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Alle Österreicher/innen haben ein Recht auf Zusatzpensionen! 

Betriebspensionen sind kein „Luxus“ sondern entscheidend für eine ausreichende Altersvorsorge für alle Österreichinnen und Österreicher

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Die aktuell im Wahlkampf geführte Diskussion über „hohe Sonderpensionen“ im staatsnahen Bereich und die Abschaffung von „Pensionsprivilegien einiger weniger“ droht zu verdrängen, was alle Experten bestätigen: Zur nachhaltigen Sicherung des Lebensstandards aller Österreicherinnen und Österreicher auch im Alter, muss die betriebliche Altersvorsorge – also Zusatzpensionen über Pensionskassen – weiter massiv ausgebaut werden. Nur ein Zusammenwirken aller Formen der Pensionsvorsorge kann die kommenden Anforderungen an das Pensionssystem in Österreich erfolgreich bewältigen.

Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen dazu: „Firmenpensionen von Pensionskassen, wie sie rund 23 Prozent aller österreichischen Arbeitnehmer/innen bereits zustehen, haben mit ‚Pensionsprivilegien‘ rein gar nichts zu tun. Sie sind vielmehr ein entscheidender Beitrag zu einer verantwortungsvollen Altersvorsorge. Das sollte in der aktuellen Wahlkampf-Diskussion keinesfalls untergehen.“

Pensionskassen sind größter privater Pensionszahler

Die Österreichischen Pensionskassen sind der größte private Pensionszahler im Land. Insgesamt wurden im Jahr 2016 von den Pensionskassen 651 Millionen Euro ausbezahlt, die durchschnittliche monatliche Pensionskassenpension betrug rund 500 Euro. 40 Prozent aller Arbeitnehmer in Österreich verdienen weniger als 1500 Euro brutto im Monat. Gerade für Geringverdiener, Teilzeitbeschäftigte und Frauen ist eine zusätzliche Altersvorsorge besonders wichtig – schon eine kleine Zusatzpension trägt zu einem besseren Auskommen in der Pension und einer merklichen Verbesserung des Lebensstandards im Ruhestand bei.

Betriebliche Altersvorsorge massiv ausbauen

Es ist daher das Ziel der Pensionskassen, die betriebliche Altersvorsorge in Österreich massiv auszubauen – für den Einzelnen und aus Sicht der Volkswirtschaft zur Erhaltung der Kaufkraft einer sehr großen Bevölkerungsgruppe. Zakostelsky: „Für die nächsten fünf Jahre planen wir die Verdoppelung der Anzahl der Österreicherinnen und Österreicher mit Pensionskassenlösung auf rund 50 Prozent. Umgesetzt werden kann dies vor allem durch die Verankerung von Firmenpensionen in Kollektivverträgen bzw. in einem Generalkollektivvertrag“.

Derzeit beinhalten etwa zehn Prozent aller Kollektivverträge in Österreich eine Regelung über eine betriebliche Altersvorsorge. Dieser Anteil sollte deutlich erhöht werden, denn die vermehrte Verankerung von Firmenpensionen in Kollektivverträgen bringt allen Beteiligten Vorteile: Der Arbeitnehmer erhält durch die einbezahlten Arbeitgeberbeiträge in eine Pensionskasse letztlich einen höheren monatlichen Betrag, als durch eine entsprechende Lohnerhöhung. Das dadurch in der Pension höhere verfügbare Einkommen nützt ihm bzw. ihr persönlich und die höhere Kaufkraft der wachsenden Bevölkerungsgruppe der Pensionisten stärkt die österreichische Volkswirtschaft. (PWK626/BS)

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