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Boxenstopp für Drohnen

Das Wiener Unternehmen APB-Corporation entwickelt „Garagen für Drohnen“. Die Basisstationen bieten unbemannten Luftfahrzeugen einen Hub zum Starten und Landen sowie eine autarke Service- und Lademöglichkeit. 

Drohnen-Hangar
© APB

Im Rahmen ihrer Initiative „Neues Ermöglichen“ hat es sich die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zum Ziel gesetzt, Innovationen in Betrieben zu erleichtern und anzustoßen. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sollen jene Rahmenbedingungen erhalten, die sie brauchen, um ihre innovativen Ideen ausprobieren zu können. Den Startschuss für „Neues Ermöglichen“ bildet eine Partnerschaft der Wirtschaftskammer mit dem BMK Innovationslabor AIRlabs Austria. Im Zentrum dieser Partnerschaft steht das Testen von kommerziellen Drohnenanwendungen in verschiedensten Wirtschaftsbereichen.

Die Initiative „Neues Ermöglichen“ geht auf die WKO-Innovationsstrategie zurück, welche die WKÖ im vergangenen Jahr vorgelegt hat, um aufzuzeigen, was Österreich braucht, um zu den internationalen Innovation Leaders aufzuschließen.

Das BMK Innovationslabor AIRlabs Austria (AIRlabs steht für Aeronautical Innovation and Research Laboratories Austria) wird im FTI-Luftfahrtprogramm „TAKE OFF“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gefördert und von der Österreichischen Forschungsfördergesellschaft (FFG) abgewickelt.

„Drohnen werden immer mehr zu Gebrauchsgegenständen, die kontinuierlich im Einsatz sind“, sagt Axel Büchner, Geschäftsführer der APB-Corporation. Um die Autarkie von UAVs (unbemannten Luftfahrzeugen) zu unterstützen, entwickelte das Unternehmen mit Sitz in Wien einen „Drohnenhangar“ - eine Basisstation, auf der eine Vielzahl von Drohnen autonom starten und landen kann. „Diese Plattform übernimmt über Wochen jegliche Kommunikation, versorgt die Drohnen mit Strom und gibt Wetterschutz. Die Fluggeräte übernehmen ihre Aufgaben dabei automatisch, ohne dass sich ein Mensch um die Servicierung kümmern muss“, erklärt der APB-Geschäftsführer, dessen Unternehmen ursprünglich im IT-Management für Telekom- und Automotive-Kunden tätig war und sich seit vier Jahren branchenführend dem Thema Drohnen-Landestationen widmet.

"Think big, start small, scale fast"

Das Unternehmen befinde sich derzeit in einem „sehr feinen und erlesenen internationalen Umfeld mit sehr großem Marktentwicklungspotenzial“, sagt Büchner. „Think big, start small, scale fast“ werde das bestimmende Motto der kommenden Jahre sein. Das Ziel seines Unternehmens sei, sich „als fixer und bestimmender Anbieter von autonomen Basisstationen für UAVs“ zu etablieren. Die Nachfrage nach Drohnen und entsprechenden Tools steige kontinuierlich. „Wir sind die perfekte Ergänzung zu heute schon technisch guten, aber noch nicht so robusten Drohnen. Wir bieten die Garage und die Servicestelle, eine Art Tankstelle und Tiefgarage in einem. Jede aufsteigende Drohne wird das in Zukunft brauchen. Wir sind dafür bereit.“

Drohnen-Hangar
© unsplash / Ed 259 Verkehrs- und Umweltüberwachung durch Drohnen werden bald Alltag sein, sagt APB-Chef Büchner

Drohnengaragen für entlegene Gebiete

Büchner geht davon aus, dass Drohnen bald Alltag in unserem Leben sein werden. „Ich denke, dass unser Produkt in mehreren Anwendungsgebieten bereits in zwei bis drei Jahren ihren täglichen Einsatz haben wird. Umwelt- und Verkehrsüberwachung werden die Vorreiter sein. Besonders in entlegenen Gebieten werden dann Drohnenstationen installiert sein und uns kontinuierlich einen umfassenden Einblick in das Gebiet geben.“ Bis es soweit ist, gelte es noch einige Hürden zu nehmen. „Wenn es um Aufgaben außerhalb des ‚Selfie aus der Luft‘ geht, sind Drohnen und alle Dinge, die mit ihnen zusammenhängen, sehr komplex. Umweltsituationen, Flugdauer, Flugrouten, Datenkommunikation stellen immer wieder eine große Herausforderung dar.“ Die größte seien aktuell regulatorische Vorgaben. „Verkehrsmittel im dreidimensionalen Raum sicher zu bewegen wird uns die kommenden Jahre noch mehr beschäftigen als alles was wir derzeit über ‚autonomes Autofahren‘ hören.“  

Plattform für UAV-Anwendungen

Umso wichtiger sei eine Plattform wie AIRlabs Austria, die sich umfassend mit dem Zukunftsthema „Unbemannte Verkehrsmittel und –wege in der Luftfahrt“ beschäftigt. „Es war uns wichtig, hier dabei zu sein und mitzugestalten. AIRlabs versteht es, Technologieträger, Forschung, Hersteller und Behörden unter einem Dach zu vereinen, nach Lösungen statt Hindernissen zu suchen und neue Anwendungsbereiche für Drohnen zu finden. Angelegt auf die kommenden fünf Jahre gibt es allen die Möglichkeit das Thema Drohnen auf ihre sinnvolle Nutzung zu prüfen, zu entwickeln und einzusetzen“, sagt Büchner.

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