th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

SPIK - Sozialpolitik informativ & kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit 26.2.2021

Inhaltsübersicht

  • Homeoffice-Paket tritt am 1.4.2021 in Kraft
  • StepStone Jobreport: Gute Noten für Österreichs Unternehmen
  • AGES: 70% der Infektionen in Haushalten, 5% am Arbeitsplatz
  • 60% Nettoempfänger im Sozialstaat
  • AMS-Chef Kopf: "Geradlinige Lebensläufe sind fad"
  • Terminaviso: Jahrestagung Arbeits- und Sozialrecht

Liebe Leserinnen, liebe Leser,  

passend zu Ostern, dem Fest der Auferstehung, tut sich was: Am 1. April tritt das Homeofficepaket in Kraft - die WKO bietet dazu Serviceprodukte; die Phase 4 in der Kurzarbeit beginnt und wir erwarten ein Frühlingserwachen am Arbeitsmarkt. 

Noch stecken wir allerdings im Kampf gegen die Corona-Krise:

  • Eine Umfrage zu den Arbeitsbedingungen in der Corona-Zeit bringt einige Überraschungen.
  • Wenig überraschend finden weiterhin die meisten Infektionen im Haushalt und nur wenige am Arbeitsplatz statt. Die Impffortschritte in den Bundesländern sind unterschiedlich.
  • Und Interessantes zum Sozialstaat von der Agenda Austria.  

Trotz allem frohe Ostern!

Rolf Gleißner



Homeoffice-Paket tritt am 1.4.2021 in Kraft

Die Sozialpartnereinigung zum Homeoffice ist vom Nationalrat als Gesetz beschlossen. Der arbeitsrechtliche Teil gilt bereits ab 1.4.2021, auch wenn das Gesetz erst im April im Bundesgesetzblatt erscheint.

Die Eckpunkte:

  • Homeoffice ist freiwillig, es gibt weder ein Recht auf, noch eine Pflicht zum Arbeiten zuhause. Arbeit im Homeoffice ist schriftlich zu vereinbaren.
  • Der Arbeitgeber muss die digitalen Arbeitsmittel bereitstellen oder – im Fall der Bereitstellung durch den Arbeitnehmer – die erforderlichen und angemessenen Kosten (auch pauschal) ersetzen.
  • Die Regeln für Arbeitszeit und -ruhe gelten 1:1 auch für das Arbeiten zuhause. Anstelle von Beginn und Ende können Salden aufgezeichnet werden (also Mo 9h, Di 8h, etc.).
  • Die Beendigung kann frei vereinbart werden. Jedenfalls kann aber jede Partei aus wichtigem Grund die Vereinbarung binnen einem Monat zum Monatsletzten beenden.
  • Über die Rahmenbedingungen von Homeoffice kann eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen werden.
  • Die Tätigkeit zuhause steht unter Unfallversicherungsschutz.

Die steuerrechtlichen Regeln sind bereits kundgemacht: Ab 2021 kann der Arbeitgeber steuer- und SV-frei bis zu 300 Euro (bis zu 100 Homeoffice-Tage à 3 Euro) dem Arbeitnehmer für dessen Auslagen im Homeoffice (Homeoffice-Pauschale) auszahlen. Der Arbeitnehmer kann selbst weitere Ausgaben geltend machen. 

Die Sozialpartner haben eine Mustervereinbarung zum Homeoffice erstellt. 

Leitfaden Remote Leadership erschienen 

Herausforderungen im Homeoffice sind aber nicht nur Recht und Technik, sondern auch Betriebsablauf und Personalführung. Daher hat die Wirtschaftskammer rechtzeitig zum Inkrafttreten des Homeofficepakets einen Leitfaden mit Praxistipps für die Führung von Teams im Homeoffice erstellt. Der Leitfaden beantwortet Fragen wie: 

  • Wie führe ich meine Mitarbeiter, wenn das Team oder ein Teil davon nicht (Hybrid-Modus) vor Ort ist?
  • Wie halte ich den Teamgeist aufrecht?
  • Sind Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Prozesse im Remote-Modus bzw. Hybrid-Modus anders zu verteilen?
  • Welche Aufgaben bzw. Termine sind persönlich zu absolvieren?
  • Wie ändert sich meine Rolle als Führungskraft?  


Details unter https://wko.at/homeoffice 

Der beschlossene Gesetzestext (Veröffentlichung bleibt abzuwarten) 

Leitfaden Remote Leadership  


von Mag. Dr. Rolf Gleißner



StepStone Jobreport: Gute Noten für Österreichs Unternehmen

75 % mit Verhalten ihres Arbeitgebers während der Krise zufrieden 

Für den aktuellen StepStone Jobreport wurden 2000 Personen im Februar 2021 befragt. Die Ergebnisse sind sehr aufschlussreich und räumen mit Vorurteilen auf: So stellte sich heraus, dass die Generation 50+ digitalen Entwicklungen, wie beispielsweise Online-Bewerbungsgesprächen, aufgeschlossener gegenüber steht als die unter 30-Jährigen. Auch zeigt sich: Die Digitalisierung ist - durch die Corona-Pandemie  - in neuen Bereichen der Arbeitswelt angekommen. 

Ein zentraler Punkt ist naturgemäß das Thema Homeoffice, das für knapp jede zweite befragte Person überraschend gut funktioniert hat. Interessanterweise ist Homeoffice bei der Generation 50+  überdurchschnittlich gut angekommen, während jüngere Menschen zum Teil Probleme mit der stärkeren Vermischung von Beruf und Privatleben haben. Allerdings wünschen sich alle Altersgruppen einen Fortbestand der Arbeit von zuhause. 

Digitales Recruiting im Kommen 

Die Corona-Pandemie hat auch die Digitalisierung im Bewerbungsprozess angekurbelt. Die Online-Präsenz von Unternehmen hat an Bedeutung gewonnen, da sich die Suche nach Jobs stark ins Internet verlagert hat. Arbeitgeber sollten nicht außer acht lassen, dass für 30 % der unter 30-Jährigen Online-Bewertungen durch aktuelle oder ehemalige Beschäftigte eine größere Rolle als vor der Corona-Pandemie spielen. 

Immer mehr Vorstellungsgespräche finden mittels Videokonferenz statt - mit Vor- und Nachteilen: 23% der Bewerber schätzen die zeitschonende Vorgehensweise, wohingegen 28% von ihnen der Auffassung sind, sich im Vergleich zum persönlichen Gespräch nicht ausreichend präsentieren zu können. Dabei gibt es Altersunterschiede: So sieht die Generation 50+ offenbar weniger Probleme bei Online-Vorstellungsgesprächen (von 24% als nachteilig empfunden) als die Generation unter 30 (von 34% als nachteilig empfunden).  

Der StepStone Jobreport berichtet auch von aktuellen Hürden für Arbeitsuchende. Gerade für Berufseinsteiger ist es beispielsweise aktuell schwierig, Berufserfahrung zu sammeln. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass Trainee- und Onboardingprogramme aufwändig und während der Krise für viele Betriebe nicht umsetzbar sind, weil Ressourcen bzw. Personen vor Ort für die Einschulung fehlen.  

Fachkräftemangel besteht weiter 

Gleichzeitig zeigt auch dieser Report klar die Problematik des Fachkräftemangels auf. Viele Betriebe finden auch aktuell keine geeigneten Kandidaten. Hier braucht es verstärkte Maßnahmen, damit Angebot und Nachfrage besser zueinander finden und Jobchancen genutzt werden können. 

75% der befragten Personen sind eher oder sehr zufrieden mit dem Verhalten ihres Betriebs während der Corona-Pandemie. Dieses positive Bild wirkt sich offenbar auch günstig auf die Mitarbeiterbindung aus: für 17% der befragten Personen führte dies dazu, dass sie – entgegen ihrer ursprünglichen Pläne – weiterhin im selben Unternehmen beschäftigt bleiben wollen. 82% der Befragten sind davon überzeugt, dass ihre Gesundheit ihrem Arbeitgeber wichtig ist.


von MMag. Margit Kreuzhuber



AGES: 70% der Infektionen in Haushalten, 5% am Arbeitsplatz

Große Unterschiede beim Impffortschritt in den Bundesländern 

Zuletzt konnten der AGES zufolge 63,3% der Infektionen einem Bereich zugeordnet werden – eine international hohe Aufklärungsrate. Dabei zeigt sich, dass sich Corona in Österreich vor allem innerhalb der Haushalte ausbreitet – der Arbeitsplatz spielt weiterhin eine untergeordnete Rolle.

Am zweithäufigsten passieren Infektionen im Freizeit-Bereich (15%). Der Anteil der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ist stark rückläufig, dafür ist der Bereich Bildung (Schulen) zuletzt auf 5-6% angestiegen.

Bereiche der Infektion in Prozent in Kalenderwochen 2021
© AGES Zahlen der KW 11 sind noch vorläufig.
Quelle: Epidemiologische Abklärung Covid 19 (ages.at)

Nur 5% der Infektionen sind dem Arbeitsplatz zuzuordnen, Tendenz fallend. Die strengen Schutzmaßnahmen und zT flächendeckenden Tests machen den Arbeitsplatz zu einer relativ sicheren Zone.  

Nach den Zahlen des Gesundheitsministeriums ist der Impffortschritt in den Bundesländern unterschiedlich. In Tirol waren zum 30.3. bereits 18,5% der Bevölkerung erstgeimpft, in vier Bundesländern dagegen nur 10-11%.

https://info.gesundheitsministerium.at/



60% Nettoempfänger im Sozialstaat

Die Agenda Austria hat untersucht, wer Nettoempfänger und Nettozahler im heimischen Sozialstaat ist. Wenig überraschend sind die netto profitierenden Haushalte mit 60% in der Mehrheit. Nettoempfänger ist man im Schnitt bis zum Alter von 24 Jahren und ab 62 Jahren. Im Haupterwerbsalter sind die meisten Nettozahler. Einmal mehr zeigt sich, dass aufgrund der massiven Umverteilung die Einkommensverteilung (GINI-Koeffizient) in Österreich gleichmäßig und stabil ist.  

Österreich: Ein Land der Nettozahler? – Agenda Austria (agenda-austria.at)



AMS-Chef Kopf: "Geradlinige Lebensläufe sind fad" 

AMS-Vorstand Kopf erklärt, was das AMS in der Krise alles bietet und warum es auch jetzt viele Chancen vor allem für Junge gibt. 

Arbeitsmarkt - AMS-Chef Kopf: "Geradlinige Lebensläufe sind fad" - Wiener Zeitung Online

 


Terminaviso: Jahrestagung Arbeits- und Sozialrecht

Der ZAS-Tag findet heuer am 7. Oktober in der Wirtschaftskammer statt. Schwerpunkt sind Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt.




Impressum
Wirtschaftskammer Österreich
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Leiter: Mag. Dr. Rolf Gleißner
Telefon: +43 (0)5 90 900 4286
sp@wko.at
https://wko.at/sp 

Das könnte Sie auch interessieren

Jahresabschluss Businessman Report Vertrag Vertragsabschluss Wirtschaft Business Unterschrift Stift Männerhand Schreibzeug

Was sind Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)?

Verträge mit großer Bedeutung für den Standort Österreich mehr

WKÖ-Recover.EU Sujetgrafik

WKÖ-Recover.EU: Aufbaupaket für Europa

Überblick über die geplanten Maßnahmen in den EU-Ländern mehr