th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

SPIK - SozialPolitik Informativ & Kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit

SPIKI SozialPolitik Informativ-Kurz-Innovativ

23.6.2016

  • Veranstaltungstipp 28.6.2016: Wirtschaftspolitische Gespräche mit Wolfgang Clement: Beschäftigungswunder Deutschland: Vorbild für Österreich?
  • Drei Mythen über ältere Arbeitnehmer: Gesundheit, Produktivität, Innovationskraft – Probleme für alternde Belegschaften?
  • Spätfolgen der Krise: Langzeitarbeitslosigkeit und Maßnahmen dagegen
  • www.entsendeplattform.at - ein neues Service des Sozialministeriums in Kooperation mit der Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK)
  • Veranstaltungstipp: ZAS-Tag 13. 10. 2016 – Schwerpunkt Mobilität im Arbeitsrecht




Veranstaltungstipp 28.6.2016: Wirtschaftspolitische Gespräche mit Wolfgang Clement: Beschäftigungswunder Deutschland: Vorbild für Österreich?


In seiner Zeit als Minister in der Regierung von Gerhard Schroeder
war Wolfgang Clement einer der Hauptinitiatoren der erfolgreichen Wirtschafts- und Sozialreformen, die zu deutlich mehr Wachstum und Beschäftigung in Deutschland geführt haben: Reformen am Arbeitsmarkt (Hartz I bis IV), Rentenreform inklusive Nachhaltigkeitsfaktor, Senkung der Lohnnebenkosten, etc.

Wolfgang Clement berichtet von seinen Erfahrungen bei diesen Reformen, den Widerständen, die dabei zu überwinden waren, und den Lehren, die für die Wirtschaftspolitik in Europa jetzt zu ziehen sind. Wie konnte die deutsche Regierung die Reformen durchsetzen? Ist Deutschland ein Vorbild für die österreichische Lage? Was kann/soll sich die österreichische Politik abschauen?

Key Note
Wolfgang Clement
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit (2002-2005)
Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Begrüßung
Christoph Leitl
Präsident der Wirtschaftskammer Österreich

Moderation
Bernhard Felderer
Präsident des Fiskalrates

Zeit: Dienstag,  28. Juni 2016, 10:00-12:30 Uhr (anschließend Mittagsbuffet)
Ort: WKO Sky Lounge, Wiedner Hauptstraße 63, 1040 Wien

u.A.w.g. bis 27. Juni 2016: Anna.Staudinger@ihs.ac.at



Mag. Maria Kaun

Mag. Maria Kaun

Drei Mythen über ältere Arbeitnehmer:
Gesundheit, Produktivität, Innovationskraft – Probleme für alternde Belegschaften? 


Der Leiter des Munich Center for the Economics of Ageing (MEA), Prof. Axel Börsch-Supan, widerlegt drei Mythen über ältere Arbeitnehmer. Betrachtet man wissenschaftliche Untersuchungen des MEA, so stimmt keine dieser generalisierenden Aussagen.

Mythos Nr. 1: Schlechte Gesundheit beeinträchtigt die Arbeitsfähigkeit

Heute sind ältere Arbeitnehmer viel gesünder und biologisch fitter als vor etwa fünfzig Jahren. Erkrankungen, die einen negativen Einfluss auf die Arbeitsbewältigung haben könnten, treten heute später auf. Das liegt nicht nur am medizinischen Fortschritt. Arbeitsplätze sind sicherer und besser geworden. Es gibt mehr technische Unterstützung und dadurch weniger schwere körperliche Arbeit. Die Ernährung ist besser. Wohnungen sind komfortabler und es gibt weniger körperlich schwere Arbeit im Haushalt. Viele dieser Errungenschaften tragen zu einer besseren Gesundheit und guter Arbeitsfähigkeit der heutigen Generation 50 plus bei.

Mythos Nr. 2: Die Produktivität sinkt mit dem Alter

Es gibt keinen Hinweis, so Börsch-Supan, dass die Produktivität mit dem Alter eines normalen Arbeitnehmers nachlässt. Ausnahmen gelten für Profisportler, aber auch für viele Nobelpreisträge, die oft Preise für Arbeiten erhalten, die sie in jungen Jahren verfasst haben. 

Aber das sind die Ausnahmen. Im Durchschnitt bleibt die Produktivität im Alter gleich bzw. nimmt sogar zu. Das MEA Institut analysierte Daten über Fehlerquoten in Fertigungsstraßen eines deutschen LKW-Erzeugers. Es gibt statistisch signifikant höherer Fehlerraten bei Arbeitern unter 30 Jahren, aber keinen Nachweis über mehr Fehler bei Arbeitern über 60. Der Rückgang physischer Kräfte wird kompensiert durch Eigenschaften, die mit dem Alter zunehmen, die aber schwer zu messen sind, etwa die Arbeitserfahrung, die Fähigkeit, gut im Team zu arbeiten, wenn heikle Situationen entstehen, typischerweise wenn etwas schief geht und wenig Zeit bleibt, den Fehler zu beheben.

Für wissensbasierte Unternehmen sind diese Stärken Älterer – Erfahrung, Kommunikation, Zusammenarbeit - sogar noch wertvoller als für reine Produktionsunternehmen.

Mythos Nr. 3: Mit älteren Mitarbeitern sind Unternehmen weniger innovativ

Man nimmt an, dass neue Ideen immer von jüngeren Menschen kommen. Darin mag ein wenig Wahrheit stecken, aber wenn man auf Details sieht, etwa die Verbesserung von Produktionsprozessen, dann gibt es keinen Beweis dafür, dass Innovation mit dem Alter abnimmt. Wesentlicher ist hier der Unterschied zwischen den Menschen – unabhängig vom Alter. Kreative Personen haben in allen Lebensphasen neue Ideen, unkreative in keiner Lebensphase.

Fazit

  • Um der aktuellen Wachstumsschwäche zu entkommen, ist das Potenzial der Älteren zu nützen. Ältere sind zu motivieren, länger im Erwerbsleben zu bleiben, Arbeitgeber sollten den Wert ihrer alternden Belegschaften schätzen.
  • Aktuell steigt die Beschäftigung Älterer in Österreich kräftig. Die Förderung Älterer ist gerade jetzt wichtig. Denn wenn bestimmte Zielwerte zur Beschäftigung Älterer bis 30.6.2017 nicht erreicht werden, kommt ein Bonus-Malus-System für Unternehmen ab 25 Arbeitnehmer. 
  • Mittelfristig ist längeres Arbeiten schon deshalb wichtig, weil Wirtschaft und Sozialsystem massiv geschwächt werden, wenn die starken Baby-Boomer-Jahrgänge demnächst von Erwerbstätigen zu Pensionsbeziehern werden.


Weiterführende Links und Hinweise:
www.arbeitundalter.at
http://longevity3.stanford.edu/an-interview-with-dr-axel-borsch-supan/
Disproving Beliefs About the Economy and Aging, International New York Times (14.05.2016)



Mag. Anna Zink

Mag. Anna Zink

Spätfolgen der Krise: Langzeitarbeitslosigkeit und Maßnahmen dagegen 



Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 ist die Langzeitarbeitslosigkeit, das heißt Arbeitslosigkeit für 12 Monate oder länger, in Europa stark gestiegen. Dies hat eine kürzlich veröffentlichte Studie der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel Langzeitarbeitslosigkeit im europäischen Vergleich (Originaltitel Long-term Unemployment in the EU: Trends and Policies) ergeben.

Besonders hohe Werte an Langzeitarbeitslosigkeit weisen jene Länder auf, die von der Krise am stärksten getroffen wurden (Griechenland 17,7%, Spanien 10,8%). Österreich schneidet im internationalen Ranking vergleichsweise gut ab (1,6% im 3. Quartal 2015; Infografik). 

Positiv ist, dass auch beim Vergleich  sehr langer Arbeitslosigkeitsperioden  (48 Monate oder länger)  Österreich mit weniger als einem Prozent  (2014 waren es nur 0,6%) gemeinsam mit Dänemark, Schweden und Großbritannien  weit vorne liegt. Weniger erfreulich ist allerdings der starke Anstieg der langen Arbeitslosigkeitsperioden in Österreich. Dies belegen auch die vom AMS veröffentlichten Zahlen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (länger als 12 Monate arbeitslos) stieg in Österreich von 2014 auf 2015 um 83,4 %. Fast so niedrig wie in Finnland, Dänemark und Schweden ist der Wert der Jugendarbeitslosigkeit in Österreich (10,4% der gesamten Arbeitslosenquote). 

Auffallend ist, dass es in einigen Ländern mit sehr niedriger Langzeitarbeitslosigkeit gleichzeitig viele Personen gibt, die aus gesundheitlichen Gründen nicht oder nicht mehr am Arbeitsmarkt teilhaben. Neben Österreich betrifft dies vor allem Dänemark und Polen (siehe Figure 1.20)

Die Studie bietet Vorschläge für Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Zu nennen sind hier etwa eine möglichst frühe Intervention und Aktivierung bei Arbeitsverlust, der Ausbau von online-Tools zur Arbeitssuche und –Vermittlung, eine gute Zusammenarbeit der Vermittlungsstellen mit Unternehmen oder rasche Arbeitstrainings, um dem Verlust von Kompetenzen und Qualifikationen vorzubeugen. 

Langzeitarbeitslosigkeit EU
Grafik: Long-term non-employed

Quelle:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/long-term-unemployment-in-the-eu-1/ 




www.entsendeplattform.at - ein neues Service des Sozialministeriums in Kooperation mit der Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK)

Vor kurzem ist eine neue Website online gegangen, die „Entsendeplattform“, die als neues Service des Sozialministeriums in Kooperation mit der Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse im Internet zur Verfügung steht.

Auf www.entsendeplattform.at finden Arbeitnehmer sowie Unternehmen in Deutsch UND Englisch alles, was es zum Thema Entsendung und Überlassung nach Österreich zu wissen gibt. Auf dieser Website werden gleichzeitig übersichtliche und verständlich aufbereitete Informationen mit umfassenden Serviceangeboten dazu an einer Stelle vereint.

‚Was regeln Kollektivverträge in Österreich?, Welcher Kollektivvertrag gilt für mich?, Welcher Lohn ist mindestens zu bezahlen?‘ – das sind zentrale Fragen bei Entsendung und Überlassung nach Österreich.
Die Website hilft dabei, den für die entsprechende Branche relevanten Kollektivvertrag aufzufinden bzw. nach bestimmten Kollektivvertragsinhalten zu suchen. In den zusätzlich angebotenen Kollektivvertrags-Kurzübersichten werden die wichtigsten Inhalte zu den am häufigsten abgefragten Kollektivverträgen aufbereitet und übersichtlich dargestellt. Ein weiteres Angebot der Website – gegenwärtig noch in der Ausbauphase - bietet Unterstützung bei der Bestimmung des geltenden kollektivvertraglichen Mindestlohnes für die entsprechende Branche und Tätigkeit.

Da der Großteil der Entsendungen und Überlassungen in der Bauwirtschaft stattfindet, widmet sich ein eigener Bereich der Darstellung von Sonderbestimmungen bei Entsendung und Überlassung zu Bauarbeiten.

Fachauskünfte zu arbeitsrechtlichen Fragen, zu Melde- und anderen formellen Verpflichtungen sowie zur Rechtsdurchsetzung sind in Themenblöcken leicht auffindbar und nach praktischen Schwerpunkten geordnet.

Die Website bietet auch eine Übersicht und Links zu allen österreichischen Vorschriften zum Schutz entsandter Arbeitnehmer. Ein wesentlicher Servicepunkt wird unter ‚Auskünfte & Links‘ angeboten – hier gibt es umfassende Informationen dazu, wer beratend und unterstützend in Fragen der Entsendung und Überlassung tätig ist.




Veranstaltungstipp: ZAS-Tag 13. 10. 2016 – Schwerpunkt Mobilität im Arbeitsrecht


Wie schon in den vergangenen Jahren bietet der Manz-Verlag in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich ein Update zum Arbeits- und Sozialrecht des Jahres in einem Tag. Geboten werden

  • die aktuelle Judikatur 2016
  • die aktuelle Gesetzgebung 2016 und
  • Schwerpunkt Mobilität im Arbeitsrecht:
    • Rechtsprobleme bei Dienstreise und Versetzung
    • Ausländerbeschäftigung und Beschäftigung von Flüchtlingen
    • Tipps zur Vertragsgestaltung: Entsendung und Rechtswahl
    • Tipps zu Entsendung/Überlassung/Lohndumping sowie Aufenthaltsrecht

Ort: Wirtschaftskammer Österreich, Saal 2, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Zeit: Donnerstag, 13. Oktober 2016, 9:00 (Eintreffen) – 17:00 Uhr

Details unter:
https://www.manz.at/dms/Veranstaltungen/2016/10/Jahrestagung_Arbeitsrecht_ZAS-TAG_2016_205x280_low.pdf

Anmeldung unter: 
https://www.manz.at/produkte/Seminare/Anmeldung.html?veruuid=1dc2ac1b-825d-4860-b445-a9ee788dba27



Das könnte Sie auch interessieren

  • News

70 Jahre WIFI: Sieben Jahrzehnte im Zeichen der Wirtschaftsförderung

Lebensbegleitendes Lernen als Schlüsselfaktor für den Erfolg - WIFI als Vorreiter des neuen Lernens mehr

  • Wirtschaftspolitik

Österreichischer Kreativwirtschaftsbericht

Schwerpunkt des sechsten Kreativwirtschaftsberichts: Kreativwirtschaft und ihr Markt mehr