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BREXIT und die Folgen

Hintergrundinfos und mögliche Auswirkungen zum EU-Austritt des Vereinigten Königreichs

Am 23. Juni haben sich 51,9 Prozent der Briten für einen Austritt aus der EU entschieden. Es ist ein Schritt ins Ungewisse, denn es ist noch immer offen, wie das künftige Verhältnis zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich aussehen wird. Nach derzeitigem Verhandlungsstand ist nach dem Austritt am 30. März 2019 mit einer Übergangsfrist bis 31.12. 2020 zu rechnen, in der faktisch alles gleichbleiben soll, d.h. der status-quo für das Vereinigte Königreich soll fortgeführt werden. Österreichische Unternehmer gewinnen damit Zeit um sich auf den eigentlichen Brexit vorzubereiten. Ab 1. Jänner 2021 wird das Vereinigte Königreich dann auch faktisch nicht mehr von den Vorteilen einer EU-Mitgliedschaft profitieren, d.h. nicht mehr am Binnenmarkt oder der Zollunion teilnehmen.

Wirtschaftlich wird der Brexit den Briten mehr schaden als der EU: rund die Hälfte des britischen Außenhandels wird mit der Union abgewickelt (47,4 Prozent Exporte in EU, 50 Prozent Importe aus EU). Umgekehrt sind nur rund 6,5 Prozent aller EU-Exporte für das UK bestimmt bzw. stammen nur 3,8 Prozent der EU-Importe aus dem UK. Spürbar ist schon heute der gefallene Wechselkurs des Pfundes: Preise für Importprodukte und die Inflation steigen, Konsumenten verlieren an Kaufkraft, Reallöhne sinken. Lediglich britischen Exporteure profitieren derzeit noch vom Wechselkurs.  

Auf EU Seite werden am Meisten Irland und Deutschland die Auswirkungen eines Brexit spüren. Auch Österreich profitiert stark vom freien Zugang zum britischen Markt. Einerseits direkt durch den Handel von Waren und Dienstleistungen, aber auch indirekt als Zulieferer an große Exportunternehmen, wie etwa der deutschen Automobilindustrie. Voraussichtlich wird der volkswirtschaftliche Schaden eines Brexit aber im Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten geringer spürbar sein. 

Immer wieder genannte Problembereiche für österreichische Unternehmer in Zusammenhang mit dem Brexit sind allfällige Zölle, ungerechtfertigte nichttarifäre Handelshemmnisse, ein Ende der gegenseitigen Anerkennung technischer Normen, Standards und Berufsausbildung, Probleme bei der Verfügbarkeit von Fachkräften und Entsendungen, mangelnde Rechtssicherheit und Rechtsdurchsetzung und Wechselkursschwankungen.

Aus Sicht der Wirtschaft wäre es daher wichtig, eine Trennung rasch zu verhandeln und abzuwickeln, damit die Phase der Unsicherheit - nicht zuletzt mit Rücksicht auf die ohnehin großen Herausforderungen in der EU - möglichst kurzgehalten wird.

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