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Betriebe schaffen Rekordbeschäftigung 

WKÖ-Experte Gleitsmann: Beschäftigungswachstum mit Lohnnebenkostensenkung und Maßnahmen am ersten Arbeitsmarkt nachhaltig absichern

gleitsmann
© wkö

Mit einem Plus von mehr als 80.000 Beschäftigten im Vorjahresvergleich ist die Entwicklung am österreichischen Arbeitsmarkt zum Jahresende 2017 sehr erfreulich. „Dank gilt den österreichischen Unternehmen für ihr Engagement, denn sie sind es, die Stellen schaffen“, betont WKÖ-Arbeitsmarktexperte Martin Gleitsmann und verweist in diesem Zusammenhang auf die deutlichen Beschäftigungszuwächse gerade bei den Älteren. Dadurch konnte das von der vorherigen Bundesregierung angestrebte Bonus-Malus-Modell im vergangenen Jahr abgewendet werden.

Betriebe beschäftigen mehr Ältere

Auch im Dezember 2017 hielt dieser Trend mit plus 51.000 Beschäftigte im Vorjahresvergleich an. Gleitsmann: „Unsere Betriebe wissen die Generation 50+ zu schätzen. Über 100.000 ältere Arbeitslose über 50 fanden im vergangenen Jahr wieder einen Job. Der Ausbau der Eingliederungsbeihilfe für die Personengruppe  50+ war eine wichtige und richtige Unterstützung.“ Gleitsmann begrüßt daher, dass die neue Bundesregierung die Vermittlung von Personen in den ersten Arbeitsmarkt ausdrücklich zum obersten Ziel erklärt hat.

Fachkräftemangel spitzt sich zu – Betriebe unterstützen

Auffallend ist der nach wie vor starke Anstieg (+31%) der sofort verfügbaren offenen Stellen. Das zeigt, dass sich der Fachkräftemangel, vor allem in den westlichen Bundesländern und in den ländlichen Regionen, noch weiter zuspitzt. Wie aktuelle Erhebungen zeigen, sehen fast drei Viertel (exakt 73,5 Prozent) der Betriebe im Fachkräftemangel das größte Problem für die Zukunft.

„Jetzt ist Priorität Nummer 1, den Betrieben bei der Besetzung ihrer freien Stellen zu helfen. Ausbildungen, die direkt in den Betrieben stattfinden, sind hier besonders hilfreich, um arbeitslose Personen, denen die nötigen Qualifikationen fehlen, passgenau auf einen freien Arbeitsplatz hin zu schulen“. Es ist erfreulich, dass arbeitsplatznahe Ausbildungen direkt in den Betrieben im Regierungsprogramm ausdrücklich anführt werden, denn „diese sind neben einer verstärkten überregionalen Vermittlung und dem Ausbau der Eingliederungsbeihilfe die genau richtigen Antworten auf den Fachkräftemangel. Besonders wichtig ist auch das von der Bundesregierung gesetzte neue Ziel, eine Fachkräfteoffensive nach deutschem Vorbild zu entwickeln. Diese sollte rasch in Angriff genommen werden“, unterstreicht Gleitsmann.

Starker Anstieg an offenen Lehrstellen

Deutlich gestiegen ist im Dezember 2017 auch die Zahl der offenen Lehrstellen (österreichweit: +26%). Bekanntlich beginnen Betriebe ihre Suche nach Lehrlingen bereits sehr zeitig zu Jahresanfang. Der Anstieg an offenen Lehrstellen wird sich daher in den nächsten Monaten weiter beschleunigen. Dabei zeigt sich in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg und Tirol ein immer größerer Überhang an sofort verfügbaren offenen Lehrstellen, die nicht besetzt werden können.

Gleitsmann begrüßt die Ankündigung der neuen Bundesregierung, die betriebliche Lehre zu forcieren: „Lehrlinge, die direkt in Betrieben ausgebildet wurden, sind nachweislich beruflich erfolgreicher als ihre Kollegen aus überbetrieblichen Ausbildungen. Der Ausbau der überregionalen Lehrstellenvermittlung ist in diesem Zusammenhang genauso wichtig wie der Ausbau der bewährten AMS-Förderung von betrieblichen Lehrstellen“.

Erfreuliche Entwicklung absichern

„Jetzt muss alles daran gesetzt werden, diese gute Beschäftigungsentwicklung mit den richtigen Maßnahmen abzusichern und im EU-weiten Ranking vom Platz 9 wieder an die Spitze aufzuschließen. Dazu brauchst es eine rasche Lohnnebenkostensenkung ebenso wie Maßnahmen am ersten Arbeitsmarkt, die dem akuten Fachkräftemangel wirksam entgegensteuern,“ so Gleitsmann. (PWK005/PM)

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