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Bundeskongress Gewerbe und Handwerk im Zeichen neuer Akzente für die duale Ausbildung

Scheichelbauer-Schuster: Duale Ausbildung als gleichwertige Alternative zum akademischen Bildungsweg stärken

Gewerbe und Handwerk: Tischler
© WKÖ

„Praxis schafft Bildung. Wir verfügen über 130 Berufe im Handwerk und Gewerbe. Das ist die Stärke unserer Branchen und das ist unser Beitrag zu einem wettbewerbsfähigen österreichischen Wirtschaftsstandort. Diese Stärke müssen wir nutzen, in dem wir die duale Ausbildung von der Lehre bis zum Meister weiterentwickeln. Deshalb wollen wir als Handwerk und Gewerbe neue Akzente in der dualen Ausbildung setzen“, betonte heute, Freitag, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, im Rahmen des Bundeskongresses der Sparte in Baden.

EuroSkills 2020: Auf Stellenwert des Handwerks aufmerksam machen!

Eine gute Gelegenheit, die Erfolge der Sparte in der dualen Ausbildung zu demonstrieren, werde mit den EuroSkills 2020 in Graz geboten. 2018, bei den EuroSkills in Budapest, jubelte Handwerk und Gewerbe über drei der vier heimischen Goldmedaillen, fünf Mal Silber und zwei Bronzemedaillen. Auch der "Best of Nation" kam mit Klaus Lehmerhofer aus dem Handwerk. „Und natürlich wollen wir im kommenden Jahr auf den großen Stellenwert der handwerklichen Leistungen aufmerksam machen. Die Wirtschaftskammer Steiermark mit Präsident Josef Herk wird mit diesem Wettbewerb die Lehre in die europäische Auslage rücken und das Handwerk will mit seinen jungen Fachkräften erfolgreich seine Visitenkarte hinterlassen“, so Scheichelbauer-Schuster.

Berufliche Bildung auf Augenhöhe

„Qualität durch Qualifikation“ komme jedenfalls nicht von ungefähr, die Basis hierfür sind die qualifizierten Betriebe, ohne das Handwerk und Gewerbe als größter Lehrlingsausbilder in Österreich nicht seine volle Stärke entfalten könne, so Scheichelbauer: „Woran wir arbeiten müssen, ist, dass die duale Ausbildung eine gleichbedeutende berufliche Möglichkeit neben dem akademischen Bildungsweg ist. Im Kampf um die besten Jugendlichen, bietet die Lehre die besten Chancen für das Berufsleben. Und hier müssen wir eine selbstbewusste Antwort in Form einer eigenständigen Ausbildungsperspektive geben können.“

Mit der neuen #schaffenwir-Kampagne der Wirtschaftskammer Österreich rücke man auch diesen - für den Standort - so wichtigen Aspekt stärker in den Vordergrund. „Jene Betriebe die Lehrlinge ausbilden, die viel für Ihre Fachkräfte tun, bitten wir, erzählt uns eure Erfolgsgeschichte!“, so Scheichelbauer-Schuster. 

Überarbeitung aller Prüfungsordnungen

Schwerpunktthema des Kongresses war u.a der Nationale Qualifikationsrahmen, mit dem seit 2018 ein „Maßstab“ an die duale Ausbildung gelegt werden, um ihre Gleichwertigkeit mit dem akademischen Bildungsweg beurteilen und messen zu können. „Deshalb haben wir Ende 2018 beim letzten Bundeskongress der Bundessparte die Initiative „fit4NQR“ ausgerufen, um möglichst rasch die pauschale Aussage ´Der Meister ist gleichwertig mit dem Bachelor´ mit konkreten Inhalten zu füllen“, unterstrich Scheichelbauer-Schuster. Künftig verfüge man damit über ein „Transparenzinstrument“, um erstmals „Gleichwertigkeit“ unterschiedlicher Qualifikationen darstellen zu können.

Von 76 Meisterprüfungen sind bereits 51 in Überarbeitung, bei den Befähigungsprüfungen sind es 11 von 20. Konkret wurden für 24 Meisterprüfungen und 4 Befähigungsprüfungen die Qualifikationsstandards fertiggestellt, für 14 Meisterprüfungen und 5 Befähigungsprüfungen sind die Qualifikationsstandards in Bearbeitung, bei 13 Meisterprüfungen und 2 Befähigungsprüfungen befinden sich die Prüfungsordnungen in Überarbeitung, berichtete Scheichelbauer-Schuster.

Der NQR sei zudem ein wichtiges Instrument für Ausschreibungen, um das Qualifikationsniveau der Beschäftigten adäquat darzustellen und es Unternehmen – und vor allem den KMU der Sparte –  zu ermöglichen, sich am europäischen Bildungs- und Arbeitsmarkt mobil bewegen zu können. Gleichzeitig werde die vollflächige Umsetzung des NQR ein Beitrag für zielgenaue Personalentscheidungen in Unternehmer sein.

Fachkräftepotential durch Maßnahmenmix in der Lehre heben

Wie breit die Bundessparte Gewerbe und Handwerk in Bildungsfragen aufgestellt ist, zeigte sich anhand der vielfältigen Beiträge aus den Ländern: Niederösterreichs Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl referierte etwa zum Thema „Ausbildung – Manche brauchen eine zweite Chance“: „Es besteht Potential, junge Erwachsene, die noch über keine Ausbildung verfügen oder noch nie in einem Arbeitsverhältnis waren sowie ältere Menschen, die schon längere Zeit arbeitslos sind, „jobfit“ machen. Das wäre ein relevanter Beitrag zur Minderung des Fachkräftemangels“, so Zwazl. Berufsorientierung und Bewerbungstraining, die Vermittlung von bedarfsorientierten Fachinhalten, praktisches Arbeitstraining, die Integration bzw. Reintegration in den Arbeitsmarkt und Förderung der Eigenverantwortung sowie das Angebot individueller Inhalte, die auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt sind, seien hier wesentliche Punkte.

47.000 der 102.800 Lehrlinge werden in Handwerk und Gewerbe ausgebildet 

„In den Betrieben der Sparte wurden mit 31.10.2019 um 2,1 Prozent mehr Lehrlinge ausgebildet als im Vorjahr. Das ist ein gutes Zeichen für die Fachkräftesicherung in Österreich. Denn von den 102.800 Lehrlingen befinden sich 47.000 in Ausbildung in Gewerbe und Handwerk“, so die Bundesspartenobfrau. Der Personalbedarf in der Sparte sei weiterhin hoch: Die Konjunkturerhebung der KMU Forschung Austria für das 3. Quartal 2019 zeigt aktuell einen Personalbedarf von plus 2 Prozent gegenüber über dem Vorjahr. 

Zu beobachten sei, dass der Lehrstellenüberhang, also das Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden weiterhin anwachse. „Unsere Betriebe wollen die offenen Lehrplätze besetzen, finden aber aufgrund der demographischen Entwicklung und von schulischen Qualifikationslücken oft nicht die geeigneten Bewerber. Gleichzeitig entwickelt sich das Angebot an offenen Lehrplätzen und potentiellen Bewerbern zwischen West- und Ostösterreich weiter auseinander. Die Unternehmen der östlichen Bundesländer können das Angebot, junge Menschen auszubilden, nutzen, während in den westlichen Bundesländern den Unternehmen jungen Menschen fehlen“, so Scheichelbauer-Schuster.

Nähere Informationen zu #schaffenwir und wie Unternehmerinnen und Unternehmer aus Handwerk und Gewerbe ihre Geschichte erzählen können, sind hier zu finden: schaffenwir.wko.at/deineerfolgsgeschichte

(PWK575/us)

 

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