th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Bestsellerautor Harari beim Europatag der Wirtschaft: „Europa als Vorbild für mehr globale Kooperation“

Zukunftsgespräch mit Yuval Harari, WKÖ-Präsident Mahrer und Bundeskanzler Kurz in der Wirtschaftskammer Österreich

Zukunftsgespräch The European Dream beim Europatag der Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich am 7. Mai 2019: WKÖ-Präsident Harald Mahrer, Historiker und Bestsellerautor Yuval Harari und Bundeskanzler Sebastian Kurz
© WKÖ/K. Schiffl Zukunftsgespräch "The European Dream" beim Europatag der Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich am 7. Mai 2019: WKÖ-Präsident Harald Mahrer, Historiker und Bestsellerautor Yuval Harari und Bundeskanzler Sebastian Kurz

Wie kann ein neues Narrativ für die Zukunft in einer Zeit radikaler technologischer Veränderungen und der Rückkehr der Geopolitik aussehen? Und welchen Weg sollte Europa zwischen den beiden Machtblöcken China und USA entwickeln? Mögliche Antworten darauf gaben der Historiker und Bestsellerautor Yuval Noah Harari, Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Zukunftsgespräch „The European Dream“, das im Rahmen des Europatags der Wirtschaft Dienstagabend in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) stattfand.

Harari: Welt braucht globale Zusammenarbeit „in Harmonie und ohne Uniformität“

Yuval Harari, der in Österreich erstmals öffentlich auftrat, betonte in seiner Keynote die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit, um die Herausforderungen der Zeit zu lösen: „Eine Mauer reicht einfach nicht, um Nuklearkriege zu verhindern, um den Klimawandel zu bekämpfen oder die Veränderungen durch disruptive Technologien zu bewältigen.“ So wie Frankreich und Deutschland, die über Jahrhunderte hindurch Kriegen gegeneinander geführt haben, heute einander vertrauen, müsse auch auf globaler Ebene alles getan werden, um mehr Vertrauen zwischen den Staaten zu schaffen. „Um im 21. Jahrhundert überleben zu können, brauchen wir eine bessere globale Kooperation“, forderte Harari. Die Europäische Union sei „das erfolgreichste Modell der Menschheitsgeschichte für Kooperation“. Europa habe daher Vorbildwirkung für eine engere globale Zusammenarbeit „in Harmonie und ohne Uniformität“.

Video: Zukunftsgespräch "The European Dream"

Mahrer: Europa ist für Österreich Heimat und Heimmarkt

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer brachte die Perspektive der Wirtschaft ein und betonte: „Europa ist für Österreich Heimat und Heimmarkt.“ Angesichts der technologischen Umbrüche gehe es nun darum, einen „europäischen Weg“ zu finden zwischen dem amerikanischen Modell eines „digitalen Kapitalismus“, der auf die wirtschaftliche Macht der Konzerne und politischen Protektionismus setzt, und dem chinesischen Modell einer „digitalen Staatswirtschaft“ mit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Kontrolle. Europa könne bei der Lösung der von Harari skizzierten Zukunftsfragen eine wichtige Rolle spielen, „wenn es die Menschen in den Mittelpunkt stellt“, so der WKÖ-Präsident. „Wir müssen auf die Talente der Menschen setzen und das Bildungssystem weiterentwickeln.“ Zudem gehe es darum, „Freiheit, Leistung und soziale wie ökologische Nachhaltigkeit durch ein Modell der ökosozialen Marktwirtschaft in Balance zu bringen.“

Kurz: Europa kann seine Werte nur exportieren, wenn es wirtschaftlich erfolgreich ist 

Bundeskanzler Sebastian Kurz wies in seiner Keynote darauf hin, dass „der demokratische Rechtsstaat in vielen Teilen der Welt nicht mehr automatisch mit mehr wirtschaftlichem Wohlstand und einer Verbesserung für die nachfolgende Generation“ verbunden sei. Mit Blick auf eine Zukunftsvision für das Jahr 2050 warnte Kurz: „Wir werden uns extrem schwertun, unsere Werte, unser Gesellschaftsmodell in die Welt zu exportieren, wenn wir keinen wirtschaftlichen Erfolg haben.“ Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund gehe es beim Zukunftsthema Künstliche Intelligenz darum, „dass wir als Europa nicht total den Anschluss gegenüber China verlieren.“ Die Regulierung dieses Themas, die zuvor von Harari angesprochen wurde, müsse auf europäischer Ebene erfolgen. Bei der am 26. Mai anstehenden Europawahl bestehe „die große Chance“, so Kurz, „neue Perspektiven und einen Generationswechsel einzuleiten und damit auch frische Ideen für die Lösung der anstehenden Herausforderungen zu entwickeln“.

Die konkreten Export- und Investitionsmöglichkeiten der heimischen Unternehmen in Europa standen am Nachmittag des gestrigen Europatags der Wirtschaft im Fokus. WKÖ-Wirtschaftsdelegierte aus ganz Europa waren vor Ort in Wien, um über die neuesten Innovationen, Trends und Chancen in den europäischen Märkten zu informieren und in individuellen B2B-Gesprächen mit heimischen Unternehmensvertretern Chancen auszuloten. (PWK250/SR)

Zukunftsgespräch „The European Dream“

Das könnte Sie auch interessieren

  • Internationales
Exportpreis

Exportpreis 2019: Herausragende Preisträger der Bundessparten 

Große Bandbreite der Sieger: Vom innovativen KMU bis zum global tätigen Konzern mehr

  • Internationales
Regierungskommissärin Beatrix Karl und AÏDA stellen die Gastronomie-Partnerschaft für die EXPO 2020 in Dubai vor

Österreichische Kaffeehaus-Kultur bei der EXPO 2020 in Dubai

Traditions-Café AÏDA ist Gastronomie-Partner im Österreich-Pavillon der Weltausstellung 2020 mehr