th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

SPIK - SozialPolitik Informativ & Kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit 27.9.2017

Inhaltsübersicht:

  • Österreich ist Spitzenreiter in punkto Arbeitszufriedenheit
  • Digitalisierung mit Arbeitszeitflexibilität schafft Jobs
  • Umfrage zur betrieblichen Gesundheitsförderung 2017
  • Fake News über die wachsende Ungleichheit
  • Die Pension mit 60 ist eine Falle
  • Veranstaltungstipp: ZAS-Tag 12.10.2017 – Schwerpunkt Religion und Gleichbehandlung
  • Veranstaltungstipp: 25 Jahre Arbeitsassistenz


Österreich ist Spitzenreiter in punkto Arbeitszufriedenheit

Mag. Sophie-Anna Werzin

Mag. Sophie-Anna Werzin

Studien belegen: Sowohl im europäischen als auch im internationalen Vergleich liegt Österreich bei der Arbeitszufriedenheit auf Platz 1.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln analysierte auf Basis der EWCS 2015 (Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen) die Qualität der Arbeit in Europa. Hierbei ging es primär um die Fragen, was gute Arbeit ausmacht und wie zufrieden die Arbeitnehmer in ihrem Job sind.

Das Ergebnis: 86 Prozent der Arbeitnehmer in den 28 EU-Mitgliedstaaten sind mit ihrer Arbeitssituation zufrieden. Österreich liegt bei der Gesamtzufriedenheit mit
92,9 Prozent an erster Stelle und überholte damit Dänemark, das 2010 noch an der Spitze lag. 

Grafik Arbeitszufriedenheit

Quelle: IW-Report 24/2017, Qualität der Arbeit in Europa, Institut der deutschen Wirtschaft Köln 

Obwohl Österreich bei der Gesamtzufriedenheit auf Platz 1 liegt, besteht in der Kategorie Arbeitszufriedenheit und Arbeitszeit noch Aufholbedarf. Die Studie zeigt, dass in der EU ein Viertel der Beschäftigten flexible Arbeitszeiten haben. Österreich liegt hierbei zwar mit 33 Prozent über dem EU-Durchschnitt, doch deutlich hinter den Spitzenreitern Dänemark und Schweden, wo mehr als die Hälfte der Beschäftigten flexibel arbeiten können. Auch bestätigt die Studie, dass Beschäftigte mit einer hohen Flexibilität zufriedener sind als jene, die keine flexiblen Arbeitszeiten haben.

Auch im internationalen Vergleich auf Platz 1 

Österreich führt auch im internationalen Vergleich das Ranking bei der Arbeitszufriedenheit an. Laut dem „Happiness at Work – Report 2017“, der die Arbeitszufriedenheit in 160 Ländern vergleicht, sind 95,1 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer in ihrem Job zufrieden. Österreich liegt damit auch international auf Platz 1, noch vor Norwegen und Island. 

IW-Report 24/2017, Qualität der Arbeit in Europa, Institut der deutschen Wirtschaft Köln: 
https://www.iwkoeln.de/studien/iw-reports/beitrag/andrea-hammermann-oliver-stettes-qualitaet-der-arbeit-in-europa-355697

Happiness at Work–Report 2017: 
http://worldhappiness.report/wp-content/uploads/sites/2/2017/03/HR17-Ch6_wAppendix.pdf



Digitalisierung mit Arbeitszeitflexibilität schafft Jobs 

Dr. Ingomar Stupar

Eine aktuelle Studie des Austrian Institute of Technology zeigt die möglichen positiven Auswirkungen des technologischen Fortschritts auf Beschäftigung und Arbeitsmarkt, wenn die richtigen Weichen gestellt werden.  

Die vom Verkehrsministerium in Auftrag gegebene Studie stellt klar, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Effekte der fortschreitenden Technologien (Industrie 4.0) bis 2030 derzeit noch nicht abschätzen lassen. Viele Studien und Prognosen suggerieren eine Scheingenauigkeit. Prognosen hängen oft davon ab, ob sie sich die Potenziale auf Berufe oder Tätigkeitsinhalte beziehen. Die Schätzungen zu den gefährdeten bzw. zusätzlichen Arbeitsplätzen gehen weit auseinander.  

Mögliche Szenarien 

Die Studie stellt vier Hauptszenarien einander gegenüber:

  • „Digitaler Frontrunner“,
  • „Effizienzsteigerung“,
  • „Langsame Transformation“ und
  • „Digitales Scheitern“.  

Beim „Digitalen Frontrunner“ führen Investitionen in (Höher-)Qualifizierung, Spezialisierung und eine höhere Flexibilisierung, vor allem im Bereich von Arbeitszeit und Arbeitsort, zu keinem Beschäftigtenabbau, sondern zu einem Beschäftigungszuwachs. Bei „langsamer Transformation“ ist bestenfalls mit stabiler Beschäftigung, bei „digitalem Scheitern“ mit Jobverlusten über alle Branchen hinweg zu rechnen.  

Über alle Szenarien hinweg zeigt sich auch, dass das Potenzial der Digitalisierung nur mit entsprechendem Bildungsniveau von Bevölkerung und Beschäftigten genutzt werden kann. Der Studie zufolge ist das Szenario „Digitaler Frontrunner“ besonders wünschenswert. Durch die bisherigen Erfahrungen (in Politik und Gesetzgebung) wird derzeit allerdings das Szenario „Langsame Transformation“ als wahrscheinlichstes gesehen.  

Fazit

Eine weitere Arbeitszeitflexibilisierung ist Grundvoraussetzung, um die Chancen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt positiv zu nutzen. Daneben sind Förderung von Investitionen in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle sowie der stärkere Fokus auf Digitalisierung im Bereich der Aus- und Weiterbildung vorrangig.  

Link:

Die Studie „Beschäftigung und Industrie 4.0 – Technologischer Wandel und die Zukunft des Arbeitsmarkts“ finden Sie hier

https://www.bmvit.gv.at/presse/archiv/0801industrie40.html



Umfrage zur betrieblichen Gesundheitsförderung 2017

Mag. Bianca Fadler

Mag. Bianca Fadler

 

Drei von vier österreichischen Unternehmen haben sich schon mit Gesundheitsförderung im Betrieb beschäftigt. Das ergibt die jüngste Online-Umfrage zum Thema BGF, die im Frühjahr 2017 von der WKÖ und dem Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung durchgeführt wurde. Befragt wurden heimische Unternehmen ab zehn Mitarbeitern. 

Die Umfrage zeigt steigende Aktivitäten: Vor allem die Gestaltung der Arbeitsplätze und der Arbeitsabläufe, aber auch Teambuilding-Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund. 

gesundheitsfördernde Maßnahmen im Betrieb

Konkret zeigt die Umfrage: Über 70 Prozent beschäftigen sich mit einer ergonomischen Gestaltung der Arbeitsplätze, jeweils knapp die Hälfte der Unternehmer ändert Arbeitsabläufe, setzt auf Bewegungsangebote oder Teambuilding. Über 40 Prozent der Unternehmen geben an, im Rahmen der BGF neue Arbeitszeitmodelle zu entwickeln.  

Motivierte und zufriedene Beschäftigte 

BGF verursacht jedenfalls nicht nur Aufwand, sondern bringt auch großen Nutzen für Beschäftige und das Unternehmen, wie die befragten Unternehmen bestätigen: Motivation (68%) und Arbeitszufriedenheit (65%) werden verbessert, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steigt (32%) und Krankenstände (29%) sowie Fluktuation (20%) werden reduziert.  

Barrieren für die Umsetzung von BGF sind häufig zu wenig Wissen, fehlende personelle Ressourcen und hoher zeitlicher Aufwand für die Unternehmen, zeigt die Umfrage. Nur jeder Zehnte führt „kein Interesse“ an.  Wichtig sind daher Information und Unterstützung bei der Umsetzung.



Fake News über die wachsende Ungleichheit 

Nach einer Medienanalyse haben sich die Berichte über wachsende Ungleichheit in Deutschland und Österreich verdreifacht, berichtet die Presse. Die Folge: Die Menschen glauben, die Ungleichheit nimmt zu. Tatsächlich nimmt die Ungleichheit in Deutschland und Österreich sogar eher ab.

http://www.pressreader.com/austria/die-presse/20170901/281857233676614

 


Die Pension mit 60 ist eine Falle 

Während alle anderen EU-Ländern das Pensionsantrittsalter für Frauen schon angeglichen haben oder schon dabei sind, lässt sich Österreich bis 2033 Zeit und ist damit Schlusslicht in Europa. Franz Schellhorn schreibt dazu im Profil. 

https://www.profil.at/meinung/franz-schellhorn-pension-falle-8299456

 

 

Veranstaltungstipp: ZAS-Tag 12.10.2017 – Schwerpunkt Religion und Gleichbehandlung

Wie schon in den vergangenen Jahren bietet der Manz-Verlag in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich ein Update zum Arbeits- und Sozialrecht des Jahres in einem Tag. Geboten werden

  • die aktuelle Judikatur 2017
  • die aktuelle Gesetzgebung 2017 und
  • Schwerpunkt Religion und Gleichbehandlung:
    • Religion und Arbeitspflicht
    • religiöse Symbole am Arbeitsplatz
    • Diskriminierung – Fragen der Praxis
    • Arbeitnehmer mit Behinderung - Rechtsprobleme   

Ort: Wirtschaftskammer Österreich, Saal 2, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

Zeit: Donnerstag, 12. Oktober 2016, 9:00 (Eintreffen) – 17:00 Uhr

Details unter:
https://www.manz.at/dms/Veranstaltungen/2017/10/JT_ArbeitsSozialr_ZAS-Tag_2017_205x280.pdf

Anmeldung unter:
https://www.manz.at/produkte/Seminare/Anmeldung.html?veruuid=291dae09-e175-4045-b9a9-9f34abc9cb43 


Veranstaltungstipp: 25 Jahre Arbeitsassistenz

Eine zündende Idee hat 1992 Feuer entfacht. Heute wird die Arbeitsassistenz flächendeckend in ganz Österreich angeboten. Ein guter Anlass, über die weitere Entwicklung mit hochkarätigen Verantwortungsträgern und Experten zu diskutieren.

Die Arbeitsassistenz richtet sich an Menschen mit Behinderungen, Jugendliche mit Assistenzbedarf und an Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen beschäftigen oder beschäftigen wollen. 

Teilnahme kostenlos 

Zeit: Montag, 9. Oktober 2017, 13 Uhr (Registrierung), 14 Uhr Eröffnung, Ende 18:00 
Ort: Wirtschaftskammer Österreich, Julius-Raab-Saal, Wiedner Hauptstr. 63, 1040 Wien 

Anmeldungen unter: arbeitsassistenz@dabei-austria.at 

Details unter: 
http://www.dabei-austria.at/site/content/startseite-des-dabei-austria/gi_lq3olzm/Einladung_25JahreArbeitsassistenz.pdf



IMPRESSUM:
Medieninhaber: Wirtschaftskammer Österreich |
Wiedner Hauptstrasse 63 | A-1045 Wien
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit |
Leiter: Dr. Martin Gleitsmann | sp@wko.at
Redaktion: Mag. Dr. Rolf Gleißner

Das könnte Sie auch interessieren

  • News
Newsportal Rabmer-Koller: Erholung der KMU in Europa setzt sich fort, aber am Horizont ziehen Gewitterwolken auf 

Rabmer-Koller: Erholung der KMU in Europa setzt sich fort, aber am Horizont ziehen Gewitterwolken auf 

UEAPME KMU-Barometer: Positive Momentaufnahme darf nicht über Notwendigkeit weiterer Reformen hinwegtäuschen  mehr

  • Handelspolitik
  • News

Renommierter Energy Globe geht heuer nach Österreich

Handelsunternehmen Hofer gewinnt ersten Preis – WKÖ-Schwarzer: Österreichs Unternehmen bei Umweltschutz Schrittmacher mehr