th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Afrika: Marktbearbeitung überdenken 

Die Kenntnis des „anderen Afrika“ eröffnet Chancen am Wachstums- und Zukunftskontinent

Afrika: Marktbearbeitung überdenken
© wkö

“Österreich läuft Gefahr, Chancen auf dem Wachstums- und Zukunftskontinent Afrika zu vergeben. Die österreichischen Exporte in unseren Nachbarkontinent mit 54 Ländern und über einer Milliarde Einwohnern sind etwa ein Viertel so groß wie die Exporte in unser kleines Nachbarland Schweiz”, berichtet Rudolf Thaler, Afrika-Experte der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Der Anteil der Afrika-Exporte an den österreichischen Gesamtexporten liegt bei knapp über einem Prozent und ist in den letzten zehn Jahren tendenziell rückläufig.  

Rot-weiß-rote Unternehmen sind höchst erfolgreich in Afrika. SKIDATA beispielsweise ist Marktführer bei innovativen Zugangssystemen bei Stadien. STRABAG baut die höchste Brücke Afrikas und in der südlichen Hemisphäre. Verpackungsspezialist ALPLA ist mit eigener Produktion vor Ort erfolgreich am Markt. Insgesamt gibt es in Afrika etwa 200 Niederlassungen österreichischer Unternehmen. Erst kürzlich startete das Wiener Unternehmen Intercont als österreichischer Transportpionier in Tansania. Insgesamt ist der Nachbarkontinent allerdings noch zu wenig auf dem Exportradar der österreichischen Exportwirtschaft. Afrika wird von Unternehmen aus China, Frankreich und USA dominiert.  

Testmarkt für Innovationen und dynamische Startup-Szene 

Afrika hat den Ruf eines schwierigen Marktes und ist klischeebehaftet. Erst der Blick auf das „andere Afrika“ eröffnet die riesigen Chancen. Afrika ist dabei, Technologiestufen zu überspringen - mangels Bankkonto direkt zum mobile Wallet und von der Energiearmut direkt zur Solarenergie. Afrika entwickelt sich zunehmend zur Testregion innovativer Technologien. Kenia ist führend bei FinTech-Innovationen. In Ruanda entstand bereits vor Jahren der erste Drohnenflugplatz, um entlegene Gebiete zu versorgen.  

In Afrika entwickelt sich - vielfach unbemerkt - eine dynamische Startup-Szene. Das Startup Funding stieg 2017 um die Hälfte und erreichte einen Rekordwert von 560 Millionen US- Dollar. Die Startup Hotspots sind Südafrika, Kenia und Nigeria. Die Investoren sind interessiert an FinTEch, e-Commerce und e-Health. 

Konzentration auf überschaubare Wachstumsmärkte und frugale Innovationen  

Afrikanische Volkswirtschaften sind Wachstumskaiser. Afrikas Wirtschaft soll 2018 und 2019 um 3,2 Prozent bzw. 3,5 Prozent wachsen. Die größten Volkswirtschaften Afrikas - Südafrika, Nigeria und Angola - liegen zwar unter den Wachstumserwartungen, aber sechs der afrikanischen Volkswirtschaften sind unter den Top 10 der schnellst wachsenden Volkswirtschaften gereiht. Jetzt ist die Zeit, die Chancen in den Bereichen Infrastruktur, Wassermanagement, Umwelttechnologien, Agribusiness, Gesundheit, Tourismus etc. vor Ort zu sondieren. Später werden die Markteintrittsbarrieren erheblich höher sein. Interessante Wachstumsmärkte für österreichische Unternehmen sind beispielsweise Ghana, Äthiopien, Côte d’Ivoire, Dschibuti, Tansania und Ruanda.  

„Für den nachhaltigen Erfolg am afrikanischen Markt ist ein grundlegendes Überdenken der Marktbearbeitung zu überlegen. Der afrikanische Markt erfordert maßgeschneiderte Produkte“, betont Thaler. Frugale Innovationen eröffnen neue Chancen. Gefragt sind robuste Produkte, die auf ihre Kernfunktionen beschränkt sind. Lokale Innovationszentren und ein effizienter loyaler Partner helfen beim Aufspüren lokaler Lösungen. 

Virtueller Reise-Tipp

Der Exporttag am 21. Juni in der Wirtschaftskammer Österreich bietet die Chance zum globalen Netzwerken mit allen Wirtschaftsdelegierten der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA - eine virtuelle Reise rund um den Globus und von Wien bis nach Johannesburg ohne in einen einzigen Auslandskilometer investiert zu haben. (PWK417/SR)

von

Das könnte Sie auch interessieren

  • Internationales

USA: Blitzumfrage unter österreichischen Firmen zu 100 Tage Trump 

Österreichische Unternehmen sehen in den USA optimistisch in die Zukunft und konzentrieren sich auf ihren Markt mehr

  • Internationales
Wasser

12 Firmen aus Österreich im Finale der ‚Agri-Water Innovation Challenge‘ in Südafrika 

Finalisten präsentieren diese Woche mit Unterstützung der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA innovative Ideen aus Österreich als Beitrag zur Lösung der Wasserkrise in Kapstadt mehr

  • Internationales
Jordanien: attraktiver Nischenmarkt für österreichische Unternehmen

Jordanien: Stabiler Hub im Nahen Osten und attraktiver Nischenmarkt für österreichische Unternehmen 

Bundespräsident Van der Bellen eröffnet mit WKÖ-Vize Schenz und AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA Leiter Otter das österreichisch-jordanische Wirtschaftsforum in Amman mehr