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Arbeitsmarkt: Senkung der Lohnnebenkosten und Forcierung der überregionalen Mobilität rasch umsetzen 

Gleitsmann: Das neue Arbeitsprogramm der Regierung stellt die ersten richtigen Weichen

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Dass die Arbeitslosigkeit Ende Jänner mit einem Plus von 3.606 Personen leicht steigt, ist eine unerfreuliche, aber nicht ganz unerwartete Entwickung. Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer, erläutert die Ursachen: „Neben den kalten Temperaturen, die der Bauwirtschaft zusetzen, sind es vor allem die oftmals nicht gerade unternehmerfreundlichen Rahmenbedingungen, die eine Absenkung der Arbeitslosigkeit verhindern. Wir brauchen daher Maßnahmen, die ein beschäftigungsfreundliches Umfeld schaffen und unsere Betriebe entlasten. Der im neuen Arbeitsprogramm verankerte Beschäftigungsbonus mit einer Senkung der Lohnnebenkosten weist ebenso in die richtige Richtung wie die Förderung der regionalen Mobilität mit einer Ausweitung des Kombilohnmodells und der Entfernungsbeihilfe. In diese Richtung muss es weitergehen“.

Lohnnebenkostensenkung rasch umsetzen

Erfreulich ist das Plus von 55.000 zusätzlichen Beschäftigten Ende Jänner (im Vorjahresvergleich). „Immer mehr Menschen wollen am Arbeitsmarkt teilhaben, und gleichzeitig tut die die österreichische Wirtschaft ihr Möglichstes, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen,“ erläutert Gleitsmann. Dem wachsenden Arbeitskräftepotenzial muss mit wirksamen Beschäftigungsimpulsen entgegengesteuert werden. „Der Beschäftigungsbonus ist ein richtiger Schritt, darüber hinaus wird eine nachhaltige Entlastung des Arbeitsmarktes aber nicht ohne generelle Senkung der im internationalen Vergleich exorbitant hohen Lohnnebenkosten gehen. Schließlich sollen auch jene Betriebe entlastet werden, die ihr Personal trotz schlechter Konjunktur und hohem internationalen Wettbewerbsdruck halten.“  

Offene Stellen im Westen erneut kräftig gestiegen

Positiv ist der österreichweit erneut starke Anstieg der offenen Stellen (+35%). An der Spitze des Zuwachses der offenen Stellen liegt mit Vorarlberg (+ 56,4%) erneut ein westliches Bundesland, Wien (+21%) liegt weit hinten auf dem vorletzten Platz. „ Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, dass Arbeitsplätze nicht mehr vorrangig in der Stadt zu suchen sind. Vor allem in ländlichen Regionen suchen Betriebe händeringend nach den passenden Arbeitskräften. Die Menschen von den Städten zurück auf das Land zu bringen, wird künftig eine wichtige Aufgabe sein. Sehr positiv ist daher, dass die Regierung die Förderung der überregionalen Mobilität im neuen Arbeitsprogramm verankert hat. Die Ausweitung der Kombilohnbeihilfe auf Personen, die einen weiter entfernten Arbeitsplatz annehmen, ebenso wie der Ausbau der Entfernungsbeihilfe sind die richtigen Instrumente. Die Forcierung der überregionalen Mobilität ist der WKÖ schon lange Zeit ein großes Anliegen. Es ist sehr erfreulich, dass die Regierung nun konkrete Schritt setzt, um die Mobilität am Arbeitsmarkt zu erhöhen,“ so Gleitsmann. 

Steigende Beschäftigte 50+

Die Beschäftigung der Personengruppe 50+ stieg erneut (+46.000 Personen). „Der Großteil der zusätzlich Beschäftigten geht auf die Altersgruppe 50+ zurück. Diese Entwicklung zeigt, dass die Betriebe die Erfahrung der älteren Beschäftigten sehr schätzen. Aus den unterschiedlichsten Gründen haben es ältere Arbeitslose schwerer am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Der seit den letzten Jahren verstärkte Einsatz der Eingliederungsbeihilfe an Betriebe, die arbeitslose Personengruppe aus der Altersgruppe 50+ einstellen, ist sehr wirksam und genau der richtige Weg, um ältere Arbeitssuchende wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren,“ so Gleitsmann. „Auch die von der Regierung geplante Lockerung des Kündigungsschutzes für Personen 50+ wird vielen Älteren neue Jobchancen bringen. Die im neuen Arbeitsprogramm angekündigte Beschäftigungsaktion 20.000, die zusätzliche Jobs für langzeitarbeitslose ältere Menschen in Gemeinden und gemeinnützigen Unternehmen schaffen soll, sollte dabei nur die zweite Wahl werden. Die Integration älterer Arbeitslose in Betriebe am ersten Arbeitsmarkt über das erfolgreiche Instrument der Eingliederungsbeihilfe muss auch weiterhin die Wahl Nummer Eins bleiben,“ betont Gleitsmann. (PWK085/PM)

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