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Austrian World Summit: Klimaschutz und Wohlstand sind kein Widerspruch 

Österreichs Umwelt- und Energietechnikbranche im Aufwind - WKÖ: Verbesserungspotenzial bei Investitionsanreizen

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Zum Austrian World Summit am heutigen Dienstag unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen präsentiert sich die österreichische Umwelt- und Energietechnikwirtschaft in guter Verfassung. Dies zeigt eine Branchenstudie des Industriewissenschaftlichen Instituts im Auftrag der WKÖ und der Bundesministerien für Wirtschaft (BMWFW), Umwelt (BMLFUW) und Technologie (BMVIT), die demnächst veröffentlicht wird. Fazit: Die Branche wächst stärker als die Gesamtwirtschaft, der Green Tech-Sektor ist außerordentlich innovativ und Österreich hält einen respektablen Anteil auf dem globalen Umwelttechnikmarkt.

„Wird das Klimaabkommen von Paris mit Leben erfüllt, werden österreichische Betriebe, die häufig Technologieführer in ihren Marktsegmenten sind, Wachstumschancen nutzen können“, ist Stephan Schwarzer, Leiter der umwelt- und energiepolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, überzeugt. Durch die Internationalisierungsoffensive der WKÖ im Auftrag der Bundesregierung konnten diese Chancen bisher sehr gut genutzt werden – daher wird auch in Zukunft hier ein besonderer Schwerpunkt bei der Bearbeitung von Märkten auf allen Kontinenten liegen.

Green Jobs „wachsen“ in der gesamten Wirtschaft

Das Wachstum der Green Jobs tragen nicht nur die Technologieanbieter, sondern die gesamte Wirtschaft, namentlich die Industrie als Technologienachfrager. Ohne Nachfrage im Inland in der ersten Etappe schaffen Betriebe selten den Sprung in den Export.

Entsprechenden Rückenwind dafür hat die Politik in den letzten 20 Jahren mit einer Reihe von Maßnahmen bei Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Abfallwirtschaft und Klimaschutz in der jungen, innovativen Industrie erzeugt.

Förderprogramme brauchen Langfrist-Perspektive statt „Stop and Go“

Verbesserungspotenzial sieht Schwarzer bei Förderprogrammen. Hier wäre eine Verbesserung möglich, die leicht umzusetzen ist und den Fiskus nichts kosten würde: „Förderprogramme brauchen eine längerfristige Ausrichtung über mehrere Jahre anstelle des derzeit praktizierten ‚Stop and Go‘ von Jahr zu Jahr.“ Die zweite Verbesserung, die auch Technologielieferanten zugutekommt, ist die Abkürzung des unzumutbaren Hürdenlaufs bis zur Erteilung der behördlichen Projektgenehmigungen. Von Projekten, die nie zur Durchführung gelangen, haben auch die Technologielieferanten nichts außer frustrierten Aufwand.

Technologiepolitik ist Schlüssel zu nachhaltigem Wirtschaften

„Am heutigen Austrian World Summit sowie bei künftigen Gipfeln soll Österreich als viertreichstes Land der EU demonstrieren, dass sich die Politik nicht zwischen Wohlstand und Klimaschutz entscheiden muss, sondern das eine mit dem anderen vereinbar ist. Dazu braucht es eine intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Ohne massive Investitionen in den Bereichen Infrastruktur, Forschung und zukunftsweisende Produktionstechnologien sind die Emissionsobergrenzen des Paris-Abkommens nicht zu erreichen. Technologiepolitik ist ein Schlüssel zu einem nachhaltigen Wirtschaften“, unterstreicht der WKÖ-Experte. (PWK498/PM)

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