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Betriebe zeigen Verständnis für Freiwilligenarbeit – auch bei flexibler Arbeitszeit 

WKÖ-Experte beruhigt: Arbeit für Freiwillige Feuerwehr nicht gefährdet – unterm Strich wird Freizeit nicht weniger - Einsätze während der Arbeitszeit möglich

Betriebe zeigen Verständnis für Freiwilligenarbeit – auch bei flexibler Arbeitszeit
© wkö

Die Ängste der Gewerkschaft vida, die Flexibilisierung der Arbeitszeit gefährde die Freiwilligen Feuerwehren, sind unbegründet. „Vorweg ist zu sagen, dass ja nicht mehr gearbeitet werden soll, sondern flexibler“, beruhigt Rolf Gleißner, stellvertretender Leiter der Abteilung für Sozial- und Gesundheitspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Höchstgrenze von im Schnitt 48 Stunden über eine Durchrechnung von 17 Wochen bleibt bestehen. Zudem erhalten Arbeitnehmer das Recht, Arbeitsleistungen von mehr als zehn Stunden pro Tag abzulehnen. „Das heißt, es herrscht erstens Freiwilligkeit und zweitens reduziert sich unterm Strich die Freizeit nicht“, stellt Gleißner klar.  

Im Übrigen ist es schon jetzt üblich, dass Freiwillige von Feuerwehr und anderen Katastrophenhilfsorganisationen den Arbeitsplatz für Einsätze sofort verlassen, unabhängig von der Lage und Dauer der Arbeitszeit. „Unternehmen haben dafür Verständnis. Uns sind keinerlei Probleme bekannt, wenn ein Arbeitnehmer für einen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr einspringt, obwohl im Betrieb gerade viel zu tun ist“, betont Gleißner. Daran werde sich auch durch die Flexibilisierung nichts ändern.  

46 Prozent der Berufstätigen leisten Freiwilligenarbeit 

Der letzten großangelegten Studie zum Thema Freiwilligenarbeit zufolge, die 2012 vom Sozialministerium durchgeführt wurde, leisten übrigens 46 Prozent aller Berufstätigen Freiwilligenarbeit – informelle Freiwilligenarbeit (wie z.B. Nachbarschaftshilfe) und formelle Freiwilligenarbeit zusammengerechnet. Nur im formellen Bereich sind es immerhin 28 Prozent der Berufstätigen, 56 Prozent davon sind Männer. „In Organisationen wie der Freiwilligen Feuerwehr liegt der Anteil der Männer noch weit höher und die arbeiten bekanntlich selten Teilzeit. Das heißt, was bisher gut funktioniert hat, wird auch weiterhin gut funktionieren“, betont Gleißner. Außerdem ermöglicht fallweise längeres Arbeiten auch größere Freizeitblöcke. „Das kann den Spielraum für Freiwilligenarbeit sogar erweitern“, so der Experte. 

Dazu kommt, dass die real geleistete Anzahl der Überstunden seit Jahren rückläufig ist. Dadurch sowie durch den Trend zur Teilzeit verkürzt sich die wöchentliche Arbeitszeit der Österreicher seit 2004 Jahr für Jahr um durchschnittlich eine Viertelstunde. (PWK475/DFS)

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