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Bahn-KV: Fachverband der Schienenbahnen fordert Gewerkschaft vida zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf 

Die gestrige Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag zwischen den beiden Sozialpartnern im Eisenbahnbereich ist nach langen, harten und intensiven Gesprächen leider ohne Ergebnis einvernehmlich unterbrochen worden

Bahnhof
© WKÖ

Die gestrige Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag zwischen den beiden Sozialpartnern im Eisenbahnbereich ist nach langen, harten und intensiven Gesprächen leider ohne Ergebnis einvernehmlich unterbrochen worden. Das ist für den Verhandlungsführer auf Arbeitgeber-Seite, Thomas Scheiber, umso mehr bedauerlich, als der Gewerkschaft ein sustanzielles und faires Angebot unterbreitet wurde.

„Absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar ist die heutige Eskalation der Gewerkschaft mit den angedrohten Warndstreiks für Montag. Diese trägt zu keiner Verbesserung der Situation bei, ganz im Gegenteil. Unsere Kundinnen und Kunden und eine breite Öffentlichkeit werden dafür wenig Verständnis aufbringen, solche Maßnahmen schaden unserer gesamten Branche als auch der Sozialpartnerschaft“, so Scheiber.

Freiwillige Erhöhung um drei Prozent war richtige Entscheidung

Vor dem Hintergrund der zähen Verhandlungen zeigen sich die Arbeitgebervertreter in ihrer Initiative einer vorzeitigen freiwilligen Gehaltserhöhung bestätigt. „Es war wichtig, dass die überwiegende Mehrheit der Eisenbahnunternehmen der Empfehlung des Fachverbandes gefolgt und in Vorleistung gegangen sind, indem sie rückwirkend mit Oktober 2018 die Gehälter um 3% angehoben haben. Damit haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Weihnachten auf alle Fälle eine Gehaltserhöhung auf dem Konto“, bekräftigt Scheiber.

In den gestrigen - achtstündigen - Verhandlungen waren gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen nicht einmal ansatzweise ein Thema, auch haben sich beide Sozialpartner auf eine einvernehmliche Unterbrechung der Verhandlungen geeinigt, von einem einseitigen Abbbruch kann keine Rede sein.

Das Angebot der Arbeitgeber lag deutlich über 3 Prozent, wirksam ab 1.1. 2019. Dazu kommen weitere Änderungen im Rahmenrecht. Diese gilt es aber erst im Detail zu prüfen und finanziell zu bewerten, weshalb die Arbeitgeber auch bereits zu einem Folgetermin am 5.Dezember eingeladen haben.

"Wir gewinnen verstärkt den Eindruck, dass die Gewerkschaft gar kein Interesse an konstruktiven Verhandlungen auf Augenhöhe hat. Von Runde zu Runde werden die Stellungnahmen emotionaler, es wird immer mehr in Worten aufgerüstet und weiter eskaliert. Wenn man lange genug rechnet, dann kann man jedes auch noch so faire Angebot „unvernünftig und klein“ rechnen. Sozialpartnerschaft bedeutet auch, im Sinne der gesamten Branche aufeinander zuzugehen -  das gilt aber für beide Seiten“, so Scheiber.

Arbeitgeber wollen weiter konstruktive Gespräche führen 

Die Arbeitgeber setzen weiterhin auf Vernunft und konstruktive Gespräche und fordern auch die Gewerkschaft dazu auf. Immerhin ist es auch anderen Branchen gelungen, trotz harter Rahmenbedingungen und eines schwierigen Verhandlungsklimas zu vernünftigen Kompromissen und Lösungen zu kommen. Daran sollten sich beide Seiten orientieren und von potenziellen Kampfmaßnahmen Abstand nehmen. 

„Bei jeder geplanten Eskalation muss man auch einen Schritt weiter denken, vor allem wenn diese auf Kosten unserer Kunden und Fahrgäste geht. Wir fordern unseren Sozialpartner eindringlich dazu auf, den Verhandlungstisch nicht zu verlassen“, so Scheiber abschließend. 

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