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Bodenstein und Dockner: Verantwortungslos, wie Gewerkschaft mit Druckunternehmen umgeht 

Kein gutes Startsignal für mögliche KV-Verhandlungen

Ingeborg Dockner, Obfrau Fachverband Druck und Robert Bodenstein, Obmann Bundessparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) haben kein Verständnis mehr für den Aktionismus der GPA-djp in Sache Kollektivvertrag Druck. „Uns geht es darum, die österreichischen Druckbetriebe im harten Wettbewerb überlebensfähig zu halten und sicher nicht darum, den Mitarbeitern in die Tasche zu greifen, wie uns die Gewerkschaft unterstellt“, kommentiert Dockner die Vorwürfe der GPA-djp. „Dass sich sogar Bundeskanzler Kern dazu hinreißen lässt, im Wahlkampf Vorwürfe gegen ein steirisches Druckunternehmen in der TV-Diskussion mit Heinz-Christian Strache zu erheben, ist eigentlich unglaublich. Ein erfolgreiches Unternehmen, das in der Steiermark mehr als 100 Arbeitsplätze sichert, wird dadurch öffentlich diskreditiert und für die Machtspiele der Gewerkschaft missbraucht“, kritisieren Dockner und Bodenstein unisono die Aktionen gegen die österreichische Druckerbranche.

Anzahl der Druckunternehmen deutlich gesunken

„Der Kollektivvertrag Druck ist nicht zuletzt durch jahrelange Forderungen der Gewerkschaft zu einem komplizierten Konvolut von mehreren 100 Seiten geworden, das seit vielen Jahren vom freien Verband Druck mit der Gewerkschaft verhandelt wurde,“ erklären Bodenstein und Dockner den Unmut der Druckerbranche. Tatsache ist: Die Druckerbranche steht unter gewaltigem wirtschaftlichen Druck. Technische Innovationen und die Öffnung des Druckermarktes in der EU bringen enorme Konkurrenz aus Deutschland und Oststaaten, die es den österreichischen Druckern vielfach unmöglich machen, mit den hohen Lohn- und Gehaltskosten wettbewerbsfähig zu bleiben. Das zeigt auch die Tatsache, dass die Anzahl der Druckunternehmen seit 2002 von 900 Arbeitgeberbetrieben auf heute 500 zurückgegangen und die Anzahl der Beschäftigten seit 2002 von 17.800 Beschäftigten auf heute 8.800 gesunken ist.

Öffentliche Denunzierung einzelner Unternehmen unzumutbar

„Es ist eine unzumutbare Verdrehung der Tatsachen, wenn die Gewerkschaft behauptet, dass der Fachverband Druck keinen Kollektivvertrag abschließen möchte. Es geht nur darum, dass der Fachverband derzeit noch keine Verhandlungsvollmacht hat – das wird bis Ende November entschieden sein“, so Dockner. „Der Punkt ist nur: Wenn die Gewerkschaft so weiter macht und die verantwortlichen Funktionäre und einzelne Unternehmen, wie zuletzt in der Steiermark mit Demonstrationen und persönlichen Angriffen attackiert und denunziert, dann wird die Ausgangsposition für mögliche Verhandlungen schwer belastet und die Bereitschaft für Verhandlungen auf Seiten der Unternehmerschaft immer geringer werden“, richten Dockner und Bodenstein einen dringenden Appell an die Gewerkschaft, mit diesen Aktionen aufzuhören und die Attacken gegen Funktionäre und einzelne Unternehmer sofort einzustellen. 

Bemerkenswert findet Bodenstein auch die Tatsache, dass die Gewerkschaft einerseits dem Wegfall des Kollektivvertrages Druck mit „Krokodilstränen“ nachweint und andererseits aber die gleiche Gewerkschaft bei der überfallsartigen Angleichung Arbeiter und Angestellte im Parlament mitstimmt und damit zig Arbeiterkollektivverträge unterlaufen und obsolet werden. (PWK786/ES)

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