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BIM als Antwort der Bauwirtschaft auf die Digitalisierung

Plattform „buildingSMART Austria“ zur Etablierung von Building Information Modeling in Österreich gegründet

buildingSMART Logo
© buildingSMART Austria

Building Information Modeling, kurz BIM, ist die Antwort der Bauwirtschaft auf die rasante Entwicklung der Digitalisierung. Durch die Einführung von BIM ändern sich zahlreiche Abläufe und Mechanismen in den Bauprozessen. Bei BIM-Projekten findet ein Datenaustausch im herkömmlichen Sinne nicht mehr statt, sondern es werden alle Informationen von Beginn an in ein digitales Gebäudemodell eingearbeitet.

Internationale Spitzenmanager referierten im Zuge einer hochkarätig besetzten Veranstaltung am Donnerstag in der Wirtschaftskammer Österreich über die digitale Zukunft im Bauwesen. Ein weiterer Schwerpunkt des Events bildete die Gründung von „buildingSMART Austria“, eine neue Plattform zur Etablierung von BIM in der Österreichischen Bauwirtschaft. 

BIM: Digitales Abbild des Bauwerks 

Durch BIM können die einzelnen Fachplaner ihre Teilmodelle erstellen, die Kostenermittlungen und Leistungsverzeichnisse (teil)automatisiert aus dem Modell generieren sowie verschiedenste Visualisierungen und Simulationen ausarbeiten. Der Bauunternehmer führt seine Kalkulation und Arbeitsvorbereitung anhand desselben Modells durch, erspart sich dadurch aufwändige und fehleranfällige Massenermittlungen und erreicht durch die dreidimensionale Darstellung einen besseren Überblick über das Bauwerk.

„Die Einführung von BIM in einem Baubetrieb ist ein relativ aufwändiger Prozess“, weiß Anton Rieder, Landesinnungsmeister Bau Tirol, aus eigener Erfahrung. „Dieser Prozess macht sich aber mittel- und langfristig jedenfalls bezahlt, da es absehbar ist, dass BIM auch in Österreich zum Standard wird. Angesichts der Geschwindigkeit der Digitalisierungsentwicklung können wir davon ausgehen, dass sich BIM schon in den nächsten Jahren zum Standard entwickeln wird.“

Angesichts der international zunehmenden Verbreitung der BIM-Technologie ist die Österreichische Bauwirtschaft gefordert, sich dieser Entwicklung zu stellen. „Traditionelle Konstruktionsmodelle haben sich überholt. Neue, digital vernetzte und kollaborative Modelle entstehen, die den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes oder Produkts berücksichtigen, erklärt Heimo Scheuch, Vorstands-Vorsitzender der Wienerberger AG. „Für uns als weltweit agierendes Unternehmen der Baustoffindustrie ist es ein klares Ziel, in dieser Phase Trends zu setzen und die Veränderung unserer Branche mitzugestalten.“

BIM wird mittelfristig Standard sein

Was in Großbritannien oder Skandinavien bereits per Gesetz eingefordert wird, durchdringt zunehmend die österreichische Bauwirtschaft. Auch in Österreich wird über kurz oder lang die BIM-Technologie bei öffentlichen Aufträgen eingeführt werden, weiß Karl Weidlinger, Obmann-Stv. des Fachverbandes der Bauindustrie: „Für die Bauindustrie ist BIM derzeit das wichtigste Zukunftsthema. BIM hat sich in der internationalen Bauwirtschaft in den letzten Jahren immer stärker etabliert und entwickelt sich mehr und mehr zum Standard. Die Einführung von BIM in einem großen Unternehmen ist eine Herausforderung. Der Aufbau von BIM-Know-how erfordert erhebliche Ressourcen für Weiterbildung, EDV-Entwicklung und Organisationsentwicklung. Wer aber in der internationalen Bauwirtschaft wettbewerbsfähig sein will, muss die BIM-Technologie beherrschen.“

„buildingSMART“ soll BIM zum Durchbruch verhelfen

Mit der Gründung von „buildingSMART Austria“ soll - so wie in etlichen anderen Ländern in Europa (z.B. Deutschland, Schweiz, Frankreich, etc.) und weltweit - ein breit aufgestelltes Netzwerk geschaffen werden, um die Vorteile der BIM-Technologie im Bauwesen für alle Beteiligten voranzutreiben.

Über den gesamten Lebenszyklus hinweg wirtschaften Akteure aus den Bereichen Planen, Bauen und Betreiben an einem Bauwerk. Die Nachfrage nach einem herstellerunabhängigen Datenformat, das die Zusammenarbeit zwischen diesen verschiedenen Akteuren erleichtert bzw. erst ermöglicht, wächst stetig. 

Hier stoßen konventionelle Methoden oft an ihre Grenzen und genau hier setzt „buildingSMART“ an, erklärt Geschäftsführer Alfred Waschl: „openBIM harmonisiert die Datenstrukturen aller Beteiligten der Planungs-, Bau- und Bewirtschaftungsprozesse, stellt eine für alle nutzbare Schnittstelle bereit und führt somit zu einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachdisziplinen. Die Plattform bietet damit allen Beteiligten der Bauwirtschaft eine einheitliche Grundlage für den Austausch von Bauwerksinformationen.“ (PWK108/US)

Die Veranstaltung, aufgenommen von einer Drohne
© hansringhofer Die Veranstaltung, aufgenommen von einer Drohne
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