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Seit Ausbruch von Covid-19 haben alle europäischen Länder fiskalische Maßnahmen ergriffen, um die negativen Auswirkungen der Krise auf die Wirtschaft zu begrenzen. Die 25 Länder, die im Europäischen Fiskalmonitor (EFM) behandelt werden, haben etwa 1 Billion Euro für diskretionäre fiskalische Stimuli (wie z.B. Budgetausgaben und Steuersenkungen) zugesagt und fast 2 Billionen Euro für Liquiditätsmaßnahmen (wie Garantien für Darlehen) bereitgestellt. 

Österreich leistet anders als im EU-Durchschnitt weit mehr (budgetwirksame) diskretionäre fiskalische Maßnahmen (11,5% des BIP) und weniger Liquiditätsmaßnahmen (3,1% des BIP). Konjunkturstützenden Maßnahmen sind sinnvoll, sollten aber auf die Dauer der Krise befristet sein. Die Regierungen sollten sich dazu verpflichten, die Maßnahmen abzubauen und einzustellen, sobald ein tragfähiger Aufschwung eingesetzt hat. Damit soll die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen sichergestellt werden. 


Digitalisierungsschub durch Corona-Pandemie

In den ersten Monaten der Corona-Krise (Februar bis April 2020) ist die Anzahl der Downloads von Zoom für die Verwendung von Onlinemeetings im Home-Office um über 1400% auf fast 36 Millionen gestiegen. Ab Mai sind die Downloads zwar wieder gesunken, liegen derzeit mit 13,7 Mil. aber immer noch weit über dem Vorkrisen-Niveau. 

Infolge der Pandemie hat die Digitalisierung der Volkswirtschaften einen zusätzlichen und dauerhaften Schub erlebt. Unternehmen und Arbeitnehmer mussten sich in kürzester Zeit auf neue Arbeitsweisen und -prozesse einstellen. In Zeiten von Corona wurde Home-Office, Onlinemeetings, Online-Absatzkanäle oder Schulunterricht über das Internet notgedrungen zur neuen Normalität.

Insgesamt bringt die Krise Chancen für Innovation in Unternehmen und für die Reorganisation von Wertschöpfungsketten. Dafür sind aber auch veränderte Rahmenbedingungen notwendig. Denn mit den von der Corona-Pandemie ausgelösten Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft werden auch mittel- bis langfristig Strukturänderungen einhergehen. Unser Leben wird sich anders gestalten, Gesellschaft und Wirtschaft werden nach der Bewältigung dieser Krise nicht mehr dieselben sein wie zuvor.



Digitalranking

Im IMD Digital Competitiveness Ranking 2020 liegt Österreich auf dem 17. Platz und hat sich damit gegenüber 2015 um 9 Plätze verbessert. Stark verbessert haben sich China und Korea, während sich Deutschland verschlechtert hat. 



In einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage mit Schwerpunkt KMU geben rund 60 % der österreichischen KMU an, dass regulatorische Hürden das größte Problem darstellen. Überbordende Bürokratie und ausufernde Regulierung sind heute nach wie vor ein wesentliches Problem und eine große Herausforderung für die heimischen Betriebe, die kumulierend zur Krisenbewältigung hinzukommt. Jeder Euro der weniger für überbordende Bürokratie ausgegeben wird, erhöht das BIP um 1,62 Euro. Weniger Bürokratie und dadurch weniger Regulierungskosten entlasten Betriebe und ermöglichen es ihnen, Mittel für Innovation, Expansion und neue Arbeitsplätze einzusetzen.

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