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Attraktiver Privatsendermarkt mit fiktionalen österreichischen Inhalten wäre wichtig für die österreichische Medienvielfalt 

FV Film- und Musikwirtschaft für Wahrung österreichischer Medienidentität

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Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft beobachtet mit Interesse die laufenden Verhandlungen um Verbleib des Privatrundfunksenders ATV in Österreich. „Ein attraktiver Privatsendermarkt gehört ebenso zur österreichischen Medienlandschaft wie ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk“, so Danny Krausz, Obmann des Fachverbandes. „Dass ATV, der als Sender inzwischen aus dem österreichischen Programm nicht wegzudenken sei, weiterhin auf dem österreichischen Rundfunkmarkt präsent sein wird, ist zu begrüßen.“ 

Der Fachverband hält es aber auch für sinnvoll, dass Verhandlungen mit allen Interessenten geführt werden, um sicherzustellen, dass Programmvielfalt durch Investition in unabhängige österreichische Produktion, ein konkurrenzfähiger österreichischer Werbemarkt und österreichische Medienidentität gewahrt bleibt. Dies sei auch von der Wettbewerbsbehörde sicherzustellen und wird diese sicher alle vorliegenden Angebote in ihre Überlegungen wertend einbeziehen.

Darüber hinaus bleibt aber das Problem der aus Österreich massiv in die deutschen TV-„Privatfenster“ abfließenden Werbemittel und des gravierend unterdurchschnittlichen Investments der Privatsender in unabhängige Produktion anzusprechen. Die Bundesmittel, die in die Privatsender fließen, haben bislang jedenfalls für keinen Sinneswandel gesorgt und gibt es nahezu in allen EU Ländern zwingende Solidarabgaben der Privatsender in entsprechende Finanzierungstöpfe der regionalen Produktionslandschaft – nur in Österreich nicht. Danny Krausz gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die Bundesregierung bei der angekündigten Medienenquete im Frühjahr dieses Jahres auch diese Probleme aufgreifen werde. 

„Trotz bestehender Budgetprobleme hat sich der ORF im Interesse einer konstruktiven Partnerschaft mit der österreichischen Produktionswirtschaft zu einer langfristigen Zusammenarbeit und einem Investment in unabhängige Produktion bekannt“, so Danny Krausz weiter. „Wir würden uns wünschen, dass auch die Privatsender den Wert österreichischen Programms auf diesem Markt erkennen, ihre Investment via Rundfunkregulator transparent machen und Bemühungen intensivieren, im eigenen Programminteresse genug österreichisches Programm zu produzieren.“ (PWK187/us)

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