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SPIK - SozialPolitik Informativ & Kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit 4.3.2019

Inhaltsübersicht:

  • Wenige gesunde Lebensjahre für Frauen und Männer in Österreich
  • Österreichs Sozialquote weit über OECD-Schnitt
  • The short history of global living conditions and why it matters that we know it
  • Zitate
  • 11. Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongresses in Wien am 13. März 2019
  • Veranstaltung am 11. April 2019 - Tag der Biorichtlinien



Wenige gesunde Lebensjahre für Frauen und Männer in Österreich 

Mag. Maria Cristina Moshammer

Frauen und Männer in Österreich leben zwar lange, haben aber nur 57 "gesunde" Jahre. Der Begriff "gesunde Lebensjahre" wird von der Statistikbehörde Eurostat mit der Anzahl jener Jahre gleichgesetzt, die ohne Einschränkung der Aktivität und ohne Berufsunfähigkeit verbracht werden können.  

Der Anteil der in Gesundheit verbrachten Zeit in der EU betrug 2016 laut Eurostat bei den Frauen 77 Prozent ihrer Lebenszeit, bei Männern sind es 81 Prozent. Im Schnitt verbringen Frauen 64,2 Lebensjahre "in Gesundheit", Männer 63,5 Jahren. Obwohl die Lebenserwartung der Männer überall unter jener der Frauen liegt, verzeichnen in sieben EU-Ländern Männer mehr gesunde Jahre als Frauen. 

Schweden liegt bei der Erwartung gesunder Lebensjahre sowohl bei den Frauen (73,3 Jahre) als auch bei den Männern (73,0 Jahre) an der Spitze. Schlusslicht ist ebenfalls bei beiden Geschlechtern Lettland (54,9 Jahre bei Frauen und 52,3 Jahre bei Männern).

Grafik Gesund Lebenserwartung
© APA

Schlechte Werte für Österreich 

Österreich liegt deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Bei Frauen ist es mit 57,1 Jahren der viertletzte Platz unter den 28 EU-Staaten. Männer liegen mit 57,0 Prozent an der fünftletzten Stelle. Die Österreicher werden im EU-Vergleich relativ alt, doch sie fühlen sich schon in relativ jungen Jahren krank bzw. gesundheitlich angeschlagen. Und das, obwohl unser Gesundheitssystem einerseits relativ teuer ist, andererseits in weltweiten Rankings immer wieder als eines der besten abschneidet.

Bei der EU-weiten Umfrage wurde folgende Frage gestellt: „Wie sehr sind Sie seit zumindest einem halben Jahr durch ein gesundheitliches Problem bei Tätigkeiten des normalen Alltagslebens eingeschränkt? Würden Sie sagen, Sie sind stark / etwas / nicht eingeschränkt.“ Nur wer die letzte Antwort angekreuzt hat, galt für die Statistiker als gesund.

Übrigens, an mangelnder Vorsorge liegt es nicht, dass die Menschen in Österreich so kränkeln, sondern am mangelhaften Umgang mit den Ergebnissen. Viele Menschen sind überfordert, wenn man ihnen sagt, sie sollen abnehmen und sich mehr bewegen. Wie der Lebensstil tatsächlich umzukrempeln ist, will gelernt und praktiziert sein.

Wenn es darum geht, die Österreicher fitter zu machen, kann die Gesundheitspolitik nur einen Beitrag von vielen leisten. Bildung ist der beste Schutz vor frühen Erkrankungen. Eigenverantwortung der Schlüssel zu mehr „gesunden Lebensjahren“. 

OECD-Studie unter



Österreichs Sozialquote weit über OECD-Schnitt

Mag. Dr. Rolf Gleißner

Nach einer aktuellen OECD-Auswertung liegt der Anteil öffentlicher Sozialausgaben am BIP bei 26,6 Prozent. Damit liegt Ö in der OECD an sechster Stelle, noch vor Deutschland und Schweden. Die USA liegen nur auf Rang 21. Spitzenreiter ist Frankreich mit 31,2%, der OECD-Schnitt ist 20,1%. 

Die meisten Kosten verursacht das Pensionssystem, das acht Prozent des BIP in der gesamten OECD-Zone ausmacht. Österreich liegt mit 13,3 Prozent klar über dem Schnitt.

Grafik Öffentliche Sozialausgaben
© WKÖ

In den meisten Ländern ist die Sozialquote seit 1990 gestiegen, gesunken ist sie etwa in Schweden, der Slowakei und Slowenien, am stärksten jedoch in den Niederlanden, wo die staatliche Krankenversicherung auf ein privat finanziertes System umgestellt wurde.

Die OECD erhebt neben den öffentlichen Sozialausgaben auch die privaten verpflichtenden sowie die privaten freiwilligen Sozialausgaben. In Ö würde etwa die Mitarbeitervorsorge (BMSVG) in die erste, die zweite und dritte Pensionssäule in die zweite Kategorie fallen. 

3,6 Prozent des BIP in der OECD entfallen auf private Sozialausgaben. Vor allem in der Schweiz, in den Niederlanden und den USA fallen sie mit 12 bis 13 Prozent des BIP massiv ins Gewicht. Durch „Obama care“ wanderten in den USA 5,5 Prozent des BIP von der Kategorie „private freiwillige“ in die Kategorie „private verpflichtende Sozialausgaben“. 

Zusätzlich berechnet die OECD, welcher Anteil der Sozialausgaben, die ja großteils als Transfers ausbezahlt werden, durch den Staat selbst wieder „weggesteuert“ werden. Indem man die privaten Sozialausgaben hinzurechnet und den Steueranteil abzieht, kommt man zu den gesamten Nettosozialausgaben („total net social spending“). Bei dieser Sozialquote ergibt sich eine andere Rangliste: Die USA liegen mit 30 Prozent nun auf Rang 2 hinter Frankreich. Ö liegt nur mehr an 10. Stelle, allerdings immer noch deutlich über dem OECD-Schnitt. 

Alle Details und Zahlen unter
http://www.oecd.org/social/soc/OECD2019-Social-Expenditure-Update.pdf



The short history of global living conditions and why it matters that we know it

Die Meinung, die Welt werde immer ungleicher, ungerechter und schlechter, ist verbreitet und wird von vielen Medien und Organisationen wie Oxfam geschürt. Die Meinung ist allerdings empirisch nicht belegt. Der Beitrag des deutschen Ökonomen Max Roser zeigt anhand von Grafiken auf, wie sehr sich die Lebensbedingungen auf der Erde in den letzten 200 Jahren insgesamt verbessert haben. Das gilt für die Bereiche Armut, Gesundheit, Freiheit, Bildung und Alphabetisierung. 

https://ourworldindata.org/a-history-of-global-living-conditions-in-5-charts?linkId=62571595



Zitate

„Brennpunktschulen haben mehr Schüler, die die Sprache nicht ordentlich können und daheim keine Unterstützung bekommen, vielleicht sogar die Einzigen sind, die in der Früh aufstehen.“
Wiens Integrations- und Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorsky. Zitiert in: Kleine Zeitung vom 12. Jänner 2019 


"Bei unserer Klientel ist teilweise der Eindruck entstanden, dass wir früher für jene da waren, die um sechs Uhr früh arbeiten gehen - und jetzt nur noch für jene da sind, die um sechs Uhr früh ihr erstes Bier öffnen.“
Der damalige Bundeskanzler Christian Kern in einem Interview mit dem Profil vom 21.6.2016



11. Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress in Wien am 13. März 2019

Health Research Award: Ausgezeichneter Nachwuchs trifft Gesundheitsunternehmen

Der Kongress hat sich zu einem Ort des Austausches mit den Verantwortlichen der Gesundheitsanbieter, aus den Unternehmen der Gesundheitsindustrie, der Servicedienstleister, Finanzdienstleister und Fachberater, der Einrichtungen der Forschung und Lehre sowie der Krankenkassen und der Versicherungen entwickelt.

Beim Kongress werden bereits zum achten Mal herausragende Arbeiten von Diplomanden der österreichischen Gesundheits-Fachhochschulstudiengänge mit dem „Health Research Award“ prämiert.

Der „Health Research Award“ ist ein Preis für angewandte Forschung der ö Fachhochschulstudiengänge des Fachbereichs Gesundheit und der Plattform Gesundheitswirtschaft, einer Initiative der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Der Preis wird in den vier Kategorien Management im Gesundheitswesen, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und E-Health verliehen.

Der Kongress findet am 13. März 2019 in Wien im Austria Trend Hotel Savoyen statt. Informationen und Anmeldung unter www.oegwk.at 

 


Veranstaltung am 11. April 2019 - Tag der Biorichtlinien

Im Zentrum der Tagung steht die neue Bio-Verordnung (EU) Nr. 2018/848, die am 1. Jänner 2021 in Kraft treten wird. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Sie können mit Experten diskutieren und Ihre Fragen werden beantwortet:

  • Welche Produktionsverschriften werden sich konkret ändern?
  • Wie soll der Übergang zwischen „alten“ und „neuen“ Vorgaben gestaltet werden?
  • Was wird das in der Praxis bedeuten?
  • Wo und wie können Sie bei der Erstellung der noch offenen Durchführungsrechtsakte und Delegierten Rechtsakte mitwirken?

Ort: Wien AGES GmbH; Spargelfeldstraße 191, 1220 Wien

Zeit: 11. April, 9 bis 17 Uhr  

Weitere Infos: Programm anzeigen und anmelden




IMPRESSUM:
Medieninhaber: Wirtschaftskammer Österreich |
Wiedner Hauptstrasse 63 | A-1045 Wien
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit |
Leiter: Dr. Martin Gleitsmann | sp@wko.at
Redaktion: Mag. Dr. Rolf Gleißner

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