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SPIK - SozialPolitik Informativ & Kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit

SPIKI SozialPolitik Informativ-Kurz-Innovativ

4.10.2016

  • Beschäftigung Älterer: Post vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger
  • Statistik Austria: Mangelnde Bildung, nicht Armut macht krank
  • Sozialpartnerdialog Bad Ischl 2016 – Migration und Integration
  • Zukunft gemeinsam gestalten - Deklaration der österreichischen Sozialpartner
  • Veranstaltungstipp: ZAS-Tag 13.10.2016 – Schwerpunkt Mobilität im Arbeitsrecht
  • „Wer nicht sät, wird verhungern“
  • „Das Prinzip Brechstange“
  • Zu wenig Kontrolle bei Sozialhilfe



Beschäftigung Älterer: Post vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger

In diesen Tagen informiert der Hauptverband schriftlich alle Unternehmen mit mindestens 25 Arbeitnehmern über das Ziel der Bundesregierung, die Beschäftigung Älterer zu verbessern und die Maßnahmen dazu. Wenn die Beschäftigungsziele nicht erreicht werden, kommt ein Bonus/Malus-System für Unternehmen dieser Größe.

Österreichs Unternehmen beschäftigen derzeit mehr Menschen als je zuvor. Dank besserer wirtschaftlicher Aussichten sollte die Beschäftigung weiter steigen.

Allerdings sind im internationalen Vergleich immer noch relativ wenige Ältere in Beschäftigung, weil die Österreicher einerseits früh in Pension gehen, andererseits ältere Arbeitslose schwer einen Job finden.

Dabei lohnt sich die Einstellung Älterer:

  • Auf Drängen der Wirtschaftskammer wurden die Eingliederungsbeihilfe für Betriebe, die ältere Arbeitslose einstellen, erheblich ausgebaut.
  • Wenn bestimmte Beschäftigungsziele für Ältere bis 1.7.2017 nicht erreicht werden, droht ein Bonus-Malus-System: Unternehmen ab 25 Arbeitnehmer, die dann mehr Ältere beschäftigen als der Branchenschnitt, müssten ab 2018 um 1/10 Prozentpunkt weniger Lohnnebenkosten leisten. Beschäftigen sie aber weniger Ältere als der Branchenschnitt, würde sich die Auflösungsabgabe, die bei Auflösungen durch den Arbeitgeber anfällt, verdoppeln.

Dieses System kommt nicht, wenn sich die Beschäftigung Älterer verbessert!

Details zu den Beschäftigungszielen und zum Bonus/Malus-System:
https://www.wko.at/Content.Node/Service/Arbeitsrecht-und-Sozialrecht/Arbeitsrecht/Dienstverhaeltnis/Beginn/Bonus-Malus-Neu---Beschaeftigung-aelterer-Arbeitnehmerinn.html



Mag. Ulrike Klein

Mag. Ulrike Klein

Statistik Austria: Mangelnde Bildung, nicht Armut macht krank


Tägliches Rauchen und starkes Übergewicht kommen bei niedriger Schulbildung besonders häufig vor. Menschen mit höherer Schulbildung leben länger und verbringen mehr Lebensjahre in guter Gesundheit als Menschen mit Pflichtschulabschluss.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Analyse der Daten der Österreichischen Gesundheitsbefragung 2014 der Statistik Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen.

Die Analyse untersuchte die Ergebnisse der ö Gesundheitsbefragung 2014 in Hinblick darauf, welche Faktoren die Gesundheit beeinflussen. Auf dem Prüfstand waren u.a. Alter, Einkommen, (frühere) berufliche Tätigkeit, Migrationshintergrund, Lebensunterhalt und höchste abgeschlossene Schulbildung. Diese Faktoren wurden 12 Gesundheitsindikatoren gegenübergestellt, z.B. positiver subjektiver Gesundheitszustand, Diabetes, chronische Kreuzschmerzen, starkes Übergewicht, tägliches Rauchen und körperliche Inaktivität.

Oft wird behauptet, dass Armut krank macht. Die Analyse zeigt das Gegenteil! Der Faktor Medianeinkommen kommt im Ranking der untersuchten Faktoren nur vereinzelt vor und nicht einmal an erster Stelle. 

Je niedriger die Bildung, desto höher die Raucherquote

Die hauptsächlichen Determinanten von Gesundheitszustand und –verhalten sind vielmehr Bildung, Alter, Arbeitslosigkeit und Migrationshintergrund. Etwa beim Rauchverhalten und bei starkem Übergewicht zeigten sich bei beiden Geschlechtern deutliche Bildungseffekte: Männer mit Pflichtschulabschluss rauchten mehr als doppelt so häufig (38%) wie Männer mit Matura oder Hochschulabschluss (17%). Bei den Frauen waren diese Unterschiede noch deutlicher: 38% im Vergleich zu 12% (!).

Frauen und Männer mit höherer Schulbildung leben nicht nur länger als jene mit Pflichtschulabschluss, sie verbringen auch mehr Lebensjahre in guter Gesundheit. Hier sind die bildungsspezifischen Unterschiede auch am höchsten: Hochgebildete Frauen und Männer verbringen um 13,4 Jahre mehr in guter Gesundheit als Pflichtschulabsolventen. 

Die Analyse stellt auch fest, dass die Wahrscheinlichkeit, dass arbeitslose Männer rauchen beinahe dreimal so hoch war wie bei erwerbstätigen Männern. Zigaretten sind bekanntlich aufgrund der hohen Besteuerung teuer, während gesunde Ernährung bei Lebensmittelunternehmen im unteren Preissegment günstig ist. Das widerlegt einmal mehr die Mär vom armen Menschen, der sich kein gesundes Essen leisten kann.

Die Ergebnisse zeigen ein weiteres Mal: Zwar geht ein geringes Einkommen oft einher mit niedriger Bildung und ungesundem Lebensstil. Aber eine Korrelation ist keine Kausalität, mit anderen Worten: Nicht Armut macht krank. Niedrige Bildung macht krank (und führt auch zu Armut). 

Erwiesen ist auch, dass das Gesundheitsverhalten wesentlich für den Gesundheitszustand ist. Damit ist klar, wo man ansetzen muss, um den Vormarsch chronischer Krankheiten aufzuhalten: Bei Bildung und Gesundheitskompetenz.

Presseaussendung der Statistik Austria: http://www.statistik.at/web_de/presse/109625.html

Zum Bericht http://www.statistik.at/web_de/services/publikationen/4/index.html?includePage=detailedView&sectionName=Gesundheit&pubId=726 



Sozialpartnerdialog Bad Ischl 2016 – Migration und Integration


Der Sozialpartnerdialog 2016 widmete sich der Themenstellung Migration und Integration, mit den Schwerpunkten Volkswirtschaftliche Effekte, Arbeitsmarkt, Bildung und Europäische Union. Aus aktuellem Anlass nahm die Flüchtlingsthematik in der Diskussion einen besonderen Stellenwert ein, die Sozialpartner haben dazu umfassende Vorschläge zur verbesserten Arbeitsmarkteingliederung von Flüchtlingen vorgelegt. Gleichzeitig wurde aber auch die Bedeutung der Arbeitsmigration und die Notwendigkeit einer Gesamtstrategie für qualifizierte Zuwanderung für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich entsprechend hervorgehoben.

Langfassung: Bad Ischler Dialog 2016 - Migration und Integration

Kurzfassung: Bad Ischler Dialog 2016 - Migration und Integration



Zukunft gemeinsam gestalten - Deklaration der österreichischen Sozialpartner

In der Konferenz von Bad Ischl unterzeichneten die Sozialpartner-Präsidenten eine gemeinsame Deklaration, die die künftige wirtschafts-und sozialpolitische Handlungsfelder absteckt.


Deklaration:
http://www.sozialpartner.at/wp-content/uploads/2016/09/Sozialpartnerdeklaration-2016-Endversion-hohe-Qualität.pdf



Veranstaltungstipp: ZAS-Tag 13.10.2016 – Schwerpunkt Mobilität im Arbeitsrecht


Wie schon in den vergangenen Jahren bietet der Manz-Verlag in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich ein Update zum Arbeits- und Sozialrecht des Jahres in einem Tag. Geboten werden

  • die aktuelle Judikatur 2016
  • die aktuelle Gesetzgebung 2016 und
  • Schwerpunkt Mobilität im Arbeitsrecht:
    • Rechtsprobleme bei Dienstreise und Versetzung
    • Ausländerbeschäftigung und Beschäftigung von Flüchtlingen
    • Tipps zur Vertragsgestaltung: Entsendung und Rechtswahl
    • Tipps zu Entsendung/Überlassung/Lohndumping sowie Aufenthaltsrecht

Ort: Wirtschaftskammer Österreich, Saal 2, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Zeit: Donnerstag, 13. Oktober 2016, 9:00 (Eintreffen) – 17:00 Uhr

Details unter:
https://www.manz.at/dms/Veranstaltungen/2016/10/Jahrestagung_Arbeitsrecht_ZAS-TAG_2016_205x280_low.pdf

Anmeldung unter: 
https://www.manz.at/produkte/Seminare/Anmeldung.html?veruuid=1dc2ac1b-825d-4860-b445-a9ee788dba27



„Wer nicht sät, wird verhungern“

Hannes Androsch, Industrieller und früherer SPÖ-Finanzminister, in einem Presse-Interview zu Maschinensteuer, Pensionsreform und, ob uns die Arbeit ausgeht.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5073134/Hannes-Androsch_Wer-nicht-saet-der-wird-verhungern



„Das Prinzip Brechstange“

Hans-Werner Sinn analysiert im Handelsblatt, dass Freizügigkeit in der EU, ein ausgebauter Sozialstaat und das Ziel, Migranten in das Sozialsystem des Gastlandes einzubeziehen, nicht miteinander vereinbar sind. Um den Sozialstaat und das Recht auf Eigentum zu schützen, plädiert er dafür, die Außengrenzen für Wirtschaftsflüchtlinge zu schließen.

http://www.hanswernersinn.de/de/Handelsblatt_08082016



Zu wenig Kontrolle bei Sozialhilfe

Ein Beamter berichtet in der Kronenzeitung, dass die Auszahlung der Mindestsicherung in Wien kaum kontrolliert wird. Kein Wunder, dass nach einer WIFO-Studie die Mindestsicherung in Wien zum Dauerzustand wird, berichtet Profil.

http://www.krone.at/wien/zu-wenig-kontrolle-bei-sozialhilfe-fuer-auslaender-beamter-packt-aus-story-530009

http://www.profil.at/oesterreich/mindestsicherung-dauerzustand-studie-7585689




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