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Cable Days 2019: 5G – ein neuer schneller Mobilfunkstandard oder mehr?

Mit 5G zu neuen Anwendungen: Der schnelle Mobilfunkstandard stand im Fokus von Vorträgen auf den Cable Days 2019

Mobil
© WKÖ

Welche Perspektiven eröffnet der neue schnelle Mobilfunkstandard 5G? Gleich mehrere Vorträge sowie eine große Podiumsdiskussion widmeten sich dieser Frage bei den Cable Days 2019, der Konferenz für Kabel-TV & Breitband, die vom Fachverband Telekom/Rundfunk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ausgerichtet wird.

Für Lars Riegel vom Beratungsunternehmen Arthur D. Little ist 5G eine disruptive Technologie. Den Unterschied zwischen Innovation und Disruption illustrierte er mit der Entwicklung weg von der Videokassette hin zur DVD (Innovation). Bei der Ablöse der DVD durch Bewegtbild-Streaming dagegen handle es sich um Disruption.

5G-Mobilfunk, der die Frequenzen 700 MHz, 3,5 GHz bis 26 GHz nutzt, ermöglicht viele neue Anwendungen: Höhere Verfügbarkeit durch die Nutzung von mehr Frequenzen, aber auch -  via Network Slicing - die Möglichkeit, unterschiedliche Frequenzbänder in einem Netz zu etablieren, die unterschiedliche Funktionen haben. Weiters die Möglichkeit, 5G-Campus-Netze zu etablieren. Dabei handelt es sich um eine exklusive Kommunikationslösung via Mobilfunk, auf die nur ein bestimmter Nutzerkreis zugreifen kann.

Viele Chancen für Netzbetreiber

Unter anderem damit bringt die kommende Mobilfunkgeneration den Operators/Netzbetreibern große Chancen – und zwar großen wie kleinen, aber auch gänzlich neuen Anbietern, die regionale Frequenzspektren erworben haben. Besondere Chancen für Mobilfunkanbieter bietet die industrielle Anwendung von 5G – Stichwort Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0.

Michael Wagenhofer, Geschäftsführer der ORF-Sendetechnik-Tochter ORS, macht folgende Handlungsfelder aus: den Plattformwettbewerb (Kabel, IP-TV - gibt es terrestrische Fernsehnutzung auch noch 2030 und darüber hinaus?). Zweitens die Spektrumsverfügbarkeit („Der Rundfunk braucht das Sub-700-MHz-Band auch weiterhin“) sowie den Technologieeinsatz („Auf welches Pferd wird gesetzt?“).

Der Mobilfunkstandard 5G bringt auch die 5G Broadcast-Technologie zur Programmverbreitung. Dabei handelt es sich um die Kombination von Mobil- und Rundfunknetz, sodass ein hybrides Kommunikationsnetz entsteht. Über dieses wird ein Sendesignal nur einmal ausgestrahlt, kann aber von beliebig vielen Nutzern auf allen möglichen Endgeräten empfangen werden.

Geschwindigkeit bei Digitalisierungs-Innovationen steigt – immer mehr Bewegtbild

Wagenhofer ist überzeugt, dass die Geschwindigkeit bei Digitalisierungs-Innovationen zunehmen wird. „Video wird die Killer-Applikation von 5G sein.“ Laut einer aktuellen Studie werden 2022 mehr als 80 Prozent des IP-Datenverkehrs auf Bewegtbildcontent entfallen, dabei soll Live-Video am stärksten wachsen, nämlich 15-fach.

Die Vertreter der drei größten Mobilfunkanbieter in Österreich - Matthias Lorenz (A1 Telekom Austria), Volker Libovsy (Magenta) und Jan Trionow (Hutchison Drei Austria) – brachen in einer Diskussionsrunde eine Lanze für Glasfaser: Es gelte, mehr davon in die Fläche zu bekommen. Die Rahmenbedingungen für 5G-Mobilfunk müssten sinnvoll gestaltet werden, sodass bessere, größere Netze entstehen können.

Klaus M. Steinmaurer, bei den Cable Days 2019 erstmals in der Funktion des Geschäftsführers des Fachbereiches Telekom der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) vertreten: Österreich liege bei der Versorgung mit Mobilfunk und beim Preis-/Leistungsverhältnis im europäischen Spitzenfeld. Durch und mit 5G-Mobilfunk werde es aber zu einer Verschiebung des Wettbewerbs kommen. „Der Wettbewerb zwingt uns, rauszugehen und das Beste zu liefern.“ 

„Mit 5G auf zu neuen Diensten“ formulierte es Bernd Stockinger, Geschäftsführer von Citycom, Tochtergesellschaft der Graz Holding. Er plädierte dafür, in Sachen 5G Partnerschaften und Allianzen einzugehen, warnte aber auch vor dem Schüren zu hoher Kundenerwartungen in Zusammenhang mit dem neuen schnellen Mobilfunk. (JHR)

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