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Bundesinnung startet mit Gütesiegel für heimische Nagelstudios 

Qualität und berufliche Qualifikation in den Fokus rücken

Das freiwillige Gütezeichen macht die Qualifikation für die Kunden sichtbar
© WKÖ Das freiwillige Gütezeichen macht die Qualifikation für die Kunden sichtbar

Die heimischen Nagelstudios werden in Zukunft die Möglichkeit erhalten, sich mit einem Gütesiegel ihren Kunden bestmöglich zu präsentieren. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, ein bundeweit gültiges Gütesiegel zu entwickeln, das die fachliche Eignung der Betriebe garantiert“, betonte heute Dagmar Zeibig, Bundesinnungsmeisterin der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure: „Wir wollen Qualität und Qualifikation unserer Betriebe in den Fokus rücken. Im sensiblen Bereich der Gesundheitsdienstleistungen ist es gerade aus Kundensicht besonders wichtig, über einen Nachweis der beruflichen Qualifikation zu verfügen“. 

Gütezeichen macht Qualifikation sichtbar

Mit der Reform der Gewerbeordnung und der damit einhergehenden Freigabe der Teilgewerbe (Freigabe: „Modellieren von Fingernägeln“) wurde im Bereich der Gesundheits- und Schönheitsdienstleistungen eine für Kunden weitreichende Änderung bewirkt. Die Zahl der Betriebe hat sich seit der gewerberechtlichen Freigabe am 18.10.2017 innerhalb nur weniger Monate um ein Siebentel - oder rund 320 Betriebe – erhöht. Die Qualifikation der neuen Betriebe ist völlig unbekannt. Daher soll ein freiwilliges Gütezeichen eine bestehende Qualifikation für den Kunden sichtbar machen. 

Fachliche Überprüfung

Das nun verfügbare Gütesiegel wird ab sofort an jene Betriebe vergeben, die bereits bis zum Stichtag am 17.10.2017 am Markt tätig waren. Betriebe, die ihr Gewerbe danach angemeldet haben, erhalten eine Information über die Möglichkeit, dieses Qualitätssiegel zu führen. Jene, die sich dafür entscheiden, werden von der jeweils zuständigen Landesinnung zu einer fachlichen Überprüfung eingeladen, die sowohl praktische wie theoretische Komponenten enthält. Das Siegel wurde von der Bundesinnung beim Patentamt mit Gültigkeit vom 22.3.2018 eingetragen. „Ich möchte allen Beteiligten danken, die zur Entstehung des Siegels beigetragen und wertvollen fachlichen Input geliefert haben“, so Zeibig.

„Unsachgemäße Ausführungen von Modellagen an den Händen können zu großen gesundheitlichen Problemen der Kundinnen und Kunden führen. Wir wollen, dass die KundInnen heimischer Nagelstudios die Gewissheit haben, dass diese über eine entsprechende berufliche Qualifizierung verfügen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein Qualitäts- und Qualifikationsnachweis für die Kunden und für die Betriebe die Möglichkeit ihr Können zu beweisen“, so Zeibig abschließend. 

Kompetenzcheck

Der Kompetenzcheck zur Erlangung des Gütesiegels besteht aus einem schriftlichen (Dauer 1,5 Stunden) und einem praktischen (Dauer 3 Stunden) Teil. Es sind Kenntnisse und Fähigkeiten in den facheinschlägigen Fragen der Bereiche 

  • Anatomie und Somatologie
  • Dermatologie
  • Kräuterlehre
  • Chemie – Materialkunde
  • Physik
  • Hygiene
  • Erste Hilfe
  • Gewerberecht/Unternehmerrecht
  • sowie in der praktischen Umsetzung von Gel/Acrylnägeln

nachzuweisen.(PWK226/us)

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