th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Buchmüller: „Mehr Wettbewerbsgleichheit für den österreichischen Onlinehandel“ 

Wermutstropfen des Onlinehandels-Booms: Mehr als die Hälfte der Ausgaben in Österreich fließen ins Ausland – WKÖ-Bundessparte Handel und EuroCommerce mit Lösungsansätzen

Online-Handel
© WKÖ

Onlineshopping wird immer beliebter – das ist eines der vielen Ergebnisse der Onlinehandelsstudie 2019. „Die Bundessparte Handel, die sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Onlinehandel befasst, hat diese Erhebung auch heuer wieder in Auftrag gegeben“, so Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).  

Die Studie beinhaltet neben aktuellen Zahlen zum elektronischen Handel/E-Commerce auch einen Blick auf die Entwicklung dieses Bereiches in den vergangenen 15 Jahren. „Da zeigen sowohl Internet-Nutzung als auch der Einkauf im WWW eine rasante Entwicklung“, so Handelsforscher und Studienautor Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria. Mittlerweile nutzen 88 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher zwischen 16 bis 74 Jahren das Internet. 60 Prozent der Österreicher kaufen Einzelhandelswaren im WWW ein, 49 Prozent auch im EU-Ausland. In absoluten Zahlen ist dies ein Anstieg von 660.000 Onlineshoppern aus Österreich im Jahr 2003 auf derzeit rund 4 Millionen.

Aber nicht nur die Zahl der Online-Shopper ist in der vergangenen Dekade deutlich gestiegen, auch die Ausgaben beim Online-Shopping nehmen kontinuierlich zu. Summierten sich die Ausgaben der Österreicher beim Einkauf von Einzelhandelswaren via Internet im Jahr 2008 noch auf rund 2,4 Milliarden Euro, belaufen sich die Online-Ausgaben im Jahr 2018 auf rund 7,3 Milliarden.  

Mehr Wettbewerbsgleichheit für den heimischen Handel

Allerdings gibt es einen massiven Wermutstropfen, so Peter Buchmüller, der Sprecher des österreichischen Handels: „Rund 4 Milliarden Euro bzw. rund 55 Prozent der Online-Ausgaben fließen dabei zu ausländischen Internet-Anbietern. In Sachen Umsatz- und Kaufkraftabfluss zu ausländischen Onlinehändlern besteht Handlungsbedarf – darauf weisen die Bundessparte Handel, die Interessenvertretung des österreichischen Handels, und der europäische Handelsdachverband EuroCommerce seit Langem hin“, halten Peter Buchmüller und Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der WKÖ-Bundessparte Handel, fest.  

Was wird gerne online gekauft?

Top-Seller beim Online-Shopping ist und bleibt die Warengruppe Bekleidung/Sportartikel. 41 Prozent der Österreicher im Alter von 16 bis 74 Jahren kaufen zumindest einmal pro Jahr Produkte aus dieser Warenkategorie online ein. Bücher/Zeitschriften liegen auf Platz 2 im Online-Ranking, obwohl die Zahl der Online-Shopper im Vergleich zu 2013 abgenommen hat. Im Gegensatz dazu werden Haushaltsgüter immer öfter online gekauft. Mittlerweile kaufen 23 Prozent der Österreicher Möbel, Spielzeug, etc. im in- und ausländischen Internet-Einzelhandel ein. 

Zwar verzeichnet auch die Warengruppe „Lebensmittel/Güter des täglichen Bedarfs“ eine deutliche Steigerung in den letzten 5 Jahren, im Vergleich zum modischen Segment fällt der Anteil der Online-Shopper mit 13 Prozent aber nach wie vor gering aus. 

Online-Shopping wird immer mehr zu mobile Shopping 

78 Prozent der Österreicher nutzen das Internet via Smartphone, 27 Prozent kaufen via Smartphone online ein. 

Wo kaufen die europäischen Konsumenten außerhalb ihres Heimatlandes online ein? 

Mehr als 54 Millionen Europäer kaufen Waren – insbesondere kleine elektronische Geräte, Handyzubehör, Schuhe und Kleidung – online in China ein, und 26,6 Millionen in den USA. „Insbesondere der Online-Einkauf in China nimmt dramatisch zu“, sagt Buchmüller. 

Faktum ist: Der grenzüberschreitende elektronische Handel innerhalb der EU ist nicht so schnell gewachsen wie in Ländern außerhalb der Europäischen Union. Der europäische Markt für digitale Dienste liegt deutlich hinter den USA und China zurück, insbesondere was die Präsenz auf dem Weltmarkt anbelangt. „Der europäische Handel braucht Steuerfairness“, so Buchmüller und Thalbauer. Folgende Notwendigkeiten sehen die WKÖ-Bundessparte Handel und EuroCommerce im Zusammenhang mit dem Umsatzabfluss ins Ausland:  

  • Der europäische Handel braucht Steuerfairness: Dazu würden die umgehende Streichung der 22-Euro-Freigrenze für Kleinsendungen und die Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze wesentlich beitragen, ebenso wie die Einführung einer Plattformhaftung sowie die Umsetzung des Modells der digitalen Betriebsstätte.
  • Paketpostpreise bei Lieferungen außerhalb der EU, etwa aus China: Sie dürfen nicht mehr künstlich niedrig gehalten werden. So kostet der Versand eines Paketes von China nach Österreich 10,03 Euro. Das selbe Paket, von Österreich nach China geschickt, schlägt mit 31,48 Euro zu Buche.
  • Kampf gegen Qualitäts- und Sicherheitsrisiken: Weil ausländische Händler sich oft nicht an die EU Qualitäts- und Sicherheitsstandards halten, sind bestehende Marktüberwachungssysteme aus Sicht des österreichischen Handels nicht ausreichend.
  • Sammel- und Verwertungsbeitrag: Ausländische Händler beteiligen sich zu wenig. Auch das gehört geändert. 

Ein leistungsfähiger Wirtschaftsstandort braucht einen starken Handel

„All das ist deshalb so wichtig, weil ein leistungsfähiger Wirtschaftsstandort einen starken Handel braucht“, so Handelsobmann Peter Buchmüller und Bundesspartengeschäftsführerin Iris Thalbauer. Neben intensiven Gesprächen mit der heimischen Politik laufen auch Aktivitäten auf europäischer Ebene gesetzt, etwa vom europäischen Handelsdachverband EuroCommerce. Dort ist übrigens seit Kurzem mit Jürgen Roth, einem Unternehmer aus der Steiermark und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, ein Österreicher als EuroCommerce-Vizepräsident im engsten Führungsteam von Präsident Régis Degelcke. (PWK294/JHR)

von

Das könnte Sie auch interessieren

  • Gewerbe und Handwerk
Maßschuhe

Österreichs beste Orthopädie- und Maßschuhmacher-Lehrlinge in Hall gekürt

Der Sieg in der Kategorie Maßschuhmacher ging an Anna Harasser aus Tirol und in der Kategorie Orthopädieschuhmacher an Emely Jones aus Salzburg mehr

  • Gewerbe und Handwerk
Wohnbau

Bundesinnung Bau vermisst klare Grenzziehung bei Zusatzgeschäften von gemeinnützigen Bauvereinigungen 

Diskussions- und Nachbesserungsbedarf bei Initiativantrag zur WGG-Novelle 2019 mehr