th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

SPIK - Sozialpolitik informativ & kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit 28.2.2020

Inhaltsübersicht

  • Unternehmerinnen sind Vorbilder am Weltfrauentag
  • Corona-Virus: Ansprechstellen
  • Pensionsantrittsalter: Bevölkerung sehr realistisch 
  • IHS: Keine Verdrängung durch Zuwanderung
  • Frau in der Wirtschaft, ein starkes Netzwerk für unternehmerischen Erfolg. 6. Unternehmerinnenkongress
  • Fakt des Monats: Immer mehr Ältere, immer weniger im Erwerbsalter

Unternehmerinnen sind Vorbilder am Weltfrauentag

Österreichs Frauen sind top ausgebildet und stehen fest im Erwerbsleben. 130.000 Unternehmerinnen schaffen Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand. Alle Indikatoren zeigen: Frauen sind in der Wirtschaft auf dem Vormarsch.  

2019 wurde mehr als jedes dritte Unternehmen von einer Frau geleitet (38%). Die Zahl der weiblichen Gründerinnen stieg in den vergangenen Jahren stetig an und liegt aktuell bei 45,5%.  

Die Erwerbsquote der Frauen in Österreich liegt mit 72% über dem EU-Durchschnitt von 68,2%. Die Steuerleistung von Frauen beträgt 7,76 Mrd. Euro und Österreichs Unternehmerinnen leisteten 286,7 Mio Arbeitsstunden im Jahr 2018. 

Österreichs Frauen sind aber auch in Sachen Bildung auf der Überholspur. Haben 1980 noch lediglich 20T der Frauen und 21% der Männer maturiert, so betrug die sogenannte Reifeprüfungsquote 2018 bereits 51% bei Frauen und 36% bei Männern.

Auch in weiterer Folge streben sie - öfter als Männer - nach einer höheren Ausbildung. Bei den Studienabschlüssen liegt der Frauenanteil bei 57% (2016/17). 

Ebenso sieht man in den Top-Positionen von Unternehmen den steigenden Frauenanteil. So sind die Handelsrechtlichen Geschäftsführerinnen im Jahr 2019 im Vergleich zu 2018 um 4,7% Prozentpunkte auf 14,4% oder auf 31.031 Posten gestiegen. Auch die Zahl der Aufsichtsrätinnen nahm um 2,2% im Vergleich zu 2018 auf insgesamt 3.131 zu (Anteil 19%).

von Mag. Bernadette Hawel


Corona-Virus: Ansprechstellen

Das neuartige Corona-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen betreffen die Wirtschaft massiv. Die WKO und andere Institutionen beraten und unterstützen. 

Wie gefährlich das Virus (SARS-CoV-2) ist, lässt sich nicht eindeutig sagen. Nach derzeitigem Wissensstand ist es grundsätzlich mit einem Grippe-Virus vergleichbar hinsichtlich der Symptome, der Ansteckungswege und möglichen Schutzmaßnahmen. Zum Vergleich: Bisher starben weltweit rund 2.800 Menschen an dem Erreger. In der Grippe-Saison 2017/2018 starben allein in Österreich ebenso viele Menschen an der Viruserkrankung. Für das Corona-Virus steht allerdings derzeit kein Impfstoff zu Verfügung. 

Die bisher diagnostizierten Fälle weisen auf engen Kontakt mit erkrankten Personen als Infektionsquelle hin. Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf anderem Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importierte Waren mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben. 

Ansprechstellen in WKÖ und anderen Institutionen 

Die WKÖ bietet Informationen an am Corona-Virus Infopoint T: 0590900-4352 von Mo-Fr 9:00-17:00 Uhr; E-Mail: Infopoint_Coronavirus@wko.at

Die Webseite wko.at/coronavirus enthält wirtschaftsrelevante Informationen, etwa FAQ zu den Themen Kompensation, Arbeitsrecht, Dienstreisen, Rückkehr aus betroffenen Gebieten, betriebliche Einschränkungen, Tourismus und Reisebüros, Lage in Italien und China.

Auch die Landeskammern stehen insbesondere für arbeitsrechtliche Fragen zur Verfügung.

Weitere Ansprechstellen:

von Mag. Dr. Rolf Gleißner



Pensionsantrittsalter: Bevölkerung sehr realistisch

Die langfristige Budgetprognose des Finanzministeriums lässt einmal mehr die Alarmglocken schrillen: Demnach steigen die Ausgaben für Pensionen, Gesundheit und Pflege in den nächsten 20 Jahren um insgesamt 3,5% des BIP.  

Hauptgrund für die Kostensteigerungen ist die Demografie: Zunehmend gehen geburtenstarke Jahrgänge, die „Baby-Boomer“ in Pension und brauchen später Pflege (siehe Grafik des Monats unten). Die Restlebenserwartung stieg in den vergangenen 40 Jahren stark an und nahm für einen 65-Jährigen Mann um 5,8 Jahre auf 18,3 Jahre und für eine Frau um 5,6 Jahre auf 21,1 Jahre zu.  

Mutmacher für Entscheidungsträger 

Das Gallup Institut und das WIFO haben das österreichische Pensionssystem einem Meinungscheck unterzogen. Beim Pensionsantrittsalter sind Herr und Frau Österreicher sehr realistisch:

  • Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen meinen, dass der durchschnittliche Pensionist vor dem gesetzlichen Antrittsalter in den Ruhestand tritt.
  • Die Befragten erwarten einen deutlichen Anstieg des Pensionsantrittsalter im Jahr 2060 - bei Männern auf 67,3 Jahre und bei Frauen auf 64,3 Jahre.
  • Nur 18% bezweifeln die dauerhafte Finanzierbarkeit des Pensionssystems; der größere Teil nimmt an, dass durch einen späteren Antritt oder weitere Reformen das System stabilisiert wird.

Das WIFO geht davon aus, dass die Pensionsausgaben in den kommenden 40 Jahren von 28 auf 30 bis 34% der Staatseinnahmen wachsen werden. Die WIFO-Prognose prognostiziert für beide Geschlechter ein Antrittsalter von 63,5 Jahren. Laut WIFO-Chef Christoph Badelt würden diese Ergebnisse zeigen, dass die Menschen den Politikern im Pensionsbereich stärkere Handlungen zutrauen, als dies momentan ersichtlich ist, zumal die letzten Regierungen trotz steigender Lebenserwartung keine größeren Reformen eingeplant haben.

Fazit 

Seit Jahren empfehlen die Europäischen Kommission, die OECD oder die Weltbank wiederholt, das heimische Pensionssystem durch Anhebung des Pensionsantrittsalters und die Abschaffung von Frühpensionsschlupflöchern nachhaltig zu machen. Stattdessen wurde die Hacklerregelung wiedereingeführt, die das faktische Pensionsantrittsalter senken statt anheben wird. Das haben Alterssicherungskommission und zuletzt die EU-Kommission kritisiert. Die Ergebnisse des Meinungschecks sollte den Entscheidungsträgern Mut machen, Fehler zu revidieren und notwendige Strukturreformen anzugehen.     

Link: https://wifo.ac.at/wwadocs/presse/Presseunterlagen_Gallup-WIFO-Meinungscheck_2020-02-20.pdf


von Mag. Martin Kircher


IHS: Keine Verdrängung durch Zuwanderung

Das IHS untersuchte kürzlich, wie sich die Arbeitsmarktöffnung gegenüber den neuen EU-Staaten auf den österreichischen Arbeitsmarkt ausgewirkt hat. Das Ergebnis: Wenngleich die Zuwanderung aus diesen Ländern seit 2010 stark zugenommen hat, gab es (fast) keine Verdrängungseffekte für Inländer.  

Migrationsströme und Beschäftigungswachstum in Österreich 

Während früher der Familienzuzug aus den traditionellen Gastarbeiterländern dominierte, waren es in den vergangenen 15 Jahren der Zuzug aus den neuen EU-Ländern und zuletzt die Flüchtlingswelle. Einer Nettozuwanderung aus den neuen EU-Ländern von +300.000 Personen (Zeitraum 2006 bis 2017) stand ein Anstieg der Beschäftigung von +400.000 Personen gegenüber. Das Beschäftigungsplus entfiel überwiegend auf die Generation 50+, der Anstieg im Haupterwerbsalter auf ausländische Staatsbürger v.a. aus den neuen EU-Ländern.   

Die höchsten Wachstumsraten an ausländischen Beschäftigten gab es zwischen 2006 bis 2015 im Tourismus (Ausländeranteil 44%), bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und am Bau. 

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 und die europäische Schuldenkrise 2011 bis 2013 wirkten sich massiv auf die Arbeitslosigkeit aus. Diese stieg im Beobachtungszeitraum 2006 bis 2017 um +104.000 Personen. 

Keine Verdrängung von Inländern 

Das IHS ging der Frage nach, ob die hohe Zuwanderung aus den neuen EU-Ländern zu einer Verdrängung von ö Arbeitskräften oder alteingesessenen ausländischen Arbeitskräften führte.  

Regional zeigt sich kein Zusammenhang zwischen einem hohen Ausländeranteil an den Beschäftigten und einer hohen Arbeitslosenquote. So ist der Ausländeranteil an den Beschäftigten im Westen (Vorarlberg, Tirol Salzburg) höher als im Osten, gleichzeitig die Arbeitslosigkeit im Westen eindeutig niedriger. Allerdings verzeichnet Wien den höchsten Ausländeranteil und die höchste Arbeitslosigkeit.   

Das IHS konnte österreichweit keine Hinweise auf Verdrängungseffekte von Ausländern auf inländische Erwerbstätige feststellen. Die Beschäftigungsquoten der Inländer und Ausländer steigen gleichermaßen. Gründe dafür sind auch die gute Konjunktur ab 2017 und der zunehmende Fachkräftemangel. Hingegen zeigen sich bei alteingesessenen Ausländern gewisse Anzeichen für eine Verdrängung.

Zuwanderung bremst die Alterung 

Old-Age-Dependency Ratio* anhand der drei Migrationsszenarien, 2017 bis 2027

Zuwanderung bremst die Alterung
© AMS/IHS

Quelle: Statistik Austria (2017a) und Bittschi et al. (2018), Berechnung IHS

Anmerkung: Der Altenquotient* gibt das Verhältnis der Älteren (64+) und der Personen im Erwerbsalter an. 

Die Grafik zeigt, dass die tendenziell jüngeren Zuwanderer die Alterung der Gesellschaft verlangsamen.  

Fazit: 

Es ist sehr erfreulich, dass sich die neue Bundesregierung zur Sicherstellung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs bekennt. Dabei soll bei den Maßnahmen zur Fachkräftesicherung zuerst der Fokus auf Österreich, dann auf die EU und danach auf Drittstaaten gelegt werden. Zur Ausschöpfung des EU-Arbeitsmarkts sollte das Potenzial von EURES – der europaweiten Jobvermittlung – noch besser genutzt werden. Gleichzeitig braucht es eine Gesamtstrategie für qualifizierte Zuwanderung. Dazu enthält Regierungsprogramm wesentliche Punkte, wie die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot–Karte und die gezielte Anwerbung von spezifischen Berufsgruppen bzw. aus bestimmten Ländern.

https://irihs.ihs.ac.at/id/eprint/4910/1/2018-ihs-report-titelbach-fink-hyee-valkova-beschaeftigungsentwicklung-oesterreichischen-arbeitsmarkt.pdf


von Mag. Gabriele Straßegger


Frau in der Wirtschaft, ein starkes Netzwerk für unternehmerischen Erfolg.

Einladung zum 6. Unternehmerinnenkongress 

Am 16. und 17. April 2020 ist Dornbirn „the place to be“, denn dann findet der 6. Unternehmerinnenkongress statt, die größte Netzwerkveranstaltung mit rund 500 Unternehmerinnen aus ganz Österreich. Unter dem Motto „Die Kraft der Veränderung“ geht es in spannenden Keynotes und hochkarätigen Vorträgen um die Chancen, die sich aus einem dynamischen Wandel ergeben können und vielfältige Zukunftsperspektiven, die sich dadurch erschließen werden. Betriebsbesichtigungen erfolgreicher und namhafter österreichischer Unternehmen runden das Programm ab.

Weitere Informationen und Tickets unter: www.unternehmerin.at/kongress

Bis 8.3.2020 gibt es noch das Early-Bird-Ticket!



Fakt des Monats: Immer mehr Ältere, immer weniger im Erwerbsalter

Immer mehr Ältere, immer weniger im Erwerbsalter
© WKÖ

Die Zahlen der Bevölkerungsprognose veranschaulichen, dass die Schere zwischen Älteren und Menschen im erwerbsfähigen Alter bis 2040 immer stärker auseinandergeht. Das ist der wesentliche Grund dafür, dass die Ausgaben für Pensionen, Gesundheit und Pflege in den nächsten 20 Jahren um insgesamt 3,5% des BIP steigen werden. Unsere Sozialsysteme, vor allem das Pensionssystem, sind darauf nicht eingestellt. Auch der Fachkräftemangel wird sich massiv verschärfen, wenn nicht gegengesteuert wird.




Impressum
Wirtschaftskammer Österreich
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Leiter: Mag. Dr. Rolf Gleißner
Telefon: +43 (0)5 90 900 4286
sp@wko.at
https://wko.at/sp

Das könnte Sie auch interessieren

Diagramm Recovery Watch

Recovery Watch zur österreichischen Wirtschaft

Trends anhand von Echtzeit-Indikatoren  mehr

WIFI-Kurs

„Lern, wie vielfältig du sein kannst“: WIFIs machen mit attraktivem Kursprogramm 2020/21 Lust auf Weiterbildung

Neue Kurse und Lehrgänge für alle Branchen mit Innovationen in Technik, Ökologie und Fachkräfte-Entwicklung mehr