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SPIK - SozialPolitik Informativ & Kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit

SPIKI SozialPolitik Informativ-Kurz-Innovativ

22.2.2017

  • Fehlzeitenreport: Mehr Krankenstände durch Grippewelle
  • 10% mehr offene Stellen im Jahr 2016
  • Teilzeit bei Frauen beliebt, bei Männern nicht
  • Die globale Vermögensverteilung
  • „Propaganda“ rund um das Pensionssystem
  • Leitfaden BURN ON statt BURN OUT. Unternehmen beugen vor
  • Kurse und Weiterbildungsmöglichkeiten am Internationalen Trainingscenter der ILO in Turin

Mag. Martin Kircher
Mag. Martin Kircher

Fehlzeitenreport: Mehr Krankenstände durch Grippewelle

Kürzlich wurde der in Zusammenarbeit von Hauptverband, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer, GÖG und WIFO mittlerweile traditionelle Fehlzeitenreport im Rahmen einer Veranstaltung im Hauptverband präsentiert. Der Report beleuchtet die Entwicklung und Verteilung der Krankenstände und widmet sich diesmal dem Spezialthema „Alkohol in der Arbeitswelt“.

Im Jahr 2015 verbrachten Arbeitnehmer durchschnittlich 12,7 Kalendertage im Krankenstand, 2,5% mehr als 2014. Der Anstieg ist mit einer starken Grippewelle zu erklären. Im langfristigen Vergleich ist das Krankenstandsniveau aber relativ niedrig. Im Jahr 1980 fielen pro Kopf 17,4 Krankenstandstage an, in den 1990 und 2000er Jahren wurden Beschäftigte noch 15,2 bzw. 14,4 Tage krankgeschrieben. Erfreulich ist insbesondere die Fortsetzung des langjährigen Trends des Rückgangs der Arbeitsunfälle. Die Häufigkeit ist zwischen 1974 und 2015 um 58% gesunken und ist vor allem dem Engagement der Betriebe im Arbeitnehmerschutz zu verdanken. 

Das Schwerpunktthema Alkohol in der Arbeitswelt gab einen Überblick über das Konsumverhalten in Österreich, machte die Risiken übermäßigen Alkoholkonsums insbesondere im Zusammenhang mit dem Job deutlich, brachte good practice Beispiele aus Betrieben und zeigte bestehende Betreuungs- und Rehabilitationsangebote auf. 

Fehlzeitenreport 2016



Mag. Maria Kaun
Mag. Maria Kaun

10% mehr offene Stellen im Jahr 2016

Vierteljährlich erhebt die Statistik Austria durch Befragung von Unternehmen (Stichprobe= 6.000) die Zahl und Art der ausgeschriebenen Stellen. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren 72.800 offene Stellen und damit um 10 Prozent mehr als 2015 ausgeschrieben. Ein Resultat der verbesserten Konjunktur. 55 Prozent dieser Stellen waren auch dem AMS gemeldet.

Bei etwas mehr als einem Drittel der Stellen wurde keine Mindestqualifikation verlangt. Im Vorjahr war noch für 40 Prozent der ausgeschriebenen Stellen keine Mindestqualifikation erforderlich. Der Anteil an offenen Stellen ohne Mindestqualifikation ist somit hoch, geht aber zurück. Bei 28% der ausgeschriebenen Stellen war ein Lehrabschluss erforderlich, bei 21% Matura oder ein über die Matura hinausgehender Abschluss. 

Berufe

Nach Berufen wurden zu je einem Viertel Dienstleistungs- und Verkaufsberufe gesucht, Tendenz fallend. Am zweithäufigsten wurden technische sowie akademische Berufe mit jeweils 17% gesucht, mit steigender Tendenz.

Knapp drei Viertel aller Stellen waren als Vollzeit ausgeschrieben, 14 Prozent als Teilzeit (über der Geringfügigkeitsgrenze). Etwa ein Viertel der offenen Stellen sah einen voraussichtlichen Bruttolohn zwischen 1.000 und 1.700 Euro pro Monat vor. 27 Prozent boten eine Entlohnung zwischen 1.700 und 2.400 Euro, 16 Prozent der offenen Stellen war mit einem Bruttolohn von mehr als 2.400 Euro dotiert.

Dauer der Suche 

Ein gutes Viertel der Stellen konnte innerhalb eines Monats besetzt werden. Aber nahezu ebenso viele Stellen konnten dauerhaft nicht besetzt werden. In weiteren 8 Prozent der Fälle dauerte die Stellenbesetzung länger als 6 Monate. Ein Indiz für Fachkräfteknappheit bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit. 

http://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/arbeitsmarkt/offene_stellen/index.html 


 

Dr. Ingomar Stupar

Teilzeit bei Frauen beliebt, bei Männern nicht

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat in einer jüngsten Studie die Arbeitszeitpräferenzen. Männer wollen im Schnitt deutlich länger arbeiten als Frauen. Betreuungspflichten haben bei Männern keinen Einfluss.

Hingegen wollen Frauen mit Betreuungspflichten durchschnittlich weit weniger lang arbeiten als Männer und als Frauen ohne Betreuungspflichten. Überraschend ist, dass selbst Frauen ohne Betreuungspflichten (entweder keine Kinder oder Kinder älter als 14 Jahre) häufig nicht Vollzeit arbeiten wollen. Zwar erhöht sich die durchschnittlich gewünschte Arbeitszeit, wenn keine Betreuungspflichten bestehen, von 27,4 Wochenstunden auf 33,4 Wochenstunden, sie liegt aber immer noch deutlich unter den männlichen Präferenzen. 

Übrigens geben in Deutschland von jenen teilzeitbeschäftigten Frauen, bei denen Kinderbetreuungspflichten der Grund für die Teilzeitbeschäftigung ist, nur ein Fünftel die unzureichende Kinderbetreuungsinfrastruktur als Grund für Teilzeit an. Ähnlich wie in Österreich ist auch in Deutschland der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen, die gerne Vollzeit arbeiten wollen, mit 12% gering. Dem entspricht auch eine Auswertung des deutschen Statistischen Bundesamtes, wonach 85% der Teilzeitbeschäftigten mit ihrer Arbeitszeit zufrieden sind und sich sogar nur 6,8% unterbeschäftigt fühlen.

Fazit: 

Betreuungspflichten spielen für Arbeitszeitpräferenzen von Frauen eine wesentliche, aber nicht die einzige Rolle. Die Gründe für Teilzeit und die Aufteilung der Erwerbsarbeit in Familien sind offenbar auch sonstige individuelle Wünsche (z.B. mehr Freizeit oder ausreichendes Partnereinkommen). 

Arbeitszeitwünsche von abhängig beschäftigten Frauen und Männern


Link zur Studie:
http://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/holger-schaefer-joerg-schmidt-arbeitszeitwuensche-von-frauen-und-maennern-319256



Die globale Vermögensverteilung

Vor kurzem sorgte die Aussage der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam für Empörung, wonach acht Milliardäre gleich viel Vermögen besäßen wie die halbe Weltbevölkerung. Agenda Austria hat die Aussage untersucht. Sie ist falsch und führt bewusst in die Irre. Tatsächlich hat sich die Armutslage auf der Welt massiv verbessert. Oxfam unterstellt eine Kausalität zwischen Reichtum und Armut, die es nicht gibt. Anhaltende Armut ist meist Folge von Politikversagen vor Ort. Übrigens ist kein einziger Österreicher im globalen Kontext statistisch gesehen arm.

Agenda Austria-Studie:
https://www.agenda-austria.at/wp-content/uploads/2017/01/AA-Oxfam-Methode.pdf



„Propaganda“ rund um das Pensionssystem

Jahrzehntelange Propaganda über die angebliche Unfinanzierbarkeit des Pensionssystems hat sich tief in das Bewusstsein der Bevölkerung eingegraben und den Banken und Versicherungen Milliarden an Vorsorgegeldern gebracht.
Sozialbericht 2017 des Sozialministeriums, Seite 10

In Wirklichkeit geht es um den Ersatz für fehlende Pensionsreformen.[…] Bald gehen 30% unseres Bundesbudgets für Pensionen drauf. Aber für vorschulische Betreuung, Universitäten und Forschung fehlt das Geld. Da werden zukunftsvergessen falsche Prioritäten gesetzt.
Hannes Androsch, ehem. SPÖ-Finanzminister am 22.8.2016

Morgen soll damit begonnen werden und nicht erst 2024.
Bert Rürup, deutscher Pensionsexperte und SPD-Mitglied zur Angleichung des Frauenpensionsalters an die Männer in Österreich am 29.11.2014

… further pension reforms, would allow rapid debt reduction and additional cuts in labor taxation.
Internationale Währungsfonds zu Österreich 2016

Diejenigen Mitgliedstaaten, die das noch nicht getan haben, sollen das Rentenalter anheben und an die Lebenserwartung knüpfen. 
Europäische Kommission 2011




Leitfaden BURN ON statt BURN OUT. Unternehmen beugen vor
Aktualisierte Publikation 3. Auflage, Jänner 2017


Unternehmen sowie Führungskräfte erhalten unterstützende, praktische Werkzeuge für den Umgang mit Burnout gefährdeten Mitarbeitern sowie für ihr persönliches Ressourcenmanagement.
Die 3. Auflage wurde um das Kapitel „Kompetente Beratung zu Burnout-Prävention und betriebswirtschaftlichen Fragen“ erweitert. Erklärt werden auch arbeitsrechtliche Aspekte, etwa das ab 1.7.2017 in Kraft tretende Wiedereingliederungsteilzeitgesetz.

Kostenfreie Bestellung unter +43 1 590900-4522
Download unter: 
https://wko.at/service/unternehmensfuehrung-finanzierung-foerderungen/Leitfaden-burn-out-wifi-us.pdf




Kurse und Weiterbildungsmöglichkeiten am Internationalen Trainingscenter der ILO in Turin 

Das Trainingscenter der ILO bietet auch 2017 wieder umfangreiche und interessante Kurse und Masterstudien. Eine detaillierte Übersicht finden Sie hier

Kurze Kurse: http://www.itcilo.org/en/the-centre/programmes/sdp
Master-Studien: http://www.itcilo.org/en/training-offer/turin-school-of-development

 


IMPRESSUM:
Medieninhaber: Wirtschaftskammer Österreich |
Wiedner Hauptstrasse 63 | A-1045 Wien
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit |
Leiter: Dr. Martin Gleitsmann | sp@wko.at
Redaktion: Mag. Dr. Rolf Gleißner

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