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Chemische Industrie: Fachverbandsobmann Hubert Culik einstimmig wiedergewählt

Große Herausforderungen durch Pandemie und Reduktionsziel für Emissionen. Doch Branche steht für Lösungskompetenz.

Hubert Culik, Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie
© Sarah Maria Koelbl Hubert Culik Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie

In der konstituierenden Sitzung des Fachverbandsausschusses der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) erfolgte heute die Wahl des Präsidiums. Hubert Culik, der bereits seit 2015 an der Spitze des Fachverbands steht, wurde in seiner Funktion als Obmann einstimmig bestätigt. Ebenso bestätigt wurde der ihm seit 2015 als Obmann-Stellvertreter zur Seite stehende Helmut Schwarzl von Geberit. Ulrich Wieltsch von Patheon komplettiert das Führungsteam in den kommenden Jahren. 

"Ich freue mich über das Vertrauen, das mir der Ausschuss und die Mitglieder entgegengebracht haben. Gemeinsam mit meinen Stellvertretern und dem Team des FCIO werde ich mich für die Interessen der rund 250 Mitgliedsbetriebe des Fachverbands tatkräftig einsetzen", verspricht Culik. 

Die Branche ist der drittgrößte Industriesektor des Landes und erwirtschaftete 2020 mit etwa 47.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 15 Mrd. Euro. 

Insbesondere die Lösungskompetenz der chemischen Industrie für zahlreiche aktuelle Herausforderungen will Culik weiter hervorstreichen. "Medikamente, Gummihandschuhe, Desinfektionsmittel, Vliese für Masken, hygienische Verpackungen und natürlich die heißersehnte Impfung haben zur Bekämpfung der Pandemie beigetragen. Einen ebenso großen Beitrag kann die Branche zur Eindämmung des Klimawandels beitragen. Dafür werden wir ihr den Rücken stärken und dafür sorgen, dass ihre Lösungskompetenz nicht durch übermäßige Regulierungen gebremst wird. Das im Green Deal verankerte Reduktionsziel für Emissionen, aber auch die Chemikalienstrategie, Arzneimittelstrategie und die Anforderungen an die Kreislaufwirtschaft stellen unsere Branche in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt." 

Dazu braucht es für Culik ein standortfreundliches Konjunkturpaket mit zukunftsträchtigen Schwerpunkten für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung nach der Pandemie, wettbewerbsfähige Bedingungen für die stark exportorientierte Branche, Unterstützung der Forschung und Investitionen und die Förderung naturwissenschaftlicher Bildung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 

Auch die Lackindustrie hat gewählt 

Zu den Mitgliedern des Fachverbands zählen neben Unternehmen aus der Kunststoff- und Pharmaindustrie unter anderem auch die Lackindustrie, deren Berufsgruppe ebenfalls heute ihre konstituierende Sitzung hatte. Auch hier konnte sich Culik über eine Wiederwahl freuen. Mit Andrea Berghofer von der ADLER-Werk Lackfabrik, Ernst Gruber von Axalta Coating Systems und Paul Lassacher von Synthesa Chemie ist das Präsidium der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie mit namhaften Unternehmen aus der Branche besetzt. 

Zur Person Hubert Culik

Hubert Culik ist seit 2015 Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO). Seine berufliche Laufbahn begann er 1965 als Chemie- und Lacklaborant bei Rembrandtin Lack in Wien und übernahm dort 2005 die Geschäftsführung. Im Jahr 2013 trat er in den Vorstand der Helios Group Slovenia ein, die 2017 von der japanischen Kansai Paint übernommen wurde. Heute ist er Executive Officer bei Kansai Helios Coating und Geschäftsführer der Rembrandtin Coatings. Culik ist zudem u. a. Präsident des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik und Obmann der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie im FCIO.

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