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Bodenstein: Wissensbasierte Dienstleister sind Konjunkturtreiber in Österreich 

Aktuelle Konjunkturerhebung für Informations-, Kommunikations- und Consultingsektor in Österreich: 125.000 Unternehmen erwirtschafteten im Vorjahr 6,6% Umsatzplus

v.l.: Sparten-Obmann Robert Bodenstein, Walter Bornett (KMU Forschung Austria) und Sparten-Geschäftsführer Josef Moser
© wkö/leithner v.l.: Sparten-Obmann Robert Bodenstein, Walter Bornett (KMU Forschung Austria) und Sparten-Geschäftsführer Josef Moser

„Mit einem beachtlichen Umsatzplus von 6,6% im Vergleich zum Vorjahr haben die rund 125.000 wissensbasierten Dienstleister des Informations-, Kommunikations- und Consultingsektors das Geschäftsjahr 2017 nicht nur positiv abgeschlossen, sie konnten mit ihrer stabil-konsolidierten Wirtschaftsleistung neuerlich das österreichische BIP-Wachstum von 4,5% deutlich überbieten“, kommentiert Robert Bodenstein, Obmann der Bundessparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuellen Konjunkturerhebungen, die er heute Donnerstag gemeinsam mit Walter Bornett, Direktor der KMU-Forschung Austria, präsentierte. Mit rd. 225.000 Beschäftigten erwirtschafteten die Wachstumsbranchen einen Gesamtumsatz von mehr als 72 Milliarden Euro. Abgerundet wird das erfreuliche Ergebnis von einer konstanten Exportquote von 14% und einer Investitionsquote von 6,7% des Umsatzes. Für Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investieren die Kreativbranchen rd. 0,7% des Jahresumsatzes. 

Guter Start ins Geschäftsjahr 2018 – Erwartungen zuversichtlich 

„Auch im laufenden Geschäftsjahr 2018 legte die Branche einen guten Start hin. Dementsprechend sind auch die Erwartungen für das laufende Jahr durchwegs zuversichtlich“, berichtet Bornett. So wird die Auftragslage im ersten Quartal 2018 mit „eher gut“ bewertet. Für 2018 prognostizieren die Unternehmerinnen und Unternehmer Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 7,8%, einen Anstieg des Beschäftigtenstandes um 8,3% und eine Steigerung der Investitionen um 7,4%. Alle Werte liegen deutlich über den Einschätzungen im Jahr davor. 

Novelle zum Datenschutzgesetz bringt notwendige Klarstellung

Erfreut zeigt sich Bodenstein über die die jüngsten Maßnahmen zum Thema Datenschutz: „Die österreichische Wirtschaft bereitet sich derzeit intensiv auf die Neuerungen im Datenschutzbereich vor – die Novelle zum Datenschutzgesetz bringt rechtzeitig notwendige Klarstellungen, die die Rechtssicherheit in der komplexen Sachmaterie Datenschutz wesentlich verbessert.“ Dazu gehört insbesondere die Festlegung des Anwendungsbereiches auf natürliche Personen, nicht aber auf juristische Personen, wo der Datenschutz ohnehin durch Regelungen zum Betriebsgeheimnis gesichert wird. Auch die Verankerung des Grundsatzes „Beraten statt Strafen“, der Wegfall der Doppelbestrafung und die Klarstellung der Klagsbefugnis für NGO schaffe den österreichischen Unternehmen angesichts der Komplexität des Themas die dringend notwendige Rechtssicherheit bei der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung, so Bodenstein. Damit können sich die Betriebe jetzt mit voller Kraft auf die notwendigen Umstellungsmaßnahmen konzentrieren, gibt Bodenstein die Devise für die nächsten Wochen bis zum Inkrafttreten des neuen Datenschutzregimes am 25.5.2018 vor.

Panikmache ist unangebracht, Unternehmen sind auf gutem Weg

Kritik an der aktuellen Datenschutz-Novelle kann Bodenstein nicht nachvollziehen: „Die Unternehmen sind auf gutem Weg, die neuen Datenschutzregeln zu implementieren. Unsachliche Kritik und Panikmache führt nur zur Verunsicherung der Unternehmerschaft.“ 

Die Ergebnisse der Konjunkturerhebung beruhen auf Daten von knapp 1.550 kleinen und mittleren Betrieben aller zehn Fachverbände der Sparte Information und Consulting. (PWK326/ES)

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