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Auf körpernahen Dienstleistern lasten Pandemie-Folgen besonders schwer

Geringere Kundenfrequenz und Umsatzeinbußen durch neue Zutrittsregeln verschärft - Innungsmeister Eder und Zeibig fordern Unterstützung für Betriebe

Masseurin
© Ado

Angesichts der rasanten Entwicklung bei den Neuinfektionen in Österreich ist eine rasche Eindämmung des pandemischen Geschehens das oberste Gebot. Die Verschärfung der Zugangsregeln trifft allerdings die körpernahen Dienstleister besonders hart: Im Unterschied zu anderen Wirtschaftsbereichen konnten sich die betreffenden Branchen noch nicht von den coronabedingten Einbrüchen erholen. Unverständnis über die Verschärfung herrscht zudem unter den Betrieben, hat es doch in den letzten Monaten keine Clusterbildungen gegeben.

"Wir sehen leider seit dem Ausbruch der Pandemie und den Lockdowns ein verändertes Kundenverhalten. Unsere Mitgliedsbetriebe berichten von deutlichen Rückgängen in der Besuchsfrequenz von bis zu einem Drittel. Deshalb treffen uns die neuerlich verschärften Zugangsbestimmungen besonders hart", sagen die Bundesinnungsmeister Dagmar Zeibig und Wolfgang Eder.

Bis zu 40 % Umsatzeinbußen

Eine 2G-Regelung für Kunden schließt ungeimpfte Personen vom Besuch im Friseursalon bzw. im Fuß- oder Nagelpflege-, Kosmetik-, Massage- sowie Tätowier- und Piercingstudio aus. "Solch ein Betretungsverbot für große Teile der Bevölkerung bedeutet für unsere Betriebe neuerlich bis zu 40 Prozent Umsatzeinbußen. Hier muss es einen umfassenden Ersatz für die betroffenen Unternehmen sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, der auf diese Rückgänge Bedacht nimmt", betonen Zeibig und Eder.

Strengere Zugangsregeln für die Körpernahen Dienstleister dürften zudem nicht dazu führen, dass sich das Geschäft aus den Salons und Studios in gänzlich unkontrollierte private Bereiche verlagert. Eine 2,5G-Regelung für Kundinnen und Kunden hätte die drohende Verdrängung von rund 40 % aus den Studios und Salons wesentlich vermindert, so Zeibig und Eder abschließend.

Dagmar Zeibig vertritt als Bundesinnungsmeisterin in der WKÖ die Interessen von rund 27.000 Mitgliedsbetrieben aus den Bereichen Fußpflege, Massage, Heilmassage, Kosmetik, Visagistik, Nagelstudios, Pigmentieren, Tätowieren und Piercen. Bundesinnungsmeister Wolfgang Eder ist als Branchensprecher für österreichweit rund 9.200 Friseurbetriebe zuständig. (PWK 563/HSP)

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