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Chance Massivbau: Nachhaltige Baukonzepte stärken die Wirtschaft Kärntens 

Leistbares Wohnen, regionale Nachhaltigkeit und gesunde Wirtschaft Hand in Hand 

Bauindustrie
© wkö

Im Jahr 2017 hat Kärnten wieder das öffentliche Bauvolumen wie vor der Krise im Jahr 2008 erreicht. Dass leistbares Wohnen, regionale Nachhaltigkeit und eine gesunde Wirtschaft Hand in Hand gehen können – darüber herrschte Einigkeit zwischen Vertretern der Politik und Bauwirtschaft bei der Veranstaltung „Chance Massivbau“ vom 20. Februar 2018. 

Unter dem Motto „STARKE IMPULSGEBER – INNOVATIVE TRENDS – STARKE REGIONEN“ diskutierten vergangenen Dienstag in Pörtschach folgende Experten mit rund 40 Teilnehmen Chancen und Herausforderungen des Bauens und Wohnens:

  • LHStv.in und Wohnbaulandesrätin Dr. Gaby Schaunig
  • Mag.a Angelika Fritzl, Kärntner Landesregierung, Abteilung 2 Wohnbau
  • Ing. Bernhard Auer, Wietersdorfer Zementholding, Vorsitzender Fachvertretung Stein- und keramische Industrie Kärnten 
  • Prok. Horst Anhell, Rohrdorfer Gruppe,
  • Obmann Güteverband Transportbeton Kärnten/OsttirolArch. DI Gerhard Kopeinig, Vorsitzender der Architektenkammer Kärnten 
  • Dir. Ing. Franz Armbrust, Gemeinnützige Wohnbauvereinigung FortschrittBaumeister
  • Ing. Karl Glanznig, Landesinnung Bau Kärnten 

In seinem Impulsstatement präsentierte Horst Anhell die Erhebung der halbjährlichen Absatzmeldungen der Transportbetonindustrie. Die Zahlen bestätigen, dass die Kärntner Bauwirtschaft erfreulicherweise wieder auf einem guten Pfad sei. 2017 hat die Kärntner Bauwirtschaft wieder das öffentliche Bauvolumen-Niveau wie vor der Krise im Jahr 2008 erreicht. Da Beton als Baufundament verarbeitet wird sind die Absatzmengen von Transportbeton der beste Indikator für die Baukonjunktur.  

Massivbau sichert Arbeitsplätze und regionale Strukturen

Die Massivbauwirtschaft ist für Kärnten ein wichtiger wirtschaftlicher Impulsgeber: Zement, Ziegel, Beton und Putze sichern 4.700 Arbeitsplätze und insgesamt 9.400 Existenzen, den vor- und nachgelagerten Bereich eingerechnet. An 30 Werksstandorten werden Umsätze in der Höhe von 174 Mio. Euro erzielt und eine Wertschöpfung von rund 38 Mio. Euro erwirtschaftet. Direkt beschäftigt an den Standorten sind 680 Personen. Durch die regionale Orientierung der Massivbauproduktion und -vermarktung werden die lokalen Strukturen gestärkt.  

Das Analysezentrum STUDIA erforschte für den Fachverband der Stein- und keramischen Industrie zudem die Zusammenhänge von Massivbauwirtschaft und der Absicherung regionaler Strukturen und zeigte klar, wie eng diese verknüpft sind. Horst Anhell dazu: „Wir sind die Nahversorger im Bauwesen – wir produzieren aus der Region für die Region. Der Transportweg von der Rohstoffgewinnung bis zum Kunden beträgt nur 84 Kilometer. So kurze Wege wie die Stein- und keramische Industrie schafft bei Baustoffen sonst niemand.“ 

Kärntner Baugipfel als Vorzeigemodell 

Auch LHStv.in Dr. Gaby Schaunig betonte in ihrer Funktion als Wohnbaureferentin die gute Zusammenarbeit mit der Kärntner Bauwirtschaft. Sie präsentierte den Kärntner Baugipfel als Vorzeigemodell für Österreich, bei dem das Land Kärnten als öffentlicher Auftraggeber gemeinsam mit der Bauwirtschaft einen Motor für die Kärntner Wirtschaft darstellt.  

Schaunig sprach sich darüber hinaus gegen unfairen Wettbewerb, insbesondere unfairer Bezahlung bei Bauarbeitern aus, was durch verschärfte Baustellenkontrollen massiv bekämpft werden soll. Auch kündigte sie für die nächste Legislaturperiode eine gänzlich neue Ausarbeitung der Kärntner Bauordnung an.  

Wohnbauförderungsgesetz sichert leistbaren Wohnraum 

Angelika Fritzl stellte das neue Kärntner Wohnbauförderungsgesetz vor, mit dem hochwertiges und leistbares Wohnen für die Kärntner Bevölkerung sichergestellt werden soll. Zentrale Zielsetzungen der neuen Wohnbauförderung seien zum einen die Berücksichtigung klimarelevanter, ökologischer Gesichtspunkte. Zum anderen sollen dadurch nicht nur leistbarer Wohnraum geschaffen, sondern auch zeitgemäße Bauweisen begünstigt werden, die Siedlungen kompakt halten und regionale Strukturen stärken.  

Franz Armbrust von der gemeinnützigen Wohnbauvereinigung Fortschritt demonstrierte anhand zweier Projekte seiner Genossenschaft, wie mittels Reconstructing ressourcenschonend hochqualitativer, energieeffizienter Wohnraum geschaffen werden kann. 

Architekt Gerhard Kopeinig ging wiederum auf die neuen Herausforderungen der Digitalisierung am Bau ein. Er erörterte unter anderem welche Vorteile Building Information Modelling (BIM) im Kärntner Wohnbau mit sich bringen wird. Aufhorchen ließ er mit seinen Aussagen zum Bau von nachhaltigen Einfamilienhäusern: Man müsse bereits bei der Planung ansetzen, indem beim Thema Anpassung an den Klimawandel und Adaptierbarkeit auf 100 Jahre vorausgeplant werden müsse.  

Baumeister Karl Glanznig sieht hohes Potenzial in der Bauteilaktivierung hinsichtlich Energieeffizienz und Klimaschutz. Die größte Herausforderung für die Bauschaffenden sei aus seiner Sicht aber den Regelungsdschungel wieder überschaubar zu machen. Sein Wunsch: „Eine Fensterbank mit weniger als 10 Normen einbauen zu können!“ (PWK116/us)

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