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600 Fahrlehrer und Prüfer beim größten Führerschein-Event Österreich 

40 Elektroautos, Motoräder, Lkw, Busse und Traktoren sowie 40 Instruktoren beim Bundesfahrprüfertag und Fahrlehrertag 2017

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Elektroautos, richtiges Fahrverhalten, Assistenzsysteme für mehr Sicherheit und mehr Umweltschutz und Entwicklungen bei der Fahrzeugtechnik sind die Schwerpunkte des Fahrlehrertages und des Bundesfahrprüfertages 2017, der noch bis Freitag am Red Bull Ring in Spielberg stattfindet. 

600 Fahrlehrer und Prüfer werden von den Fahrschulen und Landesregierungen zur Weiterbildung entsandt. Die praktischen Fahrübungen erfolgen auf 40 modernen Autos, Motorrädern, Lkw, Traktoren und Bussen unter Anleitung professioneller Instruktoren, so Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbands der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich. Träger des Events sind der WKÖ-Fachverband der Fahrschulen und das Verkehrsministerium.

„Der Bundesfahrprüfertrag und der Fahrlehrertag sind eine tolle Initiative und Gelegenheit, um Wissen auszutauschen. Fahrlehrer und Prüfer absolvieren gemeinsam Weiterbildungen, um den Verkehr sicherer zu machen. Gemeinsam wollen wir ein Ziel erreichen: Kein einziger Verkehrstoter mehr auf Österreichs Straßen. Verkehrsministerium, Länder und der Fachverband der Fahrschulen der WKÖ haben eine Schulungsplattform etabliert, die europaweit Vorbild ist“, so Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.

„Die Beobachtungsstelle Straßenverkehrssicherheit hat das Qualitätsmanagement im Bereich Führerschein übernommen. Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Landesregierungen soll das Risikoverhalten bei der praktischen Fahrprüfung besser erkannt werden“, so Norbert Hartl von der BSV (Beobachtungsstelle Straßenverkehrssicherheit) im bmvit.

Neue Entwicklungen erfordern neue Fertigkeiten

Das Lenken von Elektroautos, das kraftvolle Beschleunigen – bei Bewahrung hoher Sicherheitsreserven - in wenigen Sekunden von Null auf Hundert, die geräuschlose Fortbewegung, Fahren ohne Schaltknüppel und ohne Automatik-Wählhebel, das bewusste Rückgewinnen von Strom beim Rollen und Bremsen (Recuperation) – all das bringt den Lenkern neuen Fahrspaß und eine neue individuelle Mobilität. Die Fahrzeuge benötigen auch neue Fertigkeiten und Kenntnisse. Prüfer und Fahrlehrer machen sich in Spielberg mit neuen Technologien vertraut, ist Wiedermann erfreut, dass mit BMW (BMW i3), Hyundai (IONIQ), Kia (Soul EV), Nissan (Leaf), Renault (Zoe), Tesla (Model S) und VW (e up) mehr als die Hälfte der Hersteller von BEV (Batterie-Elektro-Fahrzeugen) heuer ihre neuesten E-Auto-Modelle für Praxisfahrten zur Verfügung stellen. Sämtliche Fahrlehrer und Prüfer sind einen halben Tag am Gelände und absolvieren ihre Testfahrten unter Anweisung von fast 40 Instruktoren.

Elektro-Motorräder

Bei Elektro-Motorrädern steigt die Ausstattung mit High-Tech-Innovationen rasant, um den Fahrspaß weiter zu steigern und gleichzeitig hohe Sicherheit im Stadt- und Überlandverkehr, aber auch beim Kurvenfahren zu gewährleisten. Das Wissen um das eigene Können und die richtige Wahl von Helm, Jacke und Handschuhen besitzen besonderen Sicherheitsstellenwert. Die Beschleunigungskraft von E-Bikes fasziniert, sie muss nicht auf Touren kommen, sondern ist – wie vom Gummiband gezogen – bereits vorhanden. Sportmotorräder beschleunigen in atemberaubenden 3,5 Sekunden von Null auf Hundert. 

Via Smartphone lassen sich Höchstgeschwindigkeit, Drehmoment oder die Modi für das Ausmaß der Bremsenergie-Rückgewinnung einstellen. Der Lenker kommuniziert über Bluetooth mit dem Bike. Die Zweiräder von Zero Motorcycles (Modelle S, SR und DS) und BMW (C evolution) beweisen, dass die Leistung dosiert und feinfühlig abgerufen werden kann, so Wiedermann. 

Zudem sind E-Bikes weitgehend wartungsfrei. Reifen, Bremsbeläge und Bremsflüssigkeit erfordern praktisch keinen Werkstattbesuch. Den Motor-Sound konventioneller Bikes können Fahrlehrer und Prüfer auch bei Fahrten mit Harley Davidson (Modelle 750er, 883er, 1200er) erleben. Zum Laden der 40 E-Fahrzeuge stehen Schnellladestationen, sog. Triple-Charger (>50 kW) von ABB und Swarco zur Verfügung, weiters eine beschleunigte Ladestation von Hager und eine Wallbox. Auch Gäste können ihre Fahrzeuge mit Strom betanken.

Lkw

An nagelneuen Lastkraftwagen für den Fernverkehr mit 560 PS sowie Trucks für den Nahverkehr testen Fahrlehrer und Prüfer vollautomatische Anfahr- und Schaltprogramme. Neue Getriebefunktionen werden an neuen Sattelkraftfahrzeugen (Planensattel, Kippsattel, Kipper) von MAN getestet: GPS-gesteuerte Tempomaten erkennen den vorausliegenden Straßenverlauf mit bevorstehenden Steigungen und Gefällen und passen so Geschwindigkeiten an (Rollen über Kuppen). Neue technische Systeme senken damit den Kraftstoffverbrauch und erhöhen maßgeblich Sicherheit und Fahrkomfort. Mit schnelleren Schaltvorgängen werden Gänge übersprungen und Zugkraftunterbrechungen vermieden. Das Rollen der modernen EURO 6-Lkw auf leicht abfallenden Straßen, beim Stop-and-Go-Verkehr oder beim Heranrollen an einen Kreisverkehr wird energiesparend genutzt (ohne dass die Motorbremswirkung Geschwindigkeit kostet).

Vorausschauende Lkw-Notbremssysteme warnen den Lenker oder bremsen selbstständig bei kritischen Verkehrssituationen. Radarsensoren und Kameras überwachen die Einhaltung der Fahrspuren und messen Geschwindigkeiten vorausfahrender Fahrzeuge. „Wenn der Lenker nicht auf Warnsignale wegen Kollisionsgefahr reagiert und weder Gaspedal noch Bremspedal betätigt, leitet das Notbremssystem einen Anhaltevorgang vor dem Hindernis im Verkehr ein und warnt nachfolgende Verkehrsteilnehmer“, erläutert Stefan Ebner, Geschäftsführer des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehr.

Traktoren

Den stärksten Traktor, der je in Österreich produziert wurde (Steyr Terrus CVT), passt mit 270 PS seine Fahrgeschwindigkeit an die Arbeitsbedingungen auf dem Acker, beim Mähen oder im Transport-Modus automatisch an. Modern Steyr Traktoren (Modelle Terrus CVT, erreichen die Luftreinhalte-Abgasstufe EURO 4. Durch die Weiterentwicklung der SCR Technik, die auf Dieseloxidationskatalysatoren und die Abgasnachbehandlung mit Ad Blue setzt, kommen die Triebwerke der rot-weißen Traktoren ganz ohne Partikelfilter und ohne AGR (Abgasrückführung) aus. 

Eine verbesserte Software erhöht den Fahrkomfort und vereinfacht die Fahrzeugbedienung mit Multicontroler, Joystick, Folientasten und Touchscreen. Getriebe-, Hydraulikfunktionen und Geschwindigkeiten lassen sich feinfühlig dosieren und 32 Gänge ohne Kuppeln automatisch durchschalten. Satellitengestützte Führungssysteme gewährleisten parallele Spurführungen auf Feldern mit der Genauigkeit von 2,5 cm. 

Anhänger

Beim Zurückschieben von Anhängern können automatisierte Hilfssysteme eine wertvolle Unterstützung sein. Das Rückwärtsfahren mit Anhängerrangierassistent (Trailer Assist) üben die Teilnehmer an bereitgestellten Fahrzeug-Gespannen. Nach dem Einschalten der Parkhilfe im Pkw und dem Einstellen des Richtungswinkels steuert das Auto automatisch (ohne Griff auf das Lenkrad) präzise die gewünschte Stellfläche an. Lediglich beim Schalten, Beschleunigen und Bremsen greift der Lenker ein. Die Fahrzeuge stammen von VW und die Zweiachsanhänger von Pongratz (Modelle PHL, LPA). (PWK242/PM)

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