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ARGE Automotive Zulieferindustrie: Jetzt klug agieren und Weichen für die Zukunft stellen

Sprecher Schäfer fordert Technologieneutralität bei Antriebsformen und richtet Appell an Politik

Autofabrik
© WKÖ

Die ARGE Automotive Zulieferindustrie sieht durch die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie und die einseitige Fokussierung der Politik auf Elektromobilität die gesamte Branche in Gefahr, und das ohne zwingende Gründe. Dietmar Schäfer, Vorsitzender der ARGE Automotive Zulieferindustrie: "Die Reduktion der Treibhausgase verlangt kluge technologische Lösungen. Die österreichische Zulieferindustrie verfügt über hohe Lösungskompetenz und kann für die nachhaltige Mobilität der Zukunft wichtige Impulse setzen. Eine reine Fokussierung auf Elektromobilität ist allerdings der falsche Weg, vielmehr sollten wir auf Technologieneutralität setzen. So können sich in einem fairen Wettbewerb die effizientesten und zukunftsfähigsten Lösungen für nachhaltige Mobilitätsformen durchsetzen."

Branche regt Zuliefergipfel an

Die Automotive Zulieferindustrie ist ein wichtiger Standortfaktor und sichert mit über 900 Betrieben indirekt an die 200.00 Arbeitsplätze. Nur auf das batteriebetriebene E-Auto zu setzen, lässt den Unternehmen bei der Entwicklung von alternativen Antriebsarten wenig Raum für innovative Lösungen. Es wird in jedem Fall eine breitestmögliche Vielfalt brauchen, damit die gewünschten Klimaziele erreicht werden können, so Schäfer. "Leider setzt die Politik, getrieben von tagesaktuellen Entwicklungen, die falschen Akzente. Die Betriebe der Zulieferindustrie verfügen über höchste technologische Kompetenz und arbeiten an vielfältigen Lösungen für die nachhaltige Mobilität. Dazu braucht es aber auch entsprechende politische Unterstützung. Wir regen daher einen Zuliefergipfel an, um die Zukunftschancen dieser für Österreich so wichtigen Branche zu sichern."

Im Rahmen des Zuliefergipfels sollen Unternehmen, Techniker, Interessenvertretungen, Wirtschaftsforscher und Politik die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung der Automotiven Zulieferindustrie erarbeiten. "Österreich ist ein Automobil-Land und soll das auch bleiben. Mit kluger, vorausschauender Politik und innovativen Unternehmen ist ein Fortschreiten des Erfolgswegs zu machen. Wir laden daher alle relevanten Akteure ein, gemeinsam und konstruktiv an einer Sicherung der wichtigen Zulieferindustrie zu arbeiten", fordert Schäfer.

Ein großes Anliegen der Branche betrifft auch das Management der Corona-Pandemie. Die Gesundheitspolitik ist im Moment besonders gefordert und die Bewältigung der Pandemie ist Voraussetzung für eine Erholung der Wirtschaft. Die ARGE Automotive wünscht sich aber dringend mehr Augenmaß und Verständnis für die Herausforderungen der Betriebe. Die Schließung der öffentlichen Verkaufsflächen in den letzten Wochen im KFZ-Handel etwa traf auch die Betriebe der Zulieferindustrie, obwohl Autohäuser allein von der Raumgröße her keine Rolle im Pandemiegeschehen spielen.

Erfolgsgeschichte Automotive Zulieferindustrie

Die Automotive Automobilzulieferindustrie in Österreich ist eine Erfolgsgeschichte. In einem zunehmend wettbewerbsintensiven globalen Umfeld konnte die Zulieferindustrie ihre Position laufend festigen. Über 80.000 Menschen sind in mehr als 900 Unternehmen beschäftigt, indirekt sichert die Branche durch Multiplikatoreffekte mehr als 212.000 Arbeitsplätze. Die Exportquote beträgt rund 90 %, der Anteil der Autozulieferindustrie an der Wertschöpfung der gesamten österreichischen Sachgütererzeugung liegt bei rund 10 %. Das Corona-Jahr 2020 trifft die Branche dramatisch, für heuer rechnet sie mit einem Rückgang bei der Produktion von 23 %, die Beschäftigung wird um bis zu 7 % sinken.

Über die ARGE Automotive

Die ARGE Automotive Zulieferindustrie ist die österreichweite Branchenvertretung für die rund 900 in der WKO vertretenen Unternehmen aus dem automotiven Wertschöpfungsbereich und vereinigt somit alle wesentlichen Player dieses Sektors unter ihrem Dach. Trägerorganisationen sind die WKO, vertreten durch die Bundessparte Industrie, und die AWO/Außenwirtschaft Österreich sowie sechs Industrie-Fachverbände (FV-NE-Metall, FV Bergwerke & Stahl, FV Metalltechnische Industrie, FV Chemische Industrie, FV Elektro- und Elektronikindustrie und FV Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie), die Kraftfahrzeugzulieferbetriebe zu ihren Mitgliedern zählen. Oberstes Ziel ist, eine verbesserte öffentliche Wahrnehmung der Autozulieferbetriebe zu schaffen, um die industriepolitischen Rahmenbedingungen zu optimieren. Durch die Integration in die WKO ist auch für eine optimale Koordination insbesondere mit dem Fachverband der Fahrzeugindustrie als Interessenvertretung der Herstellerseite bestens vorgesorgt.


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