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Chart of the Week

Aktuelle Daten und Fakten interaktiv visualisiert

Grafik WHP Chart of the Week
© AdobeStock/WKÖ

KW 20: Auf dem Weg in die Stagflation?

Noch Ende letzten Jahres erwarteten die meisten Experten für 2022 sehr hohe BIP-Wachstumsraten und ein Abflauen der angebotsbedingten Inflation. Allerdings hat der Ukraine-Krieg nun weltweit zu einer deutlichen Revision der Wachstums- und Inflationsprognosen für das heurige Jahr und darüber hinaus geführt, so auch für Österreich.

Stagflation
© Quelle: WIFO

In seiner mittelfristigen Prognose von Oktober 2021 prognostizierte das WIFO für das Jahr 2022 noch ein reales BIP-Wachstum von 4,8 %. In der aktuellen Mai-Prognose ist dieser Wert auf 3,9 % nach unten revidiert worden. Gleichzeitig ist die prognostizierte jährliche Inflationsrate von 3 % auf 5,8 % erhöht worden. Während die Omikron-Welle zuletzt sowohl Wachstum als auch Inflation bremste, stellt der Ukraine-Krieg einen starken stagflationären Schock dar. Problematisch ist Stagflation vor allem, weil geldpolitische Instrumente dagegen kaum greifen. Eine Zinserhöhung mag zwar den Inflationsdruck senken, bremst aber gleichzeitig auch das Wachstum weiter. Auf der anderen Seite droht das Weiterführen der lockeren Geldpolitik die Preise noch höher zu treiben, bremst die Wirtschaft jedoch nicht zusätzlich. 

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KW 19: Material- und Personalknappheit auf Höchststand

Seit dem Frühjahr 2021 werden sowohl Materialien als auch Arbeitskräfte immer knapper in der Industrie. Mittlerweile sind fast die Hälfte der Industriebetriebe in Österreich von Materialengpässen betroffen. Jedes fünfte heimische Industrieunternehmen leidet außerdem unter einem Mangel an Arbeitskräften. Das sind Rekordwerte. Seit Erhebungsbeginn im Jahr 1996 gab es bei der quartalsmäßigen Befragung der Europäischen Kommission noch nie einen so hohen Anteil an Unternehmen, deren Produktion durch knappes Material bzw. einem Arbeitskräftemangel gehemmt war. Die Lockdowns in China sowie der Ukraine-Krieg haben die bereits angespannte Lage bei der Verfügbarkeit und Lieferzeit von Rohstoffen und Vorprodukten weiter verschärft. Gleichzeitig gibt es eine Knappheit an geeigneten Arbeitskräften, die sich auch an einer hohen Anzahl an offenen Stellen am österreichischen Arbeitsmarkt zeigt.


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KW 16: 2010er-Jahre als verlorene Dekade

Zu wenig Investitionen, zu wenig privater Konsum: Diese Tendenzen haben die 2010er-Jahre in vielen EU-Ländern geprägt. Das zeigte sich in einem schwachen Wirtschafts- und Produktivitätswachstum, auch in Österreich. Die Weltwirtschaftskrise (2007/08) und die Eurokrise (2010 bis 2014) haben viele Euroländer in eine tiefe Rezession gestürzt, von der sich einige Volkswirtschaften bis heute nicht erholt haben. Beispielsweise liegt das reale BIP in Griechenland – zusammen mit dem Einbruch durch Covid-19 – heute 22 % unter dem Niveau von 2007. Österreich liegt mit seinem realen Wirtschaftswachstum im europäischen Mittelfeld, konnte also nicht mit den Top-Performern mithalten. Doch selbst die Spitzenreiter sind im historischen Vergleich langsam gewachsen. Wäre Österreich mit seiner historischen Wachstumsrate von 2 % (real) gewachsen, wäre das BIP heute um 32 % höher als im Jahr 2007.

Diagramm zu realem BIP-Wachstum 2007 bis 2021
©

Die Zwanzigerjahre dürfen keine Wiederholung der letzten 14 Jahre werden. Das Jahr 2020 hat bewiesen, dass eine angemessene makroökonomische Krisenreaktion eine wirtschaftliche Katastrophe verhindern kann. Diese Erfahrungen werden dabei helfen, auf die Klimakrise, den Ukrainekrieg und den anstehenden Bevölkerungsrückgang angemessen zu reagieren.

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KW 15: Liquiditätsbedarf steigt durch Lieferkettenengpässe

Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten dürfte auch im zweiten Quartal 2022 weiterwachsen. Dies geht aus der vierteljährlichen Umfrage der OeNB über das Kreditgeschäft hervor, die in der ersten Märzhälfte 2022 durchgeführt wurde. Die erwartete Nachfrage nach Unternehmenskrediten in den nächsten drei Monaten weist eine steigende Tendenz auf. Dies liegt hauptsächlich an einem Anstieg des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs, etwa zur Finanzierung der Lagerhaltung und Betriebsmittel. Der Ukraine-Krieg verstärkt diesen Trend, da die verschärften Lieferkettenprobleme zu einer erhöhten Lagerhaltung führen. Der Krieg in der Ukraine dämpft hingegen die Nachfrage nach langfristigen Krediten, da manche Investitionsprojekte aufgrund der gestiegenen Unsicherheit verschoben werden.


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Die Lieferkettenengpässe führen zu einer verstärkten Lagerhaltung und erhöhen damit den kurzfristigen Liquiditätsbedarf der Unternehmen. Positiv ist, dass die Verfügbarkeit von Krediten aus der Sicht der Banken in ausreichendem Umfang für kreditwürdige Unternehmen gegeben ist.

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KW 14: Rasche Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen notwendig

Mit Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts setzte eine starke Fluchtbewegung ein. Laut UNHCR waren per 11. April 2022 bereits 4,6 Mio. Flüchtlinge aus der Ukraine in den Nachbarländern registriert, rund 51.000 davon in Österreich (Stand: 7. April 2022). Ihnen steht der Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt offen.

UkrainerInnen weisen einen hohen Bildungsgrad auf: 57,1 % der 30- bis 34-Jährigen haben einen tertiären Bildungsabschluss (AT: 41,6 %). Damit erreicht die Ukraine in dieser Altersgruppe das fünfthöchste Bildungsniveau innerhalb Europas. Eine rasche Arbeitsmarktintegration würde die Möglichkeit bieten, Fachkräfte zu bedienen. Für eine realistische Einschätzung des Fachkräftepotenzials muss jedoch beachtet werden, dass aktuell zu einem Drittel Menschen im Pensionsalter und zu zwei Drittel Frauen mit Kindern nach Österreich kommen.

Diagramm zum tertiären Bildungsabschluss
©

Der Schulterschluss der österreichischen Sozialpartner ist ein wichtiger Schritt mit dem Ziel, ukrainische Flüchtlinge umfassend zu unterstützen und ihnen vor allem einen raschen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Organisatorische und rechtliche Probleme müssen so schnell wie möglich im Sinne einer raschen und guten Arbeitsmarktintegration gelöst werden.

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KW 13: Ukraine-Krieg dämpft Wirtschaftswachstum

Vor Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts wurde erwartet, dass sich die weltweite Erholung im Jahr 2022 fortsetzen würde. Doch der Krieg in der Ukraine hat einen neuen negativen Schock für die Weltwirtschaft ausgelöst, genau zu einem Zeitpunkt, an dem die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie abzuflauen schienen.

Für Österreich haben die OeNB sowie die beiden Wirtschaftsforschungsinstitute WIFO und IHS ihre BIP-Prognosen für 2022 um 0,6 bis 1,3 Prozentpunkte nach unten revidiert (im Vergleich zur Dezember-Prognose 2021). Dementsprechend erwartet die OeNB ein BIP-Wachstum von 3,5 % (statt 4,3 %), das IHS 3,6 % (statt 4,2 %) und das WIFO 3,9 % (statt 5,2 %). Die Inflation wird von allen Instituten kräftig nach oben revidiert.

Diagramm Prognosen BIP-Wachstum AT
©

Der Ukraine-Krieg bremst die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie und belastet die österreichische Wirtschaft. Nun gilt es, die negativen Auswirkungen auf das Wachstum zu verringern und Unternehmen und Haushalte vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise zu entlasten.

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zum Archiv 1. Quartal 2022

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