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SPIK - SozialPolitik Informativ & Kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit

SPIKI SozialPolitik Informativ-Kurz-Innovativ

27.10.2016

  • Bundesregierung beschließt Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot–Karte
    Langjährige WKÖ-Forderungen umgesetzt
  • „Precision Medicine Initiative“ in den USA: Individualisierte Medizin auf dem Vormarsch
  • Neue Zürcher Zeitung: Wie kommt es, dass sich in einer egalitären Gesellschaft alle als Opfer fühlen?
  • Flexible Arbeitszeit auf wko.at/flexible-arbeitszeit
  • Broschüre "Personal beschäftigen - leicht gemacht"
  • 52. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsrecht und Sozialrecht am 30., 31. März 2017
  • Veranstaltungstipp 23. 11. 2016: HEALTH WORKS 
  • Fachmagazin vielgesundheit.at



MMag. Margit Kreuzhuber

MMag. Margit Kreuzhuber

Bundesregierung beschließt Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot–Karte
Langjährige WKÖ-Forderungen umgesetzt


Die aktuell dominierende Zuwanderung aus Asyl- und Wirtschaftsgründen belastet bekanntlich Budget und Sozialsysteme. Bei der Diskussion darüber gerät in den Hintergrund, dass qualifizierte Zuwanderung die Volkswirtschaft stärkt und dem Arbeitsmarkt nicht schadet. Dafür steht die Rot-Weiß-Rot-Karte. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Karte (RWR-Karte) entsprechend dem Regierungsprogramm beschlossen. Die beschlossenen Neuerungen im Detail:

1) Einbeziehung von Bachelor-, Doktorats- und phd-Absolventen in die RWR-Karte für Studienabsolventen:
Die Einbeziehung von Bachelor-Absolventen in die RWR-Karte wurde seit einigen Jahren von einer breiten Allianz gefordert. Bei der Einbeziehung von Doktorats- und phd-Absolventen handelt es sich um eine nötige legistische Klarstellung. Derzeit wird nur jede zehnte Rot-Weiß-Rot–Karte an Drittstaatsangehörige vergeben, die in Ö ein Studium absolviert haben, obwohl diese bereits in Ö aufhältig, gut qualifiziert und mit den heimischen Rahmenbedingungen bestens vertraut sind.

Es ist sinnvoll, dass wenn Ö in die Ausbildung investiert, die erworbene Qualifikation auch in Ö verwertet wird. Eine Studie belegt, dass durch die Aufnahme einer Beschäftigung von ausländischen Studienabsolventen in Ö pro Jahr und Absolvent eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 73.913 Euro und für den öffentlichen Haushalt jährliche Mehreinnahmen von 25.097 Euro entstehen.

Eine RWR-Karte erhalten aber nur Absolventen, die zumindest ein Entgelt von 45 % der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage (2017: € 2.241) erzielen. Das ist eine hohe Hürde, die man nach entsprechender Evaluierung gegebenenfalls anpassen sollte. 

2) Ausweitung der Jobsuchdauer für Studienabsolventen von 6 auf 12 Monate, Etablierung eines eigenen Aufenthaltstitels 
Die geltenden 6 Monate Suchzeit für Studienabsolventen sind zu kurz, zumal dabei die achtwöchige Verfahrensdauer zur Erteilung der RWR-Karte einzurechnen ist. Deutschland hat die Jobsuchzeit für Studienabsolventen von 12 auf 18 Monate ausgeweitet. Auch die Schaffung eines eigenen Aufenthaltstitels für Studienabsolventen zur Jobsuche dient der rechtlichen Klarheit.

3) Anpassung des Punkteschemas für Fachkräfte hinsichtlich des Kriteriums Alter
Im Punktesystem haben Über-40-Jährige mit abgeschlossener Lehrausbildung derzeit keine Chance auf Zuwanderung, da sie aufgrund ihres Alters die Mindestpunkteanzahl nicht erreichen können. Durch die nun vorgesehene stärkere Berücksichtigung der Sprachkenntnisse im Punkteschema ist das Alter auch bei über 40-jährigen Fachkräften kein Ausschlusskriterium mehr.

4) Erhöhung des Beschäftigungsausmaßes für Studierende auf 20 Wochenstunden
Bislang konnten Bachelor-Studierende für 10 Wochenstunden und Master-Studierende für 20 Wochenstunden eine Beschäftigungsbewilligung ohne Arbeitsmarktprüfung erhalten. Nun wird die Wochenstundenzahl für Bachelor- und Master-Studierende auf 20 Wochenstunden erhöht.

5) Ausweitung der Geltungsdauer der RWR-Karte auf 2 Jahre
Künftig soll die RWR– Karte – ähnlich wie auch die Blaue Karte EU – für 2 Jahre erteilt werden können.

6) Verordnung der Mangelberufsliste im November 2016
Im Ministerratsbeschluss wurde bekräftigt, dass die Bundesregierung nach Befassung der Sozialpartner im November 2016 eine Fachkräfteverordnung erlassen wird.

7) Offen: Stärkere Berücksichtigung des regionalen Fachkräftebedarfs
Vor allem in Westösterreich fehlen immer mehr Fachkräfte und zwar in vielen Branchen, keineswegs nur im Gastgewerbe. Die Wirtschaftskammer fordert daher, dass dieser regionale Fachkräftemangel stärker in der Mangelberufsliste berücksichtigt wird. Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften in Wien nützt dem Tiroler Betrieb ja nicht, wenn diese Arbeitskräfte nicht zum Ortswechsel bereit sind und das AMS kaum überregional vermittelt. Leider wird der regionale Bedarf vorerst nicht berücksichtigt.

Fazit

Zahlreiche Studien belegen, dass qualifizierte Zuwanderung die Wettbewerbsfähigkeit
stärkt und zu einer Entlastung des Staatshaushaltes beiträgt. Angesichts der demographischen Entwicklung und der globalen Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften steigt der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe. Im internationalen Vergleich hat Österreich, aber auch die EU, bei der qualifizierten Zuwanderung Aufholbedarf. Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen stellen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Arbeitsstandorts Österreich und zur Vermeidung von Brain drain dar. Im Übrigen entsprechen die Maßnahmen auch den Empfehlungen aus der OECD-Studie „Recruiting Immigrant Workers – Austria“.



Mag. Ulrike Klein

Mag. Ulrike Klein

„Precision Medicine Initiative“ in den USA: Individualisierte Medizin auf dem Vormarsch


Es ist eines der letzten großen Vorhaben des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama: ein wissenschaftliches Projekt zur individualisierten Medizin. Anfang 2015 hatte Obama verkündet, eine „neue Ära der Medizin“ einzuleiten. Ein groß angelegtes Projekt soll die Patientenversorgung individueller und zielgerichteter machen und die Heilung von weit verbreiteten Krankheiten vorantreiben.

Im Juli 2016 wandte sich der Präsident in einem Gastbeitrag im Boston Globe an die Bevölkerung. Darin bezeichnet er die individualisierte Medizin (teils synonym verwendete Begriffe: personalisierte Medizin, Präzisionsmedizin) als die größte Chance aller Zeiten für medizinische Durchbrüche. Anstelle des klassischen Ansatzes „one size fits all“ – also ein Medikament für eine Krankheit – bietet die personalisierte Medizin für bestimmte Patientengruppen maßgeschneiderte Therapien. Die individuelle Behandlung wird auf persönliche Merkmale der Patienten abgestimmt. Diese werden in Gruppen mit bestimmten medizinischen Merkmalen eingeteilt. Dabei werden Faktoren wie Alter, Geschlecht, Krankheitsgeschichte, aber auch genetische Daten verwendet. 

Präzisionsmedizin wird bereits angewandt und funktioniert bei bestimmten Indikationen. Obama zählt in seinem Beitrag zystische Fibrose, Leukämie bei Kindern, Brustkrebs und Herzprobleme auf. Dasselbe gilt aber etwa für bestimmte Krebsarten. Für das Projekt sollen die Daten von einer Million Amerikanern gesammelt werden. So will man Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Familiengeschichte, Umwelteinflüssen und genomischen Daten finden und letztlich zu einer effizienteren und zielgerichteten Therapie kommen. 

Im US-Kongress wurden die finanziellen Mittel gemeinsam von Demokraten und Republikanern freigegeben. Dadurch ist sichergestellt, dass das Projekt, an dem zahlreiche renommierte Universitäten teilnehmen, über die Amtszeit von Präsident Obama hinaus weiterläuft. Für das Jahr 2017 wurden mehr als 200 Millionen US-Dollar für die „Precision Medicine Initiative“ im Budget eingeplant. Dieses Projekt kann für Europa nur ein Vorbild sein, denn eines ist klar: Der Präzisionsmedizin gehört die Zukunft.

Beitrag in der Österreichischen Ärztezeitung „Nächster Schritt in eine neue Ära“: http://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2016/oeaez-1516-15082016/usa-individualisierte-medizin-precision-medicine-initiative-barack-obama.html
Gastbeitrag Barack Obamas im Boston Globe “Medicine´s next step”: https://www.bostonglobe.com/opinion/2016/07/06/medicine-next-step/tPdgf4XfOHvUckHpTTbuvN/story.html 



Neue Zürcher Zeitung: Wie kommt es, dass sich in einer egalitären Gesellschaft alle als Opfer fühlen?

Der Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums reiht Österreich hinsichtlich der Stellung der Frau hinter Ruanda und Kasachstan. Damit wird – mit tatkräftiger Hilfe der empörten Medien - suggeriert, dass es Frauen in diesen Ländern besser geht und sie mehr Chancen haben als hierzulande. Kaum jemand wagt es, die unseriöse Messmethodik des Reports und die absurde Botschaft zu hinterfragen.

Immerhin stellte die Neue Zürcher Zeitung kürzlich fest, dass der Wettbewerb um den Status des Meistdiskriminierten den gesellschaftlichen Diskurs beherrscht. Dort wird auch die ketzerische Frage gestellt, wie es kommt, dass sich in einer beispiellos egalitären Gesellschaft alle als Opfer fühlen.

NZZ-Beitrag
https://nzz.at/s/pemPvpk5x3



Flexible Arbeitszeit auf wko.at/flexible-arbeitszeit

Die moderne Wirtschafts- und Arbeitswelt und anspruchsvollere Kunden verlangen von allen Akteuren mehr Flexibilität, von Unternehmen, Mitarbeitern, aber auch von öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, etc. Flexible Arbeitszeiten sind nicht nur eine Forderung der Wirtschaft – auch Mitarbeitern wollen flexibler arbeiten. Die Wirtschaftskammer hat dazu auf wko.at/flexible-arbeitszeit Argumente, Fakten und Statements zusammengetragen. Auch aktuelle Kurzfilme und Radiospots zur Arbeitszeit sind dort abrufbar.

Rechtliche Informationen sind hingegen auf wko.at/arbeitszeit zu finden.



Broschüre "Personal beschäftigen - leicht gemacht"

9 Tipps für eine optimale Zusammenarbeit mit Mitarbeitern

Ein Buch als Ratgeber im täglichen Arbeitsleben, das auch unterhält! Anhand von zahlreichen Beispielen aus der Praxis zeigt Günter Steinlechner auf, wie man das Miteinander im Betrieb verbessert. In neun Kapiteln skizziert er typische Situationen, in die Betriebsinhaber oder Führungskräfte geraten können und liefert dazu die passenden Antworten. Einfach und leicht geschrieben, ohne den erhobenen Zeigefinger des Fachmannes, dafür aber mit einem Augenzwinkern.

Broschüre "Personal beschäftigen - leicht gemacht" 284 Seiten
Preis: 24 Euro (inkl. 10 % USt zzgl. Versandpauschale 3,96 Euro)

Bestellung:
Webshop der WKÖ
T +43 (0)5 90 900 DW 5050
M mservice@wko.at


52. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsrecht und Sozialrecht am 30., 31. März 2017

Donnerstag, 30. März 2017 – 08:45 Uhr
Digitalisierung der Arbeitswelt
ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Risak (Universität Wien) und
RA Dr. Stefan Köck, LL.M (Wien)

Religion, Weltanschauung und Arbeitsverhältnis
o. Univ.-Prof. Dr. Walter Berka (Universität Salzburg)

Seminar: 17:30 Uhr 
Arbeitsmigration und anwendbare Rechtsordnung
Univ.-Ass.in Dr.in Diana Niksova (Universität Wien)

Freitag, 31. März 2017 – 09:00 Uhr
Rehabilitation: Wirklichkeit und Anspruch
Dr. Martin Sonntag (OLG Wien) und
Ass.-Prof.in Dr.in Barbara Födermayr (Universität Linz)

Bedürftigkeitsabhängige Sozialleistungen: Differenzierungen, Pauschalierungen, Bedingungen

Univ.-Prof. Dr. Robert Rebhahn (Universität Wien)

Nachwuchsforum:
Mittwoch, 29. März 2017 - 15.00 bis 16.30 Uhr

Ort: Ferry Porsche Congress Center, Zell am See, Brucker Bundesstraße 1a

Details unter
http://www.arbeitsrechtundsozialrecht.com/tagungen/tagunng-2017/

Anmeldungen und Anfragen an 
astrid.boenisch@jku.at 



Veranstaltungstipp 23. 11. 2016: HEALTH WORKS 

Hochrangige Experten aus Arbeitsmedizin, Gesundheitsökonomie, Sozialpartnerschaft und Wissenschaft diskutieren

am Mittwoch, 23.11. von 13.30 bis 17.30
in der Labstelle, 1010 Wien, Wollzeile 1
zu den Themenbereichen
-    Arbeit als Therapie
-    frühzeitige Intervention und
-    Arbeitsfähigkeit und Wiedereinstieg.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt.
Weitere Informationen: https://www.wko.at/Content.Node/Plattform-Gesundheitswirtschaft/Veranstaltungen/HEALTH-WORKS-.html
Anmeldung unter https://www.reglist24.com/health_works 


Fachmagazin vielgesundheit.at

Die Themen dieses Monats sind die IGEPHA-Jahrestagung 2016, der PMCA-Tag 2016 und ein Meet & Tweet „Mammakarzinom interdisziplinär“. Weiters im Programm: Ein Interview mit Dr. Martin Spatz, dem neuen Geschäftsführer bei GL-Pharma und ein Bericht vom 81. Gesundheitspolitischen Forum zum Thema: „Qualitätsmanagement und Patientensicherheit“. Sie finden das aktuelle Fachmagazin unter www.vielgesundheit.at/informiert




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