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Beschäftigungsmotor mit den richtigen Akzenten in Schwung bringen 

WKÖ-Gleitsmann: Vorsicht beim Mindestlohn – Entlastung bei Arbeitskosten

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Ende Februar ist die Arbeitslosigkeit mit 475.786 Personen, die arbeitslos oder in Schulung sind, gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert auf historischem Höchststand. Das zeigt einmal mehr, dass der Arbeitsmarkt dringend Maßnahmen zur Entlastung braucht. Weitere Belastungen wären jedenfalls katastrophal und würden den bereits sehr angeschlagenen Arbeitsmarkt noch weiter schwächen. Mit Ideen wie einem Mindestlohn muss in der jetzigen Situation daher sehr sorgsam und verantwortungsvoll umgegangen werden. Eine zu starke oder zu schnelle Anhebung des Mindestlohns wäre kontraproduktiv und würde zusätzlich Jobs kosten. 

Beschäftigungsbonus und Lohnnebenkostensenkung

Positiv ist, dass Ende Februar die Beschäftigung neuerlich stark gewachsen ist (+55.000 im Vorjahresvergleich). Nicht zuletzt aufgrund des steigenden Arbeitskräftepotenzials braucht es dringend weitere Impulse, die die Beschäftigung noch stärker anfeuern. „Der geplante Beschäftigungsbonus ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Damit er seine Erwartungen erfüllen kann, wird es wichtig sein, dass er administrativ einfach und gut umsetzbar ist,“ so Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ. Erforderlich seien weitere Entlastungen bei den Arbeitskosten sowie flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten für Arbeitszeiten auf betrieblicher Ebene. 

Offene Stellen erneut kräftig gestiegen – überregionale Mobilität fördern

Positiv ist der erneute kräftige Anstieg der offenen Stellen (österreichweit +37,7%). Die rasche Vermittlung dieser Stellen ist unerlässlich für eine Entlastung des Arbeitsmarktes. Sehr positiv sieht der WKÖ-Experte in diesem Zusammenhang die von der Regierung angekündigte Förderung der überregionalen Mobilität durch eine Ausweitung des Kombilohns für Personen, die bereit sind, auch weiter entfernte Arbeitsplätze anzunehmen, ebenso wie der Ausbau der Entfernungsbeihilfe. „Beide Maßnahmen gehen in die richtige Richtung und entsprechen einem schon lange von der Wirtschaftskammer geforderten Anliegen, die überregionale Mobilität am Arbeitsmarkt zu erhöhen.“

Steigende Beschäftigung 50+

Erfreulich ist, dass die Beschäftigung in der Altersgruppe 50+ erneut stark gestiegen ist (+46.000 im Vorjahresvergleich). „Der Großteil des Beschäftigungszuwachses geht auf die Altersgruppe 50+ zurück - dies belegt einmal mehr, dass die österreichischen Betriebe die Erfahrung der älteren Beschäftigten sehr schätzen. Aus den unterschiedlichsten Gründen haben es ältere Arbeitslose schwerer, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Aus diesem Grund ist der seit den letzten Jahren verstärkte Einsatz der Eingliederungsbeihilfe besonders auch in der Altersgruppe 50+ genau der richtige Weg, um ältere Arbeitslose bei der Jobsuche bestmöglich zu unterstützen“. so Gleitsmann. „Die geplante Beschäftigungsaktion 20.000, die zusätzliche Jobs für langzeitarbeitslose ältere Menschen schaffen soll, sollte daher jedenfalls nicht nur Arbeitsplätze in Gemeinden im Fokus haben. Die Integration älterer Arbeitslose in die Wirtschaft muss auch weiterhin die Wahl Nummer 1 bleiben“. (PWK167/PM)

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