th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Anschlussbahnen sind das Rückgrat des Schienengüterverkehrs

Fachtagung beleuchtet Entwicklung der Anschlussbahnunternehmen– sie nehmen Schlüsselrolle bei Verlagerung von der Straße auf die Schiene ein

Anschlussbahnen
© WKÖ

„Der Schienengüterverkehr ist einer der wichtigsten Hebel, um die Treibhausgas-Emissionen nachhaltig zu senken. Hier braucht es die nötigen Maßnahmen und Anreize, damit der Güterverkehr auf der Schiene verstärkt zum Zug kommt“, so Markus Schinko, Präsident des Verbandes der Anschlussbahnunternehmen (VABU), im Rahmen der heute stattfindenden 9. Fachtagung der Anschlussbahnen im Cargo Center Graz (CCG). Das CCG ist mit mehr als 320.000 m2 Hallenfläche auf einer Gesamtfläche von rund 100 Hektar der größte Logistikimmobilienstandort Österreichs (Top 20 in Europa). Das Herzstück des CCG ist der von den Steiermärkischen Landesbahnen (STLB) betriebene Terminal Graz Süd für leistungsfähige Kombi-Verkehre und einem Jahresumschlag von 230.000 TEU (HR 2019).

Parallel zum Ausbau der Baltisch-Adriatischen-Achse wird der Terminal Graz Süd Modul II mit einer zusätzlichen jährlichen Kapazität von ca. 250.000 TEU errichtet. Damit wird sich der Terminal Graz Süd zu einer der bedeutendsten Anschlussbahnen in Österreich entwickeln. Zumal Innovationen im Bereich Sensoren und Logistik sowie eine zunehmende Digitalisierung die Verlagerung auf die Schiene noch attraktiver machten.

In Summe prognostiziert das Verkehrsministerium einen 32 prozentigen Zuwachs des Güterverkehrs auf der Schiene in Österreich bis 2025, verglichen mit dem Jahr 2010. „Damit kommt auch den Anschlussbahnen eine Schlüsselrolle zu, um das von der Politik ausgerufenen Ziel der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu erreichen“, betont Schinko.

9. Fachtagung der Anschlussbahnen im Cargo Center Graz (CCG)
© Foto Kerschi, VABU 9. Fachtagung der Anschlussbahnen im Cargo Center Graz (CCG)

Anzahl der Anschlussbahnen rückläufig

2018 wurden 571 Schienenverkehrsanschlüssen in ganz Österreich bedient. Insgesamt ist der Bestand an Anschlussbahnen stark rückläufig. 2010 gab es noch 782 bediente Anschlussbahnen, also 26 Prozent mehr Bahnen, auf denen aktiv Güterverkehr betrieben wurde. In Österreich gibt es derzeit 1076 registrierte Anschlussbahnen, was bedeutet, dass im Vorjahr nur noch rund die Hälfte aktiv bewirtschaftet wurde.

Laut Jahresbericht 2018 der Schienen-Control knapp 80 Mio. t von insgesamt 117,9 Mio. Nettogütertonnen über Anschlussbahnen abgewickelt. Das entspricht einem Waggon-Aufkommen von 1,35 Mio. Wagen, die auf 571 bedienten Anschlussbahnen abfertigt wurden. Auf 19 Anschlussbahnen wurden im Vorjahr die Hälfte des 80 Mio.-t-Volumens befördert. Zu diesen aufkommensstärksten Anschlussbahnen gehörten jene zur Voestalpine in Linz, Hafen Enns, Linz Service und Sappi in Gratkorn. Auf 227 Anschlussbahnen wurden gerade mal ein bis zehn Waggons im ganzen Jahr transportiert. Diese Fakten zeigen für Schinko ganz klar, „dass die Branche von einer starken Konzentration geprägt ist.“ 

Der Umwelt zuliebe verstärkt auf die Schiene setzen

Anschlussgleise ermöglichen eine direkte Beladung von Waggons am Firmengelände und ersparen somit Lkw-Fahrten zum Schienenterminal und kostspielige Umlade-Vorgänge. „Anschlussbahnen sind somit das Rückgrat des Schienengüterverkehrs. Wir müssen Wettbewerbsnachteile des Schienengüterverkehrs gegenüber anderen Verkehrsträgern konsequent ausgleichen oder beseitigen“, so Schinko. „Daher schlage ich vor, dass bei allen Gewerbegebieten künftig genauso selbstverständlich wie ein Straßenanschluss auch ein Schienenanschluss von der öffentlichen Hand kostenlos hergestellt wird.“ Weiters sollten die Bundesländer mit Beratung und Coaching den Firmen bei der Verkehrsverlagerung unterstützend unter die Arme greifen. Schinko: „Wir können nicht warten, bis es auf der Straße heißt, nichts geht mehr. Wir müssen auch der Umwelt zuliebe verstärkt auf die Schiene setzen.“ 

Das Förderprogramm für Anschlussbahnen ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung sowie Steigerung der Frachtvolumina auf der Schiene. Die Fortsetzung des Förderprogrammes bis 2022 wird daher begrüßt. „Die Errichtung von Anschlussbahnen muss weiterhin ein öffentliches Interesse darstellen und maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingehen“, so Schinko.

Anschlussbahnförderung wird weiterhin nachgefragt

Seit Beginn der neuen Förderperiode im Jahr 2018 erhielten 26 Projekte eine Förderzusage in einer Gesamthöhe von 7,9 Mio. Euro. Damit setzt sich der Trend in der Nachfrage der letzten Jahre unverändert fort.

Neuer Standort der Abwicklungsstelle für Anschlussbahn- und Terminalförderung

Für die Antragstellung ist weiterhin die Abwicklungsstelle der SCHIG mbH zuständig. die sich seit 9. September 2019 an Ihrem neuen Standort auf dem Austria Campus 2, Jakov-Lind-Straße 2, Stiege 2, 4. OG, 1020 Wien befindet.

Das könnte Sie auch interessieren

Katze

Welttierschutztag: Zoofachhandel fordert gemeinsames Vorgehen gegen Tierleid

Essmann: „Österreichischer Zoofachhandel macht sich für die Bekämpfung des illegalen Tierhandels und die Ausweitung der geltenden Tierschutzbestimmungen stark“ mehr

ÖBB Rail Tours Nightjet

Nachhaltiges Reisen: Start für Pilotprojekt „Im Nightjet zum Schnee“ in Tirol

Auf Initiative des Seilbahn-Fachverbandes kooperieren ÖBB und Tirol Werbung mit vier Skigebieten mehr