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Bahnland Österreich braucht mehr Europa

Spitze der Österreichischen Bahnbranche diskutierte im Europäischen Parlament über Chancen und Herausforderungen für den Schienenverkehr

v.l.: Günter Neumann (WKÖ), Alexandra Reinagl (Wiener Linien), Thomas Scheiber (WKÖ), Barbara Thaler (Abg. zum EU-Parlament), Andreas Mandl (WKÖ), M. Unterholzner (GF Wiener Lokalbahnen), Andreas Matthä (ÖBB), Ulrich Puz (WKÖ)
© FV Schienenbahnen v.l.: Günter Neumann (WKÖ), Alexandra Reinagl (Wiener Linien), Thomas Scheiber (WKÖ), Barbara Thaler (Abg. zum EU-Parlament), Andreas Mandl (WKÖ), M. Unterholzner (GF Wiener Lokalbahnen), Andreas Matthä (ÖBB), Ulrich Puz (WKÖ)

Die Spitzenfunktionäre und Geschäftsführer der österreichischen Schienenbahnen fanden sich am 12. November im Europäischen Parlament in Brüssel ein. Auf Initiative von Barbara Thaler, seit Juli Abgeordnete zum Europäischen Parlament und stellvertretende Verkehrssprecherin, diskutierte eine hochkarätige Runde die Leistungen der Schiene in Österreich sowie über die Herausforderung, mehr Personen und Güter in ganz Europa auf die Schiene zu bekommen. 

Gleich in Ihrem Eingangs-Statement unterstrich Barbara Thaler die zentrale Bedeutung des schienengebundenen Verkehrs: „Die Schiene ist Wirtschaftsmotor, Klimaschützer und Arbeitgeber. Das Bahnland Österreich hat in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle eingenommen und sich eine Spitzenposition erarbeitet. Mehr Verkehr auf der Schiene bedeutet aber nicht nur mehr Investitionen in die Infrastruktur, sondern auch Grenzen zu überwinden – technische, regulatorische und betriebliche. Schienenverkehr muss in Europa grenzüberschreitend gedacht, geplant und geführt werden. Es geht daher jetzt darum, zentrale Entscheidungen zu treffen, um diese Grenzen zu überwinden“, so Thaler. 

Klimaschutz braucht unbedingten Vorrang des öffentlichen Verkehrs 

Die Veranstaltung, bei der fraktionsübergreifend zahlreiche EU-Abgeordnete anwesend waren, wurde vom EU-Ausschuss des Fachverbands der Schienenbahnen der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) koordiniert. Fachverbands-Obmann Thomas Scheiber betont: „Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene europaweit stärken und Belastungen senken. In der Vergangenheit haben wir immer wieder um eine Gleichstellung der Schiene mit der Straße gekämpft. Das ist jetzt vorbei. Wir brauchen und fordern eine Bevorzugung der Schiene gegenüber dem Individualverkehr auf der Straße.“ 

Die ÖBB zeigen gerade vor, welche ehrgeizigen Schritte es braucht, um die Schiene auf die Überholspur zu bringen. So führten ÖBB-Bestrebungen zu einer Renaissance des Nachtzuges in Europa. „Bei vielen Menschen setzt ein richtiges Umdenken in Bezug auf die eigene Verantwortung für den Klimaschutz ein. Bei der Bahn handelt es sich um das mit Abstand klimaverträglichste Verkehrsmittel, mit dem man 31-mal klimafreundlicher unterwegs ist als mit dem Flugzeug“, unterstrich Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB. 

Weitere Investitionen in den öffentlichen Verkehr nötig 

Wie klimafreundliche Mobilität erfolgreich funktioniert, lebt auch Wien seit Jahren vor. „Der öffentliche Verkehr hat im Modal Split den Autoverkehr längst überholt. Für Ausbau und Modernisierung von Infrastruktur und Angebot braucht es ein eindeutiges Bekenntnis und weitere Investitionen in den öffentlichen Verkehr“, erklärt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien. 

Was in Wien funktioniert, muss auch in den Regionen seine Fortsetzung finden. Hier führt etwa die Badner Bahn vor, welche Bedeutung gute Verbindungen auch für ländlichere Regionen haben. „Auch in der Region muss mehr in den öffentlichen Verkehr investiert werden, um das Angebot so attraktiv zu machen, damit die Menschen bewusst das Auto stehen lassen und mit der Bahn fahren. Diese Investitionen braucht es, um unseren Klimazielen näherzukommen“, erklärt Monika Unterholzner, Geschäftsführerin der Wiener Lokalbahnen, ihr Erfolgsrezept. 

Wettbewerbsnachteile im Schienengüterverkehr  

Der Schienengüterverkehr ist mit Wettbewerbsnachteilen gegenüber dem Transport auf der Straße konfrontiert. Zum Beispiel brauche es eine monetäre Gleichbehandlung der Transportwege Schiene und Straße. Während auf der Schiene durch Benützungsentgelte jeder Kilometer mit Maut belegt ist, fällt diese auf der Straße nicht überall an.  

Es geht der Branche um den mit Abstand volkswirtschaftlich effektivsten und ökologisch nachhaltigsten Hebel, um die Klimaziele doch noch zu erreichen, betont Scheiber. Und hier braucht es entsprechende europaweite Maßnahmen zur Stärkung des Schienengüterverkehrs.

Österreich ist Bahnland Nummer 1 in der EU 

In Österreich werden jährlich 1.505 Kilometer pro Kopf mit der Bahn zurückgelegt. Damit ist Österreich Bahnland Nummer 1 in Europa. Zudem bringt die Branche acht Milliarden Euro Wertschöpfung und mehr als 100.000 durch die Bahn gesicherte Arbeitsplätze. (PWK544/DFS)

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