger Geld im Handel aus. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Befragung (n=1000), die von 2. bis 5. April 2020 durchgeführt wurde. Die Auswertung für den Wirtschaftsbereich Handel erfolgte durch Gallup im Auftrag der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Die Corona-Krise verändert das Konsumverhalten”, fasst Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel, die Erhebungsergebnisse zusammen.

Was geschieht mit dem Geld, das während Corona weniger ausgegeben wird? 

Die Antworten auf die Frage, was mit dem Geld, das während der Corona-Krise nicht ausgegeben wurde bzw. nach der Aufhebung der Einschränkungen für den Handel machen wird, ergeben folgendes Bild: Mehr als drei Viertel der Befragten wollen ihr Geld nach Ende der Corona-Krise zwar teilweise ausgeben, aber zu einem Gutteil auch anlegen. Weitere 11 Prozent wollen es zur Gänze aufs Sparbuch überweisen bzw. in Finanzprodukten anlegen. 

Jene Befragten, die ihr Geld nicht sparen oder anlegen und für später Ausgabebereitschaft signalisieren, artikulieren folgende Präferenzen: 46 Prozent wollen das im Bereich Reisen/Urlaub tun, 44 Prozent beabsichtigen Ausgaben im Bereich Gastronomie, also in Restaurants, Kaffeehäusern, Bars etc.

42 Prozent planen für die Zeit danach die Anschaffung von Kleidung und Schuhen, 40 Prozent den Einkauf von Lebensmitteln, 34 Prozent den Kauf von Pflanzen und Gartenartikeln. Dann folgen Baumarkt-/Heimwerkerartikel (25 Prozent), Kosmetika und Hygieneartikel (20 Prozent), Bücher (17 Prozent) sowie Möbel und Einrichtungsgegenstände (15 Prozent). Auf den Plätzen, aber noch mit einer Kaufabsicht im zweistelligen Prozentbereich, folgen die Anschaffung von Auto oder Motorrad (13 Prozent), Sportartikeln (12) sowie Computer und Computerzubehör (11 Prozent).  

”Es ist wichtig für uns alle, dass möglichst jeder Euro, der ausgegeben wird, im Land bleibt.”
Handelsobmann Peter Buchmüller

Handelsobmann Peter Buchmüller verweist darauf, „dass der Handel in Österreich - im Teamwork von Arbeitgebern und Beschäftigten - bisher Großartiges geleistet hat. Aber: Auch wenn am kommenden Dienstag viele Läden wieder aufsperren dürfen, bedeutet das nicht, dass der Handel schon über den Berg wäre. Uns stehen jedenfalls noch schwere Zeiten bevor”, fasst Buchmüller die Untersuchungsergebnisse zusammen und appelliert einmal mehr an Herrn und Frau Österreicher: ”Es ist wichtig für uns alle, dass möglichst jeder Euro, der ausgegeben wird, im Land bleibt.” (PWK154/JHR)

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