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Buchmüller: „UTP-Richtlinie zurück an den Start, statt mit der Brechstange zu fuhrwerken“

„KMU-politisches Fiasko“ droht: Bundessparte Handel warnt vor Ausweitung der EU-Richtlinie zu unfairen Handelspraktiken (UTPs)

UTP-Richtlinie zurück an den Start, statt mit der Brechstange zu fuhrwerken
© WKÖ

Morgen, Mittwoch, soll nun doch ein weiterer Versuch gestartet werden, die so genannten Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Parlament, Rat und Kommission zur Richtlinie über unfaire Handelspraktiken (unfair trading practices in the food supply chain, kurz UTPs) wieder in Gang zu bringen.

Und dazu gibt es nun weiterführende Pläne, nach denen der Anwendungsbereich der EU-Richtlinie auf Unternehmen bis zu einem Umsatz von 300 Millionen Euro ausgedehnt werden soll.

„Die großen Player vor Klein- und Mittelbetrieben schützen zu wollen, ist nicht nur absurd. Zudem wäre diese Vorgangsweise das Gegenteil von dem erklärten Ziel der Europäischen Union, KMU-Politik zu betreiben“, zeigt sich Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ, äußerst besorgt: „Vielmehr würde damit ein KMU-politisches Fiasko drohen. Das kann ja niemand wollen.“

Buchmüller: Regelwerk gehört vollig neu aufgesetzt

„Es wäre der falsche Weg, einen verfahrenen Karren unter Zeitdruck mit aller Gewalt nun doch auf Schiene bringen zu wollen“, appelliert Buchmüller an die Vernunft der Entscheidungsträger: „Die UTP-Richtlinie gehört zurück an den Start gebracht, anstatt unter selbst produziertem Zeitdruck mit der Brechstange zu fuhrwerken.“

Vielmehr gehört aus Sicht des österreichischen Handels das Regelwerk völlig neu aufgesetzt: „Dazu bedarf es einer eingehenden neuerlichen Befassung mit dem Thema. Denn unüberlegte Hüftschüsse gehen ja nur allzu oft am Ziel vorbei“, warnt Handelsobmann Buchmüller.  (PWK890/JHR)

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