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SPIK - SozialPolitik Informativ & Kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit 13.4.2018

Inhaltsübersicht:

  • Der Arbeitsmarkt in Europa – Wo ist der Reformbedarf am größten?
  • Zukunftschance Demografie
  • Pensionslasten im Budget: kurzfristig Entwarnung, langfristig Zeitbombe
  • Wachstumsfaktor Gesundheit – Präsentation des österreichischen Gesundheitssatellitenkontos
  • GSVG für Steuerberater – 2. Auflage und Seminar am 20. April 2018
  • All-In-Verträge – viel besser als ihr Ruf


Der Arbeitsmarkt in Europa – Wo ist der Reformbedarf am größten?

Mag. Gabriele Straßegger
© WKÖ
Mag. Gabriele Straßegger


Das Wirtschaftspolitische Zentrum (WPZ) unter Leitung von Prof. Christian Keuschnigg analysierte kürzlich die europäischen Arbeitsmärkte auf ihren Reformbedarf zu den Themen Globalisierung, Innovationen und Alterung und befragte aus diesem Grund über 1.000 Experten aus ganz Europa.  

„Vorbeugen ist besser als heilen“ 

Die Kernaussage der Analyse: Ein funktionierender, anpassungsfähiger Arbeitsmarkt mit einem guten Bildungssystem ist die beste Garantie, dass von den aktuellen Herausforderungen letztlich alle profitieren können. Was ein Land an vorbeugenden Maßnahmen versäumt, muss es im Nachhinein mit sehr hohen Kosten reparieren. Solche Reparaturen durch starke Umverteilung mit progressiven Steuern und großzügiger sozialer Absicherung bergen überdies die Gefahr, in einen Negativkreislauf mit steigenden Sozialausgaben, lahmendem Wachstum und noch größerem Korrekturbedarf zu münden. 

  • Duale Ausbildung wichtiger Hebel gegen die Jugendarbeitslosigkeit

In allen EU-Ländern besteht ein dringender Reformbedarf. Je früher Bildungsmaßnahmen ansetzen, desto wirksamer sind sie. Die duale Ausbildung in Österreich und Deutschland mit dem Erwerb von Praxisfertigkeiten in den Betrieben parallel zum Berufsschulbesuch ist und bleibt im internationalen Vergleich besonders erfolgreich. Sie erleichtert den Übergang von der Schule in den Beruf ganz wesentlich.  

Als besonderes Spannungsfeld erweist sich die soziale Absicherung der Jugendlichen, die nicht so großzügig sein darf, dass die Anreize zur Arbeitssuche oder weiteren Qualifikation erlahmen. Dänemark hat die soziale Sicherung von unqualifizierten Jugendlichen daher kürzlich angepasst. Die Wirkungen sind noch offen. 

  • Innovation und Strukturwandel

Je schneller es gelingt, dass sich Arbeitnehmer neue Fähigkeiten aneignen, desto geringer sind die negativen Auswirkungen durch den Strukturwandel. In besonders innovationsfreudigen Mitgliedsstaaten sind die Arbeitslosenraten der Geringqualifizierten trotz Strukturwandel niedriger. Der Schlüssel zu inklusivem Wachstum ist Bildung.  

  • Die fortschreitende Alterung

Die meisten EU-Staaten haben ein Nachhaltigkeitsproblem, da die Lebenserwartung steigt und die Geburtenraten seit langem niedrig sind und bleiben. Da Pensionsreformen sehr lange Vorlaufzeiten haben, sollte man hier besonders rasch handeln.  

  • Zuwanderung und Flüchtlingskrise

Zuwanderer mit hohen Beschäftigungsraten (etwa sehr Qualifizierte) tragen tendenziell zu einer Verbesserung der öffentlichen Finanzen bei. Das „Wettrennen um die besten Köpfe“ findet bereits statt. Zur Bewältigung der Flüchtlingssituation ist die Arbeitsmarktintegration wesentlich. Eine Verzögerung beim Eintritt in den Arbeitsmarkt hat lang nachwirkende, negative Folgen für die zukünftigen Beschäftigungschancen. Probleme sind Sprachbarrieren, die schwierige Anerkennung der ausländischen Zeugnisse sowie Qualifikationslücken. Zeitlich begrenzte Lohnsubventionen und Qualifikationspfade mit niedrigen Einstiegsgehältern vergleichbar den Lehrlingsentschädigungen wären mögliche Ansätze. 

Fazit: Die Analyse gibt wichtige Anhaltspunkte, wo sich Reformen und Investitionen lohnen und teure Reparaturkosten sparen. Der Fokus muss auf der Erstausbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt liegen! 

http://www.wpz-fgn.com/wp-content/uploads/PA16ArbeitsMarktreformenEU.pdf



Zukunftschance Demografie

Mag. Ulrike
© WKÖ

Mag. Ulrike Klein

Wie sieht die Bevölkerungsentwicklung in Europa im Vergleich zum Rest der Welt aus? Welche Chancen bietet die Alterung unserer Gesellschaft? Wie können alle Wirtschaftsbereiche frühzeitig vom demografischen Wandel profitieren? Diesen und anderen Fragen ging die Veranstaltung „Zukunftschance Demografie“ am 16.3.2018 in der WKÖ nach. Dr. Rainer Münz skizzierte die demografische Entwicklung aus österreichischer und internationaler Sicht und berichtete u.a., dass unsere Lebenserwartung pro Tag um 5 ½ Stunden steigt. 

Frau Dr. Riedel vom Institut für Höhere Studien präsentierte die Ergebnisse der von der WKÖ in Auftrag gegebenen Studie „Zukunftschance Demografie“: Deutschland, Schweden und Japan beschäftigen sich schon seit langem und umfassend mit der Alterung der Bevölkerung. Staatliche Strategien, aber auch die Unternehmen bei Produktentwicklungen oder –anpassungen sollten demnach alle Altersgruppen mitdenken: Von der Barrierefreiheit profitieren etwa nicht nur Ältere, sondern auch Eltern mit kleinen Kindern. Die IHS-Studie umfasst die Bereiche Gesundheit & Pflege, Wohnen, Ernährung, Mobilität und Freizeit und zeigt auf, wie alle Wirtschaftsbereiche den demografischen Wandel als Chance nützen können. 

In der anschließenden Podiumsdiskussion kam man von der üblichen Problemorientierung hin zu einer positiven Sichtweise. Herr Diensthuber vom Unternehmen Solgenium betonte vor allem Active and Assisted Living, also Produkte und Dienstleistungen, die Ältere im Alltag unterstützen.  

Weitere Informationen zur Veranstaltung: https://www.wko.at/site/Plattform-Gesundheitswirtschaft/VA20180316-Zukunftschance-Demografie.html 

Videobericht:

http://vs-pd09.sf.apa.at/vs_vielgesundheit/20180319_13_191947_Eventbericht_WKO_190318_1080.mp4




Pensionslasten im Budget: kurzfristig Entwarnung, langfristig Zeitbombe

Mag. Martin Kircher
© WKÖ

Mag. Martin Kircher

Das Positive zuerst: 2017 wurden fast 900 Mio Euro weniger für Pensionen ausgegeben als geplant. Allerdings entfallen 768 Mio auf einen Einmaleffekt. Das Negative: Ab 2018 steigen die Bundesausgaben für Pensionen wieder rasant an. 

Nach dem Strategiebericht wird der Bundeszuschuss ins gesetzliche Pensionssystem bis 2022 um 3,2 Mrd. € (33,7%) steigen, jener bei den Beamtenpensionen um voraussichtlich 1,2 Mrd. € (12,6%). 

Pensionsauszahlungen 2018-2022
© WKÖ

Diese Ausgaben sind nicht nur höher als die Summe der Ausgaben für Zukunftsbereiche (Bildung, Frauen, Familie, Jugend, Wissenschaft, Forschung), sondern steigen, wie die Grafik zeigt, auch wesentlich schneller als diese. Ab dem Jahr 2020 wird der Pensionsaufwand noch stärker steigen, weil ab dann die starken Baby-Boomer-Jahrgänge in Pension gehen. 

Da die Lebenserwartung jährlich um fast 3 Monate steigt, führt an einer Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters nichts vorbei. Die bloße Anhebung des faktischen Pensionsalters ist nicht nachhaltig, weil daraus auch höhere Pensionsleistungen folgen. Dies umso mehr, als die Erhöhung des faktischen Antrittsalters der vergangenen Jahre in erster Linie statistisch und nicht real war. (Anm.: ehemals befristete Bezieher einer Arbeitsunfähigkeitspension werden als vorübergehend arbeitsunfähige Rehabilitationsgeld- oder Umschulungsgeldbezieher statistisch nicht mehr als Pensionisten erfasst, obwohl sie weiterhin eine Sozialleistung aus der Pensionsversicherung beziehen).



Wachstumsfaktor Gesundheit – Präsentation des österreichischen Gesundheitssatellitenkontos 

In Auftrag der WKÖ hat das Institut für Höhere Studien das „Gesundheitssatellitenkonto für Österreich“ in Auftrag gegeben. Diese Studie legt den Fokus auf die Potenziale der Gesundheitswirtschaft und zeigt ihre stabilisierenden und wachstumsfördernden Eigenschaften auf. Der Studienautor Dr. Thomas Czypionka präsentiert im Rahmen einer Veranstaltung die Studienergebnisse und Experten aus der Gesundheitswirtschaft diskutieren Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die Politik. Ein besonderer Fokus wird auf den enormen Chancen für die Beschäftigung in Österreich liegen. 

Zeit: 25.4.2018 um 9 Uhr

Ort: Labstelle, Lugeck 6, 1010 Wien (zwischen Stephansplatz und Schwedenplatz)

Einladung und Programm


GSVG für Steuerberater – 2. Auflage und Seminar am 20. April 2018

Seit der ersten Auflage 2016/17 wurde das GSVG neunmal novelliert. Das von Dr. Thomas Neumann herausgegebene Werk bietet

  • klare Information auf 1.400 Seiten
  • Kommentare zu den wichtigen Bestimmungen
  • die Vollzugspraxis der SVA
  • über 90 Praxisbeispiele
  • alle Werte zum 1. 1. 2018.

Am 20.4. findet eine Tagung „Aktuelles zur Sozialversicherung der Selbständigen – steuerliche Gesichtspunkte“ der Rechtsakademie Manz statt. 

Zeit: 20.4. 2018, 9 bis 17 Uhr
Ort: Arcotel Kaiserwasser, Wagramer Straße 8, 1220 Wien

Tagungsleiter: Dr. Thomas Neumann 

Details unter:  https://www.manz.at/dms/Veranstaltungen/2018/04/ST_Sozialversicherung_d_Selbstaendigen.pdf



All-In-Verträge – viel besser als ihr Ruf

Medial werden All-in-Verträge meist als unfair dargestellt. Wahr ist vielmehr, dass All-in-Verträge bei richtiger Anwendung sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern Vorteile bringen.  

Fakten und Argumente zu All-In-Verträgen unter

https://news.wko.at/news/oesterreich/all-in-Vertraege.html





IMPRESSUM:
Medieninhaber: Wirtschaftskammer Österreich |
Wiedner Hauptstrasse 63 | A-1045 Wien
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit |
Leiter: Dr. Martin Gleitsmann | sp@wko.at
Redaktion: Mag. Dr. Rolf Gleißner

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